• Berufliches Schulzentrum Prof. Dr. Zeigner – Schule auf der Kippe!

    Das Berufliche Schulzentrum Prof. Dr. Zeigner in der Dresdner Neustadt gehört zu den größten Schulen der Stadt, und besitzt an diesem Standort eine lange Tradition. Die Schule ist in einem über 100 Jahre alten Erlwein-Bau untergebracht, der bereits seit Jahren vergebens auf eine dringend notwendige Sanierung wartet. Bereits mehrmals wies der Stadtschülerrat Dresden auf diesen Umstand hin, bereits mehrmals drohte der Schule der Entzug der Betriebsgenehmigung auf Grund der baulichen Mängel. Vor allem in Bezug auf die Brandschutzvorgaben gibt es erhebliche Mängel, die bereits mehrmals beinahe die vorübergehende Schließung der Schule zu Folge gehabt hätten.

    Am 31. Dezember 2016 läuft die aktuelle Betriebsgenehmigung der Schule, ausgestellt von der Landesdirektion Sachsen, aus, obgleich eine Verlängerung ins Haus steht. Der Stadtschülerrat Dresden kritisiert den Umgang mit der Schule scharf. Dass die Stadt derart fahrlässig mit der Schule umgeht, obwohl erkennbar Not am Mann ist, ist die Vertretung der Dresdner Schülerschaft untragbar. Der Stadtschülersprecher Sven Liebert dazu: „Die Stadt bemüht sich sichtlich nicht, das BSZ Zeigner zu sanieren. Nach wie vor ist keine Zukunftsperspektive zu erkennen, stattdessen wir das Thema nahezu totgeschwiegen. Die Situation wird dadurch nicht besser, und geht zu Lasten der Schülerschaft.“

  • Einmal quer durch Dresden – mit einer ganzen Schule

    Zum Ende unseres Weihnachtscountdowns beschäftigen wir uns heute mit einem großen Problem, das nur in Zukunft vermieden werden kann: Viele Schulen werden vorgezogen gegründet, und zwar an Übergangsstandorten.

    Der neue Schulnetzplan sieht eine ganze Reihe an neue Schulen vor. Die steigenden Schülerzahlen können nur aufgefangen werden, wenn die Zahl der Schulen und damit die Zahl der Schulplätze steigt. Diese Entwicklung ist ein klares Plus für Dresden, nur so können wir verhindern, dass die bestehenden Schulen in Dresden überfüllt werden.

    An sich gibt es also keine Probleme. Doch wenn man genauer hinschaut fällt auf: Viele Schulen werden an sogenannten Interimsstandorten gegründet. Das bedeutet, dass die Schulen an Orten und in Schulgebäuden gebildet werden, die sie nach einiger Zeit wieder verlassen, um an einen anderen Ort umzuziehen. Es handelt sich also um Übergangsstandorte. Doch warum gründet man eine Schule irgendwo anders, um danach mit hunderten Schülern umzuziehen?

    Das Prinzip wird „Vorgründung“ oder auch „vorgezogenen Gründung“ genannt. Im Grunde heißt das: Die Schulen werden früher eröffnet als geplant. Denn die Schulverwaltung hat sich in der Vergangenheit in einigen Fällen fatal verrechnet: Sie berechnete für die kommenden Schuljahre eine viel geringere Schülerzahl, als nun tatsächlich auf einen Schulplatz warten. Die Folge: Man plante das Schulnetz für viel weniger Schüler, vergrößerte die Kapazitäten kaum. Man beschloss die Gründung neuer Schulen in der fernen Zukunft. Das war vor fünf Jahren, bei der letzten Schulnetzplan-Fortschreibung. Und nun, fünf Jahre später, kommt was kommen muss: Die Plätze reichen nicht für alle aus. Während die neuen Schulhäuser erst in einigen Jahren fertig werden, sind die Schüler schon jetzt da, und sie müssen untergebracht werden. Also sucht man sich bereits fertige Häuser und gründet dort die Schule einfach Jahre früher, der Umzug folgt dann später. Beispiele hierfür sind die neue 145. Oberschule und die neue 151. Oberschule sowie das Gymnasium Pieschen.

    Nun lässt sich dieses heute Problem nicht lösen, das wissen auch wir. Die Fehler wurden gemacht, und bevor Schüler in überfüllten Klassen sitzen oder gar keinen Schulplatz bekommen, lieber Vorgründungen. Doch trotzdem: für uns ist es nach wie vor eine große Panne, dass die Verwaltung sogar ihrer eigenen Pläne über den Haufen werfen muss, weil es zu wenige Reserven gibt.

    DESWEGEN APPELLIEREN WIR: DIE VERWALTUNG MUSS BESSER PLANEN – UND BESSER RECHNEN 😉
    IN ZUKUNFT MÜSSEN WIR GRÖSSERE KAPAZITÄTEN VORHALTEN, UM KURZFRISTIGEN ENTWICKLUNGEN ETWAS ENTGEGEN ZU SETZEN. JE MEHR SCHULPLÄTZE ES GIBT, DESTO MEHR SCHÜLER KÖNNEN IM ERNSTFALL VERSORGT WERDEN – UND WENN DOCH WENIGER DA SIND, DANN KÖNNEN DIE KLASSEN VERKLEINERT UND ENTLASTET WERDEN.

  • Baustelle DKS – Fatales Signal in der Neustadt

    Die Dreikönigschule in der Neustadt bräuchte dringend eine Sanierung, alle Teile des Gebäudes sind reif für eine Erneuerung. Doch die Stadtverwaltung stellt Pläne auf, die der Schule eher mehr Probleme bringen als ihr zu helfen.

    Das Gymnasium Dreikönigschule (DKS) in der Neustadt ist architektonisch durchaus sehenswert. Das alte, ehrwürdige Gebäude ist der ganze Stolz der Schulgemeinschaft, und auch für Außenstehende hübsch anzusehen. Zumindest, wenn man bereit ist, über die eine oder andere Baustelle hinwegzusehen, denn man sieht dem Schulhaus durchaus sein Alter an. Für die DKS ist das zum Problem geworden, denn in dem alten und teils erkennbar baufälligen Gebäude lässt es nun mal nicht all zu gut lernen. Die Stadtverwaltung hat sich bisher kaum mit dem Problem auseinandergesetzt, zumindest blieben größere Sanierungsmaßnahmen aus. Man setzte auf ein altbewährtes Muster: So lange nichts auseinander fällt kann man es benutzen. Die dringendsten Löcher werden gestopft, um den Betrieb aufrecht zu erhalten und nicht all zu viel Geld ausgeben zu müssen. Der ganz große Wurf, eine Komplettsanierung, wird jedoch vermieden: zu teuer, zu aufwendig, unnötig.

    Nun, nach Jahren der Beschwerden und des Forderns, will die Verwaltung sich der Sache annehmen. Der Plan dafür ist aber wieder nicht der fehlenden große Wurf – es ist eher eine Sammlung aus kleinen Würfen. Das DKS hat insgesamt drei Gebäude, Häuser A, B und C. Geplant ist die Sanierung des Hauses A und des Hauses C. Das Problem dabei: die Sanierung soll jeweils nur in Teilen erfolgen und sich so über Jahre hinziehen, zunächst das eine, dann das andere Haus. Das jeweilige Haus soll dann an einen anderen Standort ausgelagert werden, denn die Schüler müssen ja trotzdem irgendwo hin. Doch das Gebäude, das am dringendsten eine Sanierung nötig hätte (Haus B) wird zunächst nicht eingeplant. In der Theorie müsste aber auch Haus B dann, nach einer dritten Auslagerung, als aller letztes Saniert werden, nur dafür gibt es noch keine konkreten Pläne.

    Fazit: Die Dreikönigschule in der Neustadt, seit Jahren Sanierungsbedürftig, soll in drei Teilen saniert werden, die drei verschiedene Auslagerungen von Schülern zu Folge hätten. Für die Teile des Gebäudes, die im schlechtesten Zustand sind, gibt es aber noch keine Pläne. Damit ist die Sanierung unvollständig, die Reihenfolge falsch und die Dauer übersteigt die länge der Schulzeit der meisten Schüler der DKS. Das ist für uns alles nur kein guter Plan, zumal die DKS eigentlich eine sofortige Komplettsanierung nötig hätte.

    DIE POSITION DES STADTSCHÜLERRATES IST DAHER KLAR: EINE SANIERUNG MUSS KOMMEN, UND ZWAR NACH DREI GRUNDREGELN: SCHNELL, VOLLSTÄNDIG UND MIT MINIMALER BELASTUNG FÜR DIE SCHÜLERSCHAFT!

    +++ Update +++

    Mittlerweile hat die Verwaltung angekündigt, die DKS komplett zu sanieren, gegen eine längerfristige Auslagerung. Für uns ist es ein Erfolg, dass der von uns, den Eltern und Lehrern getragene Protest nun zumindest einen Teil der Forderungen durchgesetzt hat. Dies wird nun den Schülern an der DKS zu Gute kommen.

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