Erweiterte Maßnahmen in Hochinzidenzgebieten

Ankündigung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

UPDATE 28.11.2020 13:43 Uhr

Ab fünf Tagen andauernder Überschreitung des Inzidenzwertes von 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und pro Woche (siehe Corona-Ampel Dresden), werden mit der neuen Corona-Schutz-Verordnung folgende Maßnahmen wirksam:

  • Weiterführende Schulen gehen in Absprache mit dem Kultusministerium in den Wechselunterricht. Grundsätzlich ausgenommen sind die Abschlussklassen.
  • Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auch im Unterricht wird ab Klassenstufe 7 für alle Schularten Pflicht.
  • An allen Förderschulen in Hochinzidenzgebieten wird das Prinzip der festen Klassen eingeführt

Alle bisherigen Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen gelten fort. Die Weihnachtsferien beginnen am 21. Dezember 2020. Das heißt, der letzte Schultag ist der 18. Dezember 2020.

»Wir werden je nach Lage vor Ort in Rücksprache mit den Schulleitungen zum Wechselunterricht Einzelfallentscheidungen treffen. Im Interesse jeder einzelnen Schülerin und jedes einzelnen Schülers müssen wir dafür sorgen, dass der Unterricht an Schulen, die nur wenig oder gar nicht von Infektionen betroffen sind, im Regelbetrieb weiterlaufen kann, solange es möglich ist. Außerdem ist mir wichtig, die Schulen bei dieser schwierigen Entscheidung nicht allein zu lassen« sagt Kultusminister Piwarz.

Quelle: https://www.bildung.sachsen.de/blog/index.php/2020/11/27/schule-und-kita-land-verschaerft-massnahmen-in-hochinzidenzgebieten/

Kommentar des StadtSchülerRats Dresden

Unser Vorsitzender Jack Müller dazu: „Wir stehen den neuen Maßnahmen für die Sächsischen und damit auch Dresdner Schulen grundsätzlich positiv gegenüber. Es ist erfreulich zu sehen, dass das SMK ähnliche Regelungen, zu denen von uns am 20.11.2020 geforderten Anpassungen des Unterrichtalltags an das aktuelle Infektionsgeschehen, getroffen hat. Insbesondere die Priorisierung der Abschlussklassen ist begrüßenswert, sollte aber zusätzlich noch um die Klassenstufen 5 und 6 erweitert werden.

Die verschärften Maßnahmen sind erforderlich, um weiterhin den allgemeinen Unterrichtsbetrieb an unseren Schulen für alle sicher aufrecht erhalten zu können. Dennoch sollte aus Sicht des SSR Dresden die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern im Unterricht primäres Ziel sein, damit der Präsenzunterricht auch künftig ohne Maske für Schülerinnen und Schüler fortgeführt werden kann.“

Kommentar des LandesSchülerRats Sachsen

Bei der derzeitigen Infektionslage in Sachsen hält der Landesschülerrat (LSR) die Einführung von Wechselunterricht in den Schulen für richtig. „Schulen sollten dabei die Freiheiten besitzen, für die konkreten Bedingungen – zum Beispiel die Häufigkeit der Wechsel – auf ihre jeweiligen Besonderheiten einzugehen, vor allem räumliche Situation und Klassenstärken“, sagte Landesschülersprecherin Joanna Kesicka laut einer Mitteilung vom Samstag. Die Formate sollten in Absprache mit den Schülervertretern gestaltet werden.

Generell begrüßte der Landesschülerrat die beschlossenen Maßnahmen der Landesregierung. Am Freitag lagen laut Gesundheitsministerium zehn der 13 Landkreise und kreisfreien Städte über der kritischen Grenze von 200 Infektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Der Landesschülerrat forderte bei der Einführung von Wechselunterricht entsprechende Nachteile für die Schüler auszugleichen. „Spätestens mit dem Wechselmodell wird auffällig, dass dieses Schuljahr kein normales Schuljahr ist. Deswegen können es auch nicht normale Maßstäbe sein, die für Zeugnisse und Abschlüsse angelegt werden“, erläuterte Kesicka. (dpa)

Dresdner Schulen erhalten Laptops

Mitteilung der Landeshauptstadt Dresden

Im Rahmen der sogenannten „Mobile-Endgeräte-Förderverordnung“, welche während der aktuellen Corona-Situation durch die Bundesregierung ins Leben gerufen wurde, konnten insgesamt 4.300 Laptops für Dresdner Schulen angeschafft werden. Damit sollen die Bildungseinrichtungen die Herausforderungen während der Pandemie besser meistern können.

Bildungsbürgermeister Jan Donhauser sagt: „Dank des Förderprogrammes konnten wir die notwendigen Voraussetzungen dafür schaffen, Kindern und Jugendlichen die bestmögliche Förderung, Teilhabe und Chancengerechtigkeit zu ermöglichen. Ich danke vor allem dem Freistaat Sachsen für die Bereitstellung der zusätzlichen Finanzen aber auch meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Verwaltung. Innerhalb von drei Wochen konnten die 4.300 Geräte geliefert, geprüft, inventarisiert und verteilt werden. Die Schulen können nun individuell, schnell und unbürokratisch auf Bedürfnisse vor Ort reagieren. Ein großer Dank geht auch an die Firma CES für die gute Zusammenarbeit.“

Die Landeshauptstadt Dresden als Schulträger überlässt es den Schulen selbst zu entscheiden, welche Kinder Geräte erhalten. Im Fokus sollen jedoch Kinder und Jugendliche stehen, bei denen soziale Ungleichgewichte ausgeglichen werden müssen.

Kommentar des StadtSchülerRats Dresden

„Der StadtSchülerRat Dresden begrüßt diese Maßnahme der Landeshauptstadt Dresden ausdrücklich. Der Internetzugang, sowie der Besitz eines entsprechenden Endgeräts, wie Laptop oder Tablet, sind die Grundlagen für einen schnellen Austausch von Unterrichtsmaterialien, Aufgaben, Fragen und Lösungen zwischen Schülern und Lehrern im Homeschooling. Auch in so einer schwierigen Situation, wie wir sie aktuell haben, muss die Bildungsgerechtigkeit in Deutschland und somit auch in Dresden gewährleistet sein. Für sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler dürfen durch die Corona-Krise keine Nachteile entstehen. Die Bereitstellung von Laptops an Bedürftige ist ein deshalb ein wichtiger Schritt, auch hinsichtlich einer möglichen Rückkehr in die häusliche Lernzeit“, sagt Jack Müller, Vorsitzender des SSR Dresden.

Quelle: https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2020/11/pm_071.php

Flexibilität statt Regelbetrieb um jeden Preis

Flexibilität statt Regelbetrieb um jeden Preis – Notwendige Anpassung des Unterrichtalltags an das aktuelle Infektionsgeschehen

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Am 23. Oktober 2020 überschritt Dresden die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern und wurde wie zahlreiche andere kreisfreie Städte und Landkreise zum Risikogebiet erklärt. Die Ministerpräsidentenkonferenz beschloss am 28.10.2020 in Reaktion neue Maßnahmen zur Eindämmung der expandierenden Corona-Infektionszahlen. Schulen bleiben von den Maßnahmen indessen unberührt und sind weiterhin im Regelbetrieb. Der StadtSchülerRat Dresden (SSR Dresden) sieht erheblichen Handlungsbedarf bei der Anpassung des Unterrichtalltags an das aktuelle Infektionsgeschehen.

Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung

Die sächsische Landesregierung ergänzte in der Corona-Schutz-Verordnung vom 30.10.2020 die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht der Sekundarstufe II, wenn die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern nicht umsetzbar ist. Der SSR Dresden toleriert diese Regelung des SMK in Anbetracht des aktuellen Infektionsgeschehens. Zugleich fordern wir alle Dresdner Schulen nach individuellen Kapazitäten dazu auf, den Mindestabstand in den Klassenräumen wann immer es geht und insbesondere während der Leistungserhebungen zu ermöglichen.

Stadtschülersprecher Jack MÜLLER dazu: „Wir sind weiterhin der festen Überzeugung, dass die Maske im Unterricht eine beträchtliche Einschränkung für Schülerinnen und Schüler mit sich bringt und keine Dauerlösung sein darf. Jedoch ist es für die älteren Schüler vorrübergehend eine akzeptable Einschränkung, damit diese an dem zur Prüfungsvorbereitung essentiellen Präsenzunterricht lückenlos teilnehmen können. In der Sekundarstufe I sprechen wir uns aber weiterhin gegen eine Maskenpflicht im Unterricht aus und plädieren stattdessen für anderweitige Infektionsschutzmaßnahmen.“

Hybrider Unterricht für ausgewählte Klassenstufen

Das aktuelle Pandemiegeschehen erfordert nach Einschätzung des StadtSchülerRats flexiblere Lösungen für die Aufrechterhaltung des Unterrichts. Weder der vollumfängliche Regelbetrieb noch flächendeckende Schulschließungen sind angesichts der aktuellen Lage tragbar. Demnach setzen wir uns für einen Wechsel aus Präsenzunterricht und häuslicher Lernzeit für Schülerinnen und Schüler der Förderschulen, der Oberschulen und der allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien bis zu den Winterferien im Februar 2021 ein. Lediglich die 5. und 6. Klassen und Abschlussklassen aller genannten Schularten, sowie zusätzlich die Vorabschlussklassen der allgemeinbildenden und der beruflichen Gymnasien im Kurssystem sollten weiterhin im vollständigen Präsenzunterricht lernen.

„Die Erfahrungen aus dem vergangenen Schuljahr haben uns gezeigt, dass ein Großteil der Schülerinnen und Schüler mit einer hybriden Unterrichtsform gut zurechtkommt. Neue Lerninhalte können während des Präsenzunterrichts aufgenommen und in der häuslichen Lernzeit selbstständig geübt und gefestigt werden. Übungsaufgaben für Zuhause kann man bereits in der Schule austeilen und später im Gruppenverband besprechen, sodass digitale Unterrichtsmethoden und damit einhergehend die Diskrepanz von unterschiedlichen familiären, sozialen und technischen Voraussetzungen nicht signifikant für den Lernfortschritt sind“, sagt Jack MÜLLER,  „Die jüngeren Schüler der 5. und 6. Klasse sowie die Abschlussklassen haben jedoch ein besonderes Betreuungsbedürfnis, welches unserer Auffassung nach nur durch einen lückenlosen Präsenzunterricht abgesichert werden kann.“

Die genannten Maßnahmen sind erforderlich, um weiterhin den allgemeinen Unterrichtsbetrieb an unseren Schulen aufrecht erhalten zu können. Zwar gibt es prozentual nur wenige Schülerinnen und Schüler, die sich derzeit in den Schulen mit Covid-19 infizieren, doch ist mit jeder auftretenden Infektion eine umfassende Schülerzahl betroffen, die sich vorsorglich in Quarantäne begeben muss. Hier muss es das Ziel sein, die Infektionsgruppen mithilfe des hybriden Unterrichts in feste Klassen einzugrenzen und zu verringern. Das gibt den Schulen, Lehrern und Schülern darüber hinaus eine zusätzliche Planungssicherheit und Stabilität in der Unterrichtsorganisation.

„Wir müssen in den Klassen die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern erreichen, damit der Präsenzunterricht in der Sekundarstufe I auch weiterhin ohne Maske sicher für Schülerinnen und Schüler fortgeführt werden kann. Das ist aus unserer Sicht derzeit nur mit einem hybriden Unterrichtssystem erreichbar und wir appellieren an den Sächsischen Kultusminister Piwarz dies entsprechend unserer Empfehlungen zeitnah einzuführen“, ergänzt MÜLLER abschließend.

Hinweis: Der StadtSchülerRat Dresden ist die gewählte und gesetzlich legitimierte Interessenvertretung der Dresdner Schülerinnen und Schüler und spricht in deren Namen.

Maskenpflicht im Unterricht – was jetzt?

Die neue Sächsische Corona-Schutz-Verordnung (SächsCoronaSchVo) vom 30.10.2020 sieht ab Montag, den 02.11.2020 das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Unterricht der Sekundarstufe 2 vor. Die Pflicht besteht jedoch nicht „wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird“ (§3 Abs. 1 (6a)).

Der StadtSchülerRat Dresden spricht sich weiterhin gegen eine Maskenpflicht im Unterricht aus, welche die Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit der Schülerinnen und Schüler nachhaltig eingeschränkt. Wir prüfen derzeit unser weiteres Vorgehen gegen diese neue Anordnung und diskutieren alternative Maßnahmen zur Infektionsbekämpfung an Schulen.

Der Mindestabstand kann aufgrund baulicher Gegebenheiten der Dresdner Schulen in der Regel nicht eingehalten werden. Demzufolge muss ein Großteil der Jahrgangsstufen 11/12 an Gymnasien sowie Schülerinnen und Schüler der BSZs ab dem 02.11.2020 eine Maske während des Unterrichts und bei Leistungserhebungen tragen.

Was könnt ihr an Eurer Schule tun?

Wichtig ist insbesondere folgende Einschränkung der Maskenpflicht im Unterricht: Die Pflicht besteht nicht „wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird“ (§3 Abs. 1 (6a)).

Das bedeutet um eine Maskenpflicht an eurer Schule zu umgehen solltet ihr gemeinsam mit eurer Schulleitung die Raumplanung besprechen. Der Kursunterricht der Sekundarstufe 2 wird in kleineren Gruppen unterrichtet als der übliche Klassenverband. Setzt euch bei eurer Schulleitung dafür ein, dass je nach Kapazität möglichst viele Kursstunden in Klassenräumen unterrichtet werden, die in der Regel für 30 Schülerinnen und Schüler ausgelegt sind und in denen der Mindestabstand  von 1,5 Metern im Kursverband eingehalten werden kann.

Selbstverständlich stehen keiner Schule unbegrenzte Raumkapazitäten zur Verfügung. Hier solltet ihr gegenüber der Schulleitung Prioritäten setzen. Zum Beispiel sollten zunächst Klausuren oder andere Leistungserhebungen für die jeweilige Zeit in ausreichend große Räume verlegt werden. Stehen nicht ausreichend Klassenräume zur Verfügung, wäre auch eine zeitweise Nutzung von Gemeinschaftsräumen, wie z.B. Aula, Mensa oder Sporthallen für Leistungserhebungen unter Einhaltung des Mindestabstands denkbar.

Sucht gemeinsam mit eurer Schulleitung nach Möglichkeiten und Lösungen zur Einhaltung des Mindestabstands, damit ihr nicht generell mit einer Mund-Nasen-Bedeckung arbeiten müsst.

Neue Schutzmaßnahmen für Unterricht unter Pandemiebedingungen

Auszug aus dem SMK-Blog:

Änderungen in der Schule ab 2. November

  • Der Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen bleibt für alle Schularten.
  • Das Tragen einer Mund-Nasenbedeckung: siehe grafische Darstellung
  • Exkursionen zu außerschulischen Lernorten, Veranstaltungen mit externen Partnern, wie z. B. Elternabende oder auch GTA, sind abzusagen. GTA durch Lehrer kann weitergeführt werden.
  • Schülerpraktika sind abzusagen
  • Klassenfahrten sind nicht durchzuführen.
  • Schwimmunterricht kann aufgrund der Schließung der Schwimmhallen nicht stattfinden.

  1. Mund-Nasenbedeckung bei Schülerinnen und Schülern
    Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung außerhalb und im Unterricht für Schüler der berufsbildenden Schulen und die Schüler der Sekundarstufe 2 des allgemeinbildenden Gymnasiums (11. und 12. Klasse) wird Pflicht, solange Abstände untereinander nicht eingehalten werden können. In unteren Klassen spielen Ansteckungen zwischen den Schülern kaum eine Rolle. Meist werden die Infektionen von außen hereingetragen.
    Zukünftig sind Schülerinnen und Schüler ab der Klassenstufe 5 aller Schularten verpflichtet, außerhalb des Unterrichts eine Mund-Nasenbedeckung im Schulgebäude und auf dem Schulgelände zu tragen, wenn Abstände untereinander nicht eingehalten werden können. Im Unterricht besteht keine Maskenflicht.An Grundschulen, Horte sowie die Förderschulen (Primarbereich) besteht im Unterricht und außerhalb des Unterrichts keine Maskenpflicht. Hier wird das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf dem Schulgelände und dem Gebäude weiterhin empfohlen.
  2. Lehrer erhalten auf Wunsch FFP2-Masken
    Lehrerinnen und Lehrer erhalten auf Wunsch im Laufe der kommenden Woche FFP2-Masken. Kultusminister Piwarz an die Lehrkräfte gewandt: „Wir befinden uns in einer schwierigen Situation und ich kann die Sorgen nachvollziehen. Wir gehen nicht leichtfertig mit dem Schutz unserer Lehrer um. Wir arbeiten mit den Erkenntnissen aus der Wissenschaft, haben ein Blick auf die Zahlen und achten auf die Hygienekonzepte. Lehrer, die trotz der Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe unterrichten, haben wir auf Wunsch mit FFP2-Masken ausgestattet. In der nächsten Woche werden wir zusätzlich FFP2-Masken für alle Lehrer ausreichen, die das wünschen.“ Er appellierte aber auch an die Lehrer „Bitte halten Sie untereinander Abstand. Wenn dies in zu kleinen Lehrerzimmern nicht möglich ist, dann bitte setzen Sie die Maske auf oder nutzen Sie andere Räume. Nutzen Sie bitte auch die Testmöglichkeiten, die wir einmal wöchentlich kostenlos für Lehrer zur Verfügung stellen.“
  3. Konzentration auf das Kerngeschäft von Schule – den Unterricht
    Der Unterricht soll an den Schulen stattfinden; Besuche außerschulischer Lernorte und Schülerbetriebspraktika der Schüler allgemeinbildender Schulen finden bis Ende November nicht statt. Die Absolvierung der berufspraktischen Ausbildungsabschnitte in Betrieben und Einrichtungen bleibt unter Beachtung der Hygienevorschriften möglich. Ganztagesangebote (GTA) mit externen Partnern müssen für November entfallen. Die Ganztagesangebote, die durch Lehrer erfolgen, können weiter stattfinden.

Dresdens Schulalltag mit Corona – eine Zwischenbilanz

Pressemitteilung: Dresdens Schulalltag mit Corona – eine Zwischenbilanz

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Das Schuljahr 2019/20 endete angesichts der Corona Pandemie unter besonders erschwerten Bedingungen für Schüler, Lehrer und Eltern. Eine wochenlange Schulschließung und ein anschließender Wechsel aus Präsenzunterricht und häuslicher Lernzeit erforderte von allen Beteiligten ein außergewöhnliches Engagement. Dank des schülerorientierten Agierens des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus konnten jedoch die Auswirkungen der Pandemie auf Schülerinnen und Schüler weitgehend eingedämmt werden. Nun gilt es den Fokus auf das neue Schuljahr zu legen, Zurückgebliebenes aufzuarbeiten und den Regelbetrieb unter zumutbaren Bedingungen wieder aufzunehmen.

Der Rückblick

Kultusminister Piwarz hat von Beginn an der Krise immer wieder betont, dass die Abschlussprüfungen unverändert stattfinden sollen und so für klare Verhältnisse gesorgt. Schulen bekamen durch die kostenlose und unbürokratische Bereitstellung von „LernSax“ Unterstützung in der Umsetzung der häuslichen Lernzeit. Mit der Vorstellung des Drei-Stufen-Plans im April wurde allen Schülern eine Perspektive gegeben und eine zeitnahe Rückkehr zum unverzichtbaren Präsenzunterricht ermöglicht. Die darauffolgende Sonderregelung zur Notenvergabe, schulindividuelle Hygienemaßnahmen und die Möglichkeit zum Aufarbeiten von Lernbereichen in freiwilligen Konsultationen in den Sommerferien sorgten dafür, dass dies kein verlorenes Halbjahr war.

„Sachsen hat seine Schülerinnen und Schüler nicht im Stich gelassen – im Gegenteil. Das Kultusministerium hat die Schülerinteressen in den Vordergrund seiner teils kritisierten Entscheidungen gestellt und damit dem Prüfungsjahrgang 2020 einen vollwertigen Abschluss gesichert. Die zeitnahe Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts in allen Klassenstufen war keine einfache, aber die richtige Entscheidung und verhinderte größere Wissenslücken in der häuslichen Lernzeit. Der Präsenzunterricht fand an Dresdner Schulen unter höchstmöglichem Infektionsschutz und im größtmöglichen Umfang statt. Dafür danken wir allen Beteiligten“, so der Stadtschülersprecher Jack MÜLLER.

Festgestellte Defizite

Trotz des beispielgebenden Krisenmanagements des Kultusministeriums zeigt die Corona Pandemie wesentliche Defizite bei der Digitalisierung von Dresdner Schulen auf. Gerade zu Beginn der häuslichen Lernzeit war es vielen Schulen nur unzureichend oder gar nicht möglich, Unterrichtsinhalte digital zu vermitteln. Es fehlten technische Voraussetzungen und IT-Kenntnisse, sowohl bei Schülerinnen und Schülern als auch bei Schulen und Lehrern. MÜLLER dazu: „Es gibt Dresdner Schulen, die nicht einmal eine eigene Website oder E-Mail-Adressen für die Lehrer besitzen. Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch einige, die bereits seit Jahren mit eigens entwickelter Software und mobilen Apps arbeiten. Diese Diskrepanz wirkte sich sehr auf die Qualität des Lernens im Homeoffice aus.“

Ferner gilt es nun, schülerindividuell Wissensrückstände aufzuspüren und aufzuarbeiten. Denn trotz frühzeitiger Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts, gibt es eine nicht zu vernachlässigende Anzahl von Schülern, die im Homeoffice keine optimalen Lernerfolge erzielen konnten.

Der Ausblick

Im Laufe des nächsten Schuljahres muss darauf geachtet werden, ob alle prüfungsrelevanten Themen entsprechend des im Lehrplan festgelegten Umfangs behandelt werden können. Sollte sich dabei herausstellen, dass es insbesondere in den Prüfungsjahrgängen schulübergreifend bedeutende Wissensrückstände gibt, so muss es aus Sicht des SSR Dresden einen verhältnismäßigen Nachteilsausgleich bei den Abschlussprüfungen 2021 geben. Das Schuljahr 2020/21 bietet jedoch noch einige Zeit, um zu kurz gekommene Lernbereiche zu festigen. Demzufolge sehen wir im Moment keine Notwendigkeit, Maßnahmen zu treffen. Entscheidend dafür sollte aber der Wissensstand der Schülerinnen und Schüler am Ende des 1. Halbjahres sein.

Mit der Umsetzung des Vier-Stufen-Plans wurde eine adäquate Lösung für die Wiederaufnahme des Normalbetriebs gefunden. Dass vom Kultusministerium bewusst Möglichkeiten zur individuellen Umsetzung der Infektionsschutzmaßnahmen geschaffen werden, ist eine flexible Methode, damit Schulen unter anderem auf ihre baulichen Besonderheiten Rücksicht nehmen können. Jedoch lehnen wir zugleich eine Mas- kenpflicht während des Unterrichts strikt ab.

„Die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Unterricht, wie sie derzeit beispielsweise in Nordrhein-Westfalen besteht, ist lebensfern. Schüler werden in ihrer Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit nachhaltig eingeschränkt und erzielen folglich weniger Lernerfolge. Auch unter Beachtung der Sächsi- schen Corona-Schulstudie und den aktuellen Infektionszahlen in Dresden, wäre eine Maskenpflicht im Unterricht unverhältnismäßig und überreagiert. Wir fordern die Dresdner Schulleitungen deshalb eindringlich dazu auf, von einer Maskenpflicht im Unterricht abzusehen“, so MÜLLER, „Es ist effektiver, es sitzt nur die halbe Anzahl an Schülern ohne Masken im Unterricht, statt die Ganze mit Maske.“

Sollten die Infektionszahlen wieder steigen und verschärfte Hygienemaßnahmen erforderlich werden, wäre zunächst eine Rückkehr zum zeitweisen Wechsel aus Präsenzunterricht und Homeoffice an betroffenen Schulen sinnvoll, wie es bereits vor den Sommerferien der Fall war. Um auf eine mögliche Rückkehr in die häusliche Lernzeit besser vorbereitet zu sein, sollten Schulen, Schulträger und Land ihr Angebot an digitalen Unterrichtsmöglichkeiten und technischer Ausstattung von Schülern und Lehrern erweitern.

Wiederaufnahme des Unterrichts in allen Schulklassen

Präsenzunterricht in allen Klassenstufen ab 18.05.2020

Ein eingeschränkter Regelbetrieb von Schulen und Einrichtungen der Kindertagesbetreuung ist ab dem 18. Mai wieder möglich. Eine entsprechende Allgemeinverfügung hat das Sächsische Kabinett vergangene Woche beschlossen.

Was sich ändert:

  • Ab dem 18.05 gibt es Unterricht in der Schule für alle Klassenstufen
  • Allen Klasse sollen min. 1 Tag pro Woche in der Schule sein
  • In der restlichen Zeit ist weiterhin Homeoffice
  • es gibt in den Schulen besondere Hygienevorschriften und einen anderen Stundenplan

Was jetzt Wichtig ist:

  • Deine Schule legt fest, welche Klassen wann in der Schule Unterricht haben
  • Achte auf Infos Deiner Schulleitung und vom Klassenlehrer! Sie sagen Dir ob und wann du Unterricht hast und informieren Dich über Hygienemaßnahmen
  • Ein Großteil der Zeit wird weiterhin Unterricht im Homeoffice bleiben

Allgemeine Hygieneregeln

Zugang zu den Einrichtungen haben nur Personen ohne SARS-CoV-2-Infektion und ohne die bekannten Krankheitssymptome. Zeigt eine Person Symptome, die auf eine SARS-CoV-2-Infektion hindeuten, kann ihr der Zugang zur Einrichtung verweigert werden. Von allen Personen in den Einrichtungen wird erwartet, dass sie die bekannten Hygieneregeln, wie regelmäßiges Händewaschen und die Husten- und Niesetikette, beachten.

Regelungen zum Schulbetrieb

Für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 10) und für Schüler der Sekundarstufe II (Jahrgangsstufen 11 und 12) einschließlich der berufsbildenden Schulen, werden im Wechsel von Präsenzunterricht an der Schule und häuslicher Lernzeit unterrichtet. Die nähere Ausgestaltung dieses Wechsel-Modells obliegt der Schulleitung.

Während des Präsenzunterrichts in den Sekundarstufen ist sicherzustellen, dass im Klassenraum zwischen den anwesenden Schülerinnen und Schülern ein Mindestabstand von eineinhalb Metern besteht und die allgemeinen Hygiene-Richtlinien eingehalten werden. Dasselbe gilt für den Aufenthalt auf dem gesamten Schulgelände.

Die Klassenlehrerin bzw. der Klassenlehrer kann im Einvernehmen mit der Schulleitung für besondere Unterrichtssequenzen, insbesondere die Durchführung von Experimenten, anordnen, dass im Klassenraum während des Unterrichts eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen ist. Die Schulleitung kann zudem anordnen, dass außerhalb der Unterrichtsräume eine solche Bedeckung zu tragen ist. Die Schülerin bzw. der Schüler ist verpflichtet, auf dem Schulgelände stets eine Mund-Nasen-Bedeckung bei sich zu führen.

Diejenigen Schülerinnen und Schüler, die nicht am Präsenzunterricht teilnehmen, erfüllen die Schulpflicht im Rahmen der häuslichen Lernzeit. Die Schulbesuchspflicht wird insoweit ausgesetzt. Schülerinnen und Schülern in häuslicher Lernzeit ist es untersagt, das Schulgelände zu betreten oder in sonstiger Weise den persönlichen Kontakt mit der Schule oder den Lehrkräften zu suchen.

Stellungnahme zum Stufensystem der Schulöffnung

Stellungnahme zum Fahrplan des Kultusministeriums für die weitere Öffnung der Schulen

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Am 28.04.2020 stellte das Sächsische Ministerium für Kultus einen Fahrplan für die weitere Öffnung der Schulen vor. In diesem wird die Wiederaufnahme des Unterrichts in den Vorabschlussklassen (Stufe 2) ab dem 06. Mai geregelt, sowie ein Ausblick auf Stufe 3, die Wiedereingliederung aller Klassenstufen in den Schulbetrieb gegeben.

Der StadtSchülerRat Dresden (SSR) begrüßt die Entscheidung des Kultusministeriums, jetzt den Fokus auf die Vorabschlussklassen zu legen. „In den Abschlussklassen 2021 wird gegenwärtig prüfungsrelevanter Unterrichtsstoff von den Schülerinnen und Schülern selbst erarbeitet, der im Präsenzunterricht mit einem Lehrer wiederholt und gefestigt werden muss“, so unser Vorsitzender Jack Müller, „Nur so kann eine Prüfungsfähigkeit 2021 gewährleistet werden.“

Stufe 2: Unterricht in den Vorabschlussklassen ab 06. Mai

Wir sprechen uns dafür aus, dass eine behutsame Wiederaufnahme des Unterrichts erfolgt, bei der das Reflektieren der selbst erarbeiteten Unterrichtsinhalte im Vordergrund steht. Insbesondere in den Leistungs- sowie Grundkursen Mathe und Deutsch an den Gymnasien und den Prüfungsfächern an der Oberschule, sollte so viel Präsenzunterricht stattfinden, wie unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes möglich ist.

Jack dazu: „Der persönliche Schüler-Lehrer Kontakt ist essenziell für die Wissensvermittlung. Es darf nicht passieren, dass gleich in den ersten Präsenzstunden Leistungserhebungen geschrieben werden, ohne dass der eigenständig erworbene Unterrichtsstoff rekapituliert wird.“

Stufe 2: Bewertung in den Vorabschlussklassen ab 06. Mai

Der SSR Dresden befürwortet die neuen, so geforderten Maßnahmen des Kultusministeriums zur Eindämmung des Leistungsdrucks. Dahingehend gibt es am Gymnasium nun die Möglichkeit, Leistungskurse mit nur einer Klausurleistung und Grundkurse auch ausschließlich auf Grundlage sonstiger erbrachten Leistungen zu bewerten. Zudem muss die Mindestanzahl an Klassenarbeiten an der Oberschule nicht erfüllt werden. Darüber entscheiden die Fachkonferenzen an den jeweiligen Schulen jedoch selbst.

Wir fordern hier eine einheitliche Regelung für Schulen der gleichen Schulart. Demnach soll es eine Festlegung von genau einer Klausurnote im Leistungskurs am Gymnasium geben und eine generelle Bewertung der Grundkurse ohne Klausurnoten in diesem betroffenen Halbjahr 2020. Auch an den Oberschulen bedeutet dies eine Festlegung von genau einer Klassenarbeit im 2. Halbjahr in den Hauptfächern. In allen sonstigen und mehrstündigen Fächern sollte die Bewertung ohne Klassenarbeiten und nur auf Grundlage sonstiger Noten erfolgen.

„Die Bedingung einer Vergleichbarkeit zwischen den Abschlüssen wurde durch den Kultusminister in den letzten Wochen immer wieder betont. Wir sehen diese Vergleichbarkeit insbesondere beim Abitur 2021 bedroht, wenn jede Schule eigene Klausuranzahlen festlegt“, so Jack Müller, „Das verändert und individualisiert das Zustandekommen der Kurshalbjahresnoten, welche in die Abiturdurchschnittsnote einfließen. An den Oberschulen hat diese Maßnahme des Kultusministeriums zwar keinen direkten Einfluss auf die Prüfungsnote, stellt aber eine Diskrepanz gegenüber Schülerinnen und Schülern verschiedener Schulen dar.“

Nur an den Berufsschulen, unter Ausnahme der beruflichen Gymnasien, ist unserer Ansicht nach eine flexible Notengebung zielführend, da dort auf die individuellen Gegebenheiten der Schulen in Bezug auf das Unterrichtssystem Rücksicht genommen werden muss.

Abstands- und Hygieneregeln bei Wiederaufnahme des Schulbetriebs

Als Leitfaden für Maßnahmen hinsichtlich des Infektionsschutzes an Schulen, nennt das Kultusministerium den Rahmenhygieneplan aus dem Jahr 2008 gemäß §36 Infektionsschutzgesetz. Darin vorgesehen sind unter anderem die Kontaktvermeidung durch Abstandsregelung, eine sinnvolle und intensive Händehygiene, die häufige Lüftung der Klassenräume und ein regelmäßiges Reinigen von Oberflächen, wie Tischen und Stühlen, sowie der Böden. Demnach müssen Schülerinnen und Schüler nach Betreten des Schulgebäudes gründlich die Hände waschen und darüber hinaus im Schulhaus einen Mundschutz tragen. Die Umsetzung dieser Maßnahmen sollte unter Berücksichtigung schulspezifischer Besonderheiten erfolgen, die Entscheidung über den Maßnahmenplan obliegt hierbei den Schulleitungen.

Dass vom Kultusministerium bewusst Möglichkeiten zur individuellen Umsetzung der Infektionsschutzmaßnahmen geschaffen werden, ist eine flexible Methode, damit Schulen unter anderem auf ihre baulichen Besonderheiten Rücksicht nehmen können. Sogleich betonen wir aber, dass der Schulbetrieb nur unter zwingender Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln stattfinden darf.

Jack dazu: „Wir konnten uns in der vergangenen Woche persönlich davon überzeugen, dass die Umsetzung der Maßnahmen zum Infektionsschutz an den Schulen gut und effektiv möglich ist. Hierbei appellieren wir sowohl an die Schulen, als auch an die Schülerinnen und Schüler, diese gewissenhaft einzuhalten. Kein Schüler oder Lehrer sollte Sorge um seine Gesundheit haben müssen. Bei entsprechenden Vorerkrankungen muss zudem die Möglichkeit bestehen, sich vom Präsenzunterricht freistellen zu lassen.“

Das Tragen einer Maske auf den Gängen im Schulgebäude erachten wir als sinnvoll, da hier die Abstandsregeln nicht immer zuverlässig eingehalten werden können. Allerdings stehen wir dafür ein, dass während des Unterrichts und auf dem Schulhof keine Maskenpflicht besteht, wenn der Sicherheitsabstand zwischen den Schülern gewährleistet werden kann. Schüler berichten, dass es beim Tragen einer Maske schwerer fällt, zu atmen und sich über einen längeren Zeitraum auf den Unterrichtsstoff zu konzentrieren. Des Weiteren ist es schwierig, durch eine Maske zu sprechen und Andere, wie bspw. den Lehrer über größere Distanz zu verstehen.

 

Konsultationen in den Sommerferien, Aufarbeiten der Lernbereiche und Nachteilsausgleich

In den vergangenen Wochen gab es immer wieder Diskussionen zu den Sommerferien 2020, angestoßen durch den Präsidenten des Deutschen Bundestages, Wolfgang Schäuble. In seiner Äußerung spricht er sich für eine Kürzung der Sommerferien 2020 aus und auch der sächsische Kultusminister hat bereits Überlegungen zur Nutzung der Sommerferien aufgestellt, um nicht behandelten Unterrichtsstoff aufzuarbeiten.

Joanna Kesicka Vorsitzende LandesSchülerRat Sachsen

Wir teilen hierzu die Position des LandesSchülerRats Sachsen, der sich klar für die Beibehaltung der Sommerferien 2020 positioniert. „Wir haben seit Mitte März Selbststudium, keinen Erholungsurlaub. Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich Inhalte, lösen Übungsaufgaben, verfassen Hausarbeiten. Schülerinnen und Schüler haben sich Ferien genauso verdient wie die Arbeitnehmer im Homeoffice ihren Urlaub“, so die Vorsitzende des LandesSchülerRats Joanna KESICKA.

Der SSR Dresden schlägt freiwillige Konsultations- und Übungsangebote in den Sommerferien vor, welche die Schülerinnen und Schüler individuell nutzen können. Jedoch dürfen keine Nachteile für Schüler entstehen, die diese Angebote nicht nutzen.

Zudem sollen Lernbereiche, welche in der verbleibenden Zeit nicht mehr behandelt werden können, im Schuljahr 2020/21 nachgeholt und vertieft werden. Bei den Abschlussklassen 2021 befürworten wir Überlegungen zu einem Nachteilsausgleich, da hier bereits das Schuljahr 2020/21 mit prüfungsrelevantem Unterrichtsstoff gefüllt ist. Eine gute Möglichkeit wäre, die Zweitkorrektur der Prüfungen an der gleichen Schule durchzuführen, wie es bereits bei den Abschlussjahrgängen 2020 der Fall ist oder das Verringern der prüfungsrelevanten Stoffdichte.

Stufe 3: Wiedereingliederung aller Klassenstufen in den Schulbetrieb

Laut Fahrplan des Kultusministeriums zur weiteren Öffnung der Schulen, ist voraussichtlich bis Ende des Schuljahres 2019/20 mit einem normalen Schulbetrieb nicht mehr zu rechnen. Vielmehr soll es einen Wechsel zwischen Präsenzunterricht und häuslicher Lernzeit geben, sodass jeder Schüler mindestens einmal pro Woche am Präsenzunterricht teilnehmen kann. Der Rhythmus aus Präsenzunterricht und häuslicher Lernzeit obliegt der Schule und orientiert sich dabei an den Maßnahmen zum Infektionsschutz. Ab wann Schülerinnen und Schüler, die nicht in Vorabschluss- oder Abschlussklassen sind, wieder Präsenzunterricht haben, steht noch nicht fest.

Wie bei den Abschlussklassen erachtet der SSR Dresden eine zeitnahe Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts als Notwendig, da dieser essenziell für die Wissensvermittlung ist. Auch in diesen Klassenstufen ist es notwendig, die selbst erarbeitete Unterrichtsinhalte zu wiederholen und zu festigen.

„Gerade jüngeren Schülern fällt es schwer, sich über einen längeren Zeitraum zu motivieren und sich eigenständig Unterrichtsstoff zu erschließen, weshalb der persönliche Schüler-Lehrer Kontakt unabdingbar ist“, so Jack, „Es sollten in den Schulen so viele Schülerinnen und Schüler, wie nach Raumkapazität und unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln möglich, am Präsenzunterricht teilnehmen. Denn auch wenn diesen Schülern noch einige Zeit bis zu ihrem Abschluss bevorsteht, müssen trotzdem Wissensgrundlagen geschaffen werden.“

Sobald feststeht, wann Stufe 3 startet, muss es eine Neubewertung der Lage geben, auf deren Grundlage Maßnahmen in Bezug auf Leistungsbewertung und inhaltliche Schwerpunktsetzung getroffen werden, die sich an den aktuellen Maßnahmen für Stufe 2 orientieren.

Zur häuslichen Lernzeit

Es gibt zwischen den Schulen und Schularten Unterschiede im Umfang der Unterrichtsinhalte zum Selbststudium, aber auch in Bezug auf die Art der Wissensvermittlung. Einige Lehrer legen den Fokus auf vollständige Tafelbilder im Hefter Ihrer Schülerinnen und Schüler, andere wiederum auf reine Übungsaufgaben.

Wir appellieren dabei an die Lehrer, dass sich das Aufgabenpensum an der übliche Unterrichtszeit orientieren muss und dies weder übersteigen, noch unterschreiten sollte, um einen optimalen Lernerfolg zu erzielen. Auch digitale Vermittlungsmöglichkeiten wie Videokonferenzen, können zielführend sein, wenn diese wie eine gewöhnliche Unterrichtsstunde strukturiert werden.

Darüber hinaus sollten Unterrichtsmaterialien immer wochenweise zum Zeitpunkt der Unterrichtsstunde an die Schüler verteilt und von diesen bearbeitet werden. Dadurch behalten die Schülerinnen und Schüler den Überblick und können sich den Tag entsprechend ihres regulären Stundenplans einteilen. Ein umfangreiches Feedback der Lehrer zu den erarbeiteten Aufgaben kann zudem hilfreich sein, um etwaige Lernfehler auszuschließen.

Rücksichtnahme auf sozial benachteiligte Schüler

In den vergangenen Tagen gab es den Vorschlag mehrerer Stadträte, darauf angewiesenen Familien Laptops und Internetzugänge seitens der Stadt Dresden für die häusliche Lernzeit zur Verfügung zu stellen.

Der Internetzugang, sowie der Besitz eines entsprechenden Endgeräts, wie Laptop oder Tablet, sind zurzeit die Grundlagen für einen schnellen Austausch von Unterrichtsmaterialien, Aufgaben, Fragen und Lösungen zwischen Schülern und Lehrern in der häuslichen Lernzeit. Zwar ist dies auch ohne Internetzugang z.B. über den Postweg möglich, aber bedeutend langsamer und umständlicher. Wir unterstützen diesen Vorschlag der Stadträte ausdrücklich und ziehen auch eine zunehmende Nutzung der digitalen Arbeitsplätze in den Dresdner Bibliotheken in Betracht, soweit hygienische Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden können.

Unser Vorsitzender dazu: „Auch in so einer schwierigen Situation, wie wir sie aktuell haben, muss die Bildungsgerechtigkeit in Deutschland und somit auch in Dresden gewährleistet sein. Für sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler dürfen durch die Corona-Krise keine Nachteile entstehen.“

Als Pressemitteilung zum Download

Stellenausschreibung: Foto-/ Videograf ab Juni 2020

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Stellenbeschreibung:

Du bist Schülerin oder Schüler an einer Dresdner Schule oder angehende/r Student*in und hast eine Leidenschaft für Fotografie, Videodreh und Journalismus? Perfekt, denn wir suchen eine/n Foto- und Videografen*in auf ehrenamtlicher Basis, der oder die uns bei unseren zahlreichen Veranstaltungen begleitet und diese medial festhält und aufbereitet.

Der StadtSchülerRat Dresden ist die gewählte und gesetzlich legitimierte Vertretung der Dresdner Schülerinnen und Schüler gegenüber der Kommunalpolitik. Damit einhergehend sind wir Gast und Gastgeber von zahlreichen Veranstaltungen, die wir natürlich festhalten wollen.

Deine Aufgabe als Foto-/Videograf ist es auf diesen Veranstaltungen hochwertige Bilder und Videos zu machen, welche den StadtSchülerRat und die Veranstaltung bestmöglich repräsentieren. Anschließend bearbeitest du diese für unsere Vertriebskanäle, wie Social Media, Pressemitteilungen und unsere Website.

Des weiteren bist du unser Ansprechpartner und Creator für kreativen Grafiken, wie Veranstaltungslogos oder Übersichten. Zusammen mit unserem Öffentlichkeitsbeauftragten bist du für die Außenwirkung des StadtSchülerRates Dresden verantwortlich.

Was wir von dir erwarten:

  • Erfahrungen im Bereich Fotografie und Videodreh
  • Kenntnisse im Umgang mit professioneller Grafikbearbeitung, z.B. Adobe
  • zeitliche Flexibilität im Schul-/Studienalltag (Freistellung für Veranstaltungen des StadtSchülerRats 1-2 mal im Monat)
  • nach Möglichkeit privates Hardware-Equipment
  • Du bist aufgeschlossen, kreativ, teamfähig und hast Spaß an dem was du machst

Was wir dir bieten:

  • einen umfassenden Einblick in die Arbeit des StadtSchülerRates, die Kommunalpolitik Dresdens und Landespolitik Sachsens
  • ein attraktives Anerkennungsschreiben für deine zukünftigen Bewerbungen
  • erhalt des bundesweit anerkannten Jugend-Presseausweis
  • das Zurverfügungstellen von professioneller Bearbeitungssoftware und ggf. Hardware (auch für private Projekte)
  • selbstständiges Arbeiten in einem jungen, dynamischen Team bestehend aus ausschließlich Schülerinnen und Schülern

Interesse geweckt? Deine Bewerbung:

Wir freuen uns auf deine Bewerbung bis zum 20.05.2020 an buero@ssr-dresden.de mit dem Betreff: Bewerbung Foto-/Videograf: Dein Name

Deine Bewerbung sollte enthalten:

  • ein kurzes persönliches Anschreiben (1 Seite)
  • eine Übersicht deiner Erfahrungen und Kenntnisse insbesondere im Bereich Fotografie, Videodreh und Grafikbearbeitung
  • ausgewählte Eigenproduktionen von Fotos (mind. 8), Videos (mind. 3) und ggf. Grafiken (mind. 2)

Fahrplan für weitere Öffnung der Schulen

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz hat heute einen Fahrplan zur weiteren Öffnung der Schulen vorgestellt. 

Das Wichtigste zusammengefasst:

Öffnung der Schulen ab dem 6. Mai für: 

  • 4. Klassenstufe an Grund- und Förderschulen
  • 8. Klassenstufe im Hauptschulbildungsgang der Oberschulen
  • 9. Klassenstufe im Realschulbildungsgang der Oberschulen
  • Klassenstufen 8 und H 9 an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen
  • Jahrgangsstufe 11 der allgemeinbindenden Gymnasien
  • Jahrgangsstufe 12 der berufsbildenden Gymnasien
  • Berufliche Bildungsgänge mit Prüfungen im nächsten Jahr

Ablauf an den Schulen ab dem 6. Mai

  • Klassen, Gruppen und Kurse werden räumlich und zeitlich voneinander getrennt
  • Hygieneregeln und Abstandsgebote müssen eingehalten werden
  • kein vollumfänglicher Präsenzunterricht an den Schulen möglich
  • Lernzeiten außerhalb der Schule vor allem zur Übung, Festigung und Vertiefung des Unterrichtstoffes weiterhin notwendig
  • Schulen könnten eigenverantwortlich die Präsenzzeiten mit Bezug zur Stundentafel festlegen
  • Von der Mindestanzahl der Klassenarbeiten und Klausuren kann abgewichen werden

Mitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus:

Schülerinnen und Schüler aller Vorabschlussklassen der Gymnasien, Berufsbildenden Schulen, Oberschulen und Förderschulen sollen ab dem 6. Mai wieder ihre Schulen besuchen. Ebenfalls geöffnet werden sollen zu diesem Termin die 4. Klassen an Grund- und Förderschulen.

„Wir wollen damit den Schülerinnen und Schülern, die Chance geben, sich auf ihren Abschluss im kommenden Schuljahr vorzubereiten“, teilte Kultusminister Christian Piwarz am Dienstag, den 28. April mit. Eine entsprechende Allgemeinverfügung wird das Kabinett voraussichtlich am Donnerstag (30. April) beschließen.

Die Wiederaufnahme des Unterrichts in der Primarstufe zunächst in der 4. Klassenstufe ist damit begründet, dass die ältesten Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter am ehesten Abstands- und Hygieneregel einhalten können.

Die schrittweise Öffnung der Schulen betrifft neben der 4. Klassenstufe an Grund- und Förderschulen auch die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassenstufe im Hauptschulbildungsgang und der 9. Klassenstufe im Realschulbildungsgang der Oberschulen. Sie betrifft ferner an den Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen die Klassenstufen 8 und H 9 und an den Gymnasien die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11. An Beruflichen Gymnasien gilt dieses für die Jahrgangsstufe 12. Hinzukommen Schülerinnen und Schüler in beruflichen Bildungsgängen, die im nächsten Jahr ihre Prüfungen ablegen. Parallel finden für die Abschlussklassen weiterhin Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen statt.

Ausblick auf 3. Stufe der Öffnung

Mit der Aufnahme des Unterrichts in den vierten Klassen und den Abschluss- und Vorabschlussklassen ist es für den Kultusminister nicht getan. „Ich schätze zwar ein, dass mit einem Normalbetrieb bis zum Ende des Schuljahres nicht mehr zu rechnen ist, aber wir denken dennoch über eine weitere Öffnung der Schulen nach. In einer dritten Stufe wollen wir für die übrigen Schülerinnen und Schüler den Unterricht an den Schulen eröffnen. Dabei denken wir an einen Wechsel aus Präsenzzeiten an der Schule und häuslichen Lernzeiten. Wir streben an, dass alle Schülerinnen und Schüler, wenn die Lage es zulässt, möglichst mindestens einmal in der Woche im Unterricht an der Schule sein können. Um die Gesundheit aller zu schützen, müssen dabei zwingend die Maßgaben des Infektionsschutzes bedacht werden, um eine Ausbreitung des Virus weiter einzudämmen“, so Kultusminister Christian Piwarz.

Kultusminister Christian Piwarz stellte zudem klar, dass für die Schülerinnen und Schüler der Abschluss- und Vorabschlussklassen kaum vollumfänglich Präsenzunterricht stattfinden kann. „Klassen, Gruppen und Kurse müssten räumlich und zeitlich voneinander getrennt werden. Nur so können die strengen Hygieneregeln und Abstandsgebote eingehalten werden. Mit der schrittweisen Öffnung der Schulen wollen wir aber wenigstens wieder eine regelmäßige Interaktion zwischen Schülerinnen und Schülern sowie ihren Lehrerinnen und Lehrern ermöglichen.“ Jedoch sei eine zur Stundentafel adäquate Unterrichtspräsenz nicht immer möglich. „Deshalb werden auch künftig Lernzeiten außerhalb der Schule vor allem zur Übung, Festigung und Vertiefung des Unterrichtstoffes notwendig bleiben. Präsenzzeiten und Lernzeiten gut aufeinander abzustimmen, ist die Aufgabe, vor der jede einzelne Schule jetzt steht“, so der Minister. Die Unterschiede der konkreten Bedingungen an den Schulen seien so groß, dass letztendlich nur vor Ort der Wechsel zwischen Lernzeiten zu Hause und Präsenzzeiten an der Schule geplant werden könnten. Das Kultusministerium wird die Schulen dabei mit weiteren Hinweisen in der kommenden Woche unterstützen. „Bei der Planung des wiederbeginnenden Unterrichts sollten Lehrerinnen und Lehrer sensibel mit sozial-emotionalen Auswirkungen des Lernens zu Hause umgehen, um die Schülerinnen und Schüler behutsam wieder an den schulischen Alltag heranzuführen“, so Kultusminister Christian Piwarz.

Die Schulen könnten eigenverantwortlich die Präsenzzeiten mit Bezug zur Stundentafel festlegen. Die Umsetzung der Lehrplanziele stehe nicht im Vordergrund. „Lehrerinnen und Lehrer entscheiden auf Grund der pädagogischen Situation, welche inhaltlichen Schwerpunkte sie für die in der verbleibenden Unterrichtszeit setzen (s. auch „Hinweise zum Lernen und Unterrichten“ im SMK-Blog unter www.bildung.sachsen.de/blog). Lehrkräfte sollten zudem besonders sensibel bei der Bewertung und Benotung von Leistungen vorgehen. Von der Mindestanzahl der Klassenarbeiten und Klausuren könne abgewichen werden.