Anmeldung 1. Vollversammlung SJ 20/21

Liebe Schülersprecherin, lieber Schülersprecher,
liebe Stellvertreterin, lieber Stellvertreter,

wir gratulieren euch zu Eurer neuen verantwortungsvollen Aufgabe als Schülersprecher/in und freuen uns auf ein produktives Schuljahr 2020/21 mit Euch.

Der StadtSchülerRat Dresden lädt Euch hiermit zur 1. Vollversammlung im Schuljahr 2020/21 am 16.10.2020, von 9:00 bis 15:00 Uhr in den Plenarsaal des Neuen Rathaus Dresden recht herzlich ein.

Was erwartet Euch zur Vollversammlung? – Tagesordnung

TOP 1 Begrüßung
TOP 2 Abstimmung der Tagesordnung
TOP 3 Rechenschaftsbericht des Vorsitzes
TOP 4 Wahlen
TOP 5 Vorstellung Kinder- und Jugendbeauftragte
TOP 6 Geschäftsordnungsänderungen
TOP 7 Vorstellung von Projekten und Organisationen
TOP 8 Ausblick
TOP 9 Arbeitsphase
TOP 10 Vorstellung der Arbeitsergebnisse
TOP 11 Verabschiedung

Willst auch du dich für Dresdens Schüler engagieren?

Zu unserer Vollversammlung werden folgende Ämter neu gewählt:

  • 1 Vorsitz
  • 1 stellvertretender Vorsitz
  • 1 Landesdelegierte bzw. ein Landesdelegierter (Nachwahl).

Falls Ihr anders bei uns mitwirken wollt besteht die Möglichkeit Berater des Vorstandes zu werden. Sendet uns dazu einfach ein kurzes Motivationsschreiben, Lebenslauf mit Lichtbild und Kontaktdaten an: buero@ssr-dresden.de. Zudem suchen wir derzeit einen Fotografen (m/w/d) bzw. Mediengestalter auf ehrenamtlicher Basis für unsere Öffentlichkeitsarbeit. Falls Du also Interesse und Erfahrung in Sachen Fotografie und Social Media hast, schreib uns gern. Wir freuen uns auf Eure Bewerbung!

Falls Euch selbst eine Teilnahme nicht möglich ist, wäre es schön, wenn Ihr einen anderen Schüler Eurer Schule als Vertreter entsendet, sodass bis zu zwei Vertreter Eurer Schule anwesend sind.

Schülersprecher sind laut Schülermitwirkungsverordnung (SMVO) für die Teilnahme an den Sitzungen des Stadtschülerrates vom Unterricht freizustellen. Die Einladung ist Euren Klas-senlehrern bzw. Tutoren vorzulegen und gilt gleichzeitig als Bitte um Freistellung.

Bitte beachtet folgende notwendige Hygienemaßnahmen:

  • Nur ein Vertreter pro Schule darf anwesend sein
  • Es gilt die Mund-und Nasen-Bedeckungspflicht beim Betreten und während des Aufenthaltes in den Objekten der Landeshauptstadt Dresden
  • In den Veranstaltungsräumen ist eine Mund- und Nasenbedeckung bei Einhaltung der Abstandsregeln nicht erforderlich
  • Bitte bleibt der Veranstaltung fern, wenn Ihr euch krank fühlt oder in Kontakt zu einer mit SARS-CoV-2 infizierten Person steht/stand und seit dem letzten Kontakt noch nicht 14 Tage vergangen sind

Hier könnt Ihr euch als Schülersprecher zur Vollversammlung anmelden:

Dresdens Schulalltag mit Corona – eine Zwischenbilanz

Pressemitteilung: Dresdens Schulalltag mit Corona – eine Zwischenbilanz

Als Pressemitteilung zum Download

Das Schuljahr 2019/20 endete angesichts der Corona Pandemie unter besonders erschwerten Bedingungen für Schüler, Lehrer und Eltern. Eine wochenlange Schulschließung und ein anschließender Wechsel aus Präsenzunterricht und häuslicher Lernzeit erforderte von allen Beteiligten ein außergewöhnliches Engagement. Dank des schülerorientierten Agierens des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus konnten jedoch die Auswirkungen der Pandemie auf Schülerinnen und Schüler weitgehend eingedämmt werden. Nun gilt es den Fokus auf das neue Schuljahr zu legen, Zurückgebliebenes aufzuarbeiten und den Regelbetrieb unter zumutbaren Bedingungen wieder aufzunehmen.

Der Rückblick

Kultusminister Piwarz hat von Beginn an der Krise immer wieder betont, dass die Abschlussprüfungen unverändert stattfinden sollen und so für klare Verhältnisse gesorgt. Schulen bekamen durch die kostenlose und unbürokratische Bereitstellung von „LernSax“ Unterstützung in der Umsetzung der häuslichen Lernzeit. Mit der Vorstellung des Drei-Stufen-Plans im April wurde allen Schülern eine Perspektive gegeben und eine zeitnahe Rückkehr zum unverzichtbaren Präsenzunterricht ermöglicht. Die darauffolgende Sonderregelung zur Notenvergabe, schulindividuelle Hygienemaßnahmen und die Möglichkeit zum Aufarbeiten von Lernbereichen in freiwilligen Konsultationen in den Sommerferien sorgten dafür, dass dies kein verlorenes Halbjahr war.

Jack Müller Vorsitzender StadtSchülerRat Dresden

„Sachsen hat seine Schülerinnen und Schüler nicht im Stich gelassen – im Gegenteil. Das Kultusministerium hat die Schülerinteressen in den Vordergrund seiner teils kritisierten Entscheidungen gestellt und damit dem Prüfungsjahrgang 2020 einen vollwertigen Abschluss gesichert. Die zeitnahe Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts in allen Klassenstufen war keine einfache, aber die richtige Entscheidung und verhinderte größere Wissenslücken in der häuslichen Lernzeit. Der Präsenzunterricht fand an Dresdner Schulen unter höchstmöglichem Infektionsschutz und im größtmöglichen Umfang statt. Dafür danken wir allen Beteiligten“, so der Stadtschülersprecher Jack MÜLLER.

Festgestellte Defizite

Trotz des beispielgebenden Krisenmanagements des Kultusministeriums zeigt die Corona Pandemie wesentliche Defizite bei der Digitalisierung von Dresdner Schulen auf. Gerade zu Beginn der häuslichen Lernzeit war es vielen Schulen nur unzureichend oder gar nicht möglich, Unterrichtsinhalte digital zu vermitteln. Es fehlten technische Voraussetzungen und IT-Kenntnisse, sowohl bei Schülerinnen und Schülern als auch bei Schulen und Lehrern. MÜLLER dazu: „Es gibt Dresdner Schulen, die nicht einmal eine eigene Website oder E-Mail-Adressen für die Lehrer besitzen. Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch einige, die bereits seit Jahren mit eigens entwickelter Software und mobilen Apps arbeiten. Diese Diskrepanz wirkte sich sehr auf die Qualität des Lernens im Homeoffice aus.“

Ferner gilt es nun, schülerindividuell Wissensrückstände aufzuspüren und aufzuarbeiten. Denn trotz frühzeitiger Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts, gibt es eine nicht zu vernachlässigende Anzahl von Schülern, die im Homeoffice keine optimalen Lernerfolge erzielen konnten.

Der Ausblick

Im Laufe des nächsten Schuljahres muss darauf geachtet werden, ob alle prüfungsrelevanten Themen entsprechend des im Lehrplan festgelegten Umfangs behandelt werden können. Sollte sich dabei herausstellen, dass es insbesondere in den Prüfungsjahrgängen schulübergreifend bedeutende Wissensrückstände gibt, so muss es aus Sicht des SSR Dresden einen verhältnismäßigen Nachteilsausgleich bei den Abschlussprüfungen 2021 geben. Das Schuljahr 2020/21 bietet jedoch noch einige Zeit, um zu kurz gekommene Lernbereiche zu festigen. Demzufolge sehen wir im Moment keine Notwendigkeit, Maßnahmen zu treffen. Entscheidend dafür sollte aber der Wissensstand der Schülerinnen und Schüler am Ende des 1. Halbjahres sein.

Mit der Umsetzung des Vier-Stufen-Plans wurde eine adäquate Lösung für die Wiederaufnahme des Normalbetriebs gefunden. Dass vom Kultusministerium bewusst Möglichkeiten zur individuellen Umsetzung der Infektionsschutzmaßnahmen geschaffen werden, ist eine flexible Methode, damit Schulen unter anderem auf ihre baulichen Besonderheiten Rücksicht nehmen können. Jedoch lehnen wir zugleich eine Mas- kenpflicht während des Unterrichts strikt ab.

„Die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Unterricht, wie sie derzeit beispielsweise in Nordrhein-Westfalen besteht, ist lebensfern. Schüler werden in ihrer Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit nachhaltig eingeschränkt und erzielen folglich weniger Lernerfolge. Auch unter Beachtung der Sächsi- schen Corona-Schulstudie und den aktuellen Infektionszahlen in Dresden, wäre eine Maskenpflicht im Unterricht unverhältnismäßig und überreagiert. Wir fordern die Dresdner Schulleitungen deshalb eindringlich dazu auf, von einer Maskenpflicht im Unterricht abzusehen“, so MÜLLER, „Es ist effektiver, es sitzt nur die halbe Anzahl an Schülern ohne Masken im Unterricht, statt die Ganze mit Maske.“

Sollten die Infektionszahlen wieder steigen und verschärfte Hygienemaßnahmen erforderlich werden, wäre zunächst eine Rückkehr zum zeitweisen Wechsel aus Präsenzunterricht und Homeoffice an betroffenen Schulen sinnvoll, wie es bereits vor den Sommerferien der Fall war. Um auf eine mögliche Rückkehr in die häusliche Lernzeit besser vorbereitet zu sein, sollten Schulen, Schulträger und Land ihr Angebot an digitalen Unterrichtsmöglichkeiten und technischer Ausstattung von Schülern und Lehrern erweitern.

Anmeldung zur 4. Vollversammlung

4. Vollversammlung 19/20 am 30.05.2020 14:00 Uhr

In den letzten Wochen hat sich im Rahmen der Corona-Pandemie viel verändert, auch die Schule. Wir möchten uns mit euch über die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen in den Schulen austauschen, Feedback von der Situation vor Ort bekommen und gemeinsam Lösungsansätze diskutieren.

Die 4. Vollversammlung des StadtSchülerRats Dresden findet aufgrund der Corona-Pandemie virtuell über Zoom und YouTube statt.

Für Dresdner Schülersprecher/innen

Wir bitten Schülersprecher/innen bzw. stellvertretende Schülersprecher/innen Dresdner Schulen an der virtuellen Vollversammlung mit der kostenlosen Videokonferenzlösung „Zoom“ teilzunehmen, damit sie als stimmberechtigte Mitglieder des SSRs ihr Rede- und Stimmrecht wahrnehmen können. Dazu bitten wir euch „Zoom“ kostenlos herunterzuladen und euch mit eurer E-Mail Adresse zu registrieren .

Für alle Schülerinnen und Schüler

Parallel wird es einen LIVE Stream der Videokonferenz auf dem YouTube-Channel des StadtSchülerRats Dresden geben. Dafür ist keine Anmeldung erforderlich. Fragen können ebenfalls gestellt werden.

Hier könnt ihr euch als Schülervertreter kostenlos zu unserer virtuellen Videokonfernz anmelden. Via Email erhaltet ihr dann die Zugangsdaten für die Zoom-Konferenz:

 

 

Wiederaufnahme des Unterrichts in allen Schulklassen

Präsenzunterricht in allen Klassenstufen ab 18.05.2020

Ein eingeschränkter Regelbetrieb von Schulen und Einrichtungen der Kindertagesbetreuung ist ab dem 18. Mai wieder möglich. Eine entsprechende Allgemeinverfügung hat das Sächsische Kabinett vergangene Woche beschlossen.

Was sich ändert:

  • Ab dem 18.05 gibt es Unterricht in der Schule für alle Klassenstufen
  • Allen Klasse sollen min. 1 Tag pro Woche in der Schule sein
  • In der restlichen Zeit ist weiterhin Homeoffice
  • es gibt in den Schulen besondere Hygienevorschriften und einen anderen Stundenplan

Was jetzt Wichtig ist:

  • Deine Schule legt fest, welche Klassen wann in der Schule Unterricht haben
  • Achte auf Infos Deiner Schulleitung und vom Klassenlehrer! Sie sagen Dir ob und wann du Unterricht hast und informieren Dich über Hygienemaßnahmen
  • Ein Großteil der Zeit wird weiterhin Unterricht im Homeoffice bleiben

Allgemeine Hygieneregeln

Zugang zu den Einrichtungen haben nur Personen ohne SARS-CoV-2-Infektion und ohne die bekannten Krankheitssymptome. Zeigt eine Person Symptome, die auf eine SARS-CoV-2-Infektion hindeuten, kann ihr der Zugang zur Einrichtung verweigert werden. Von allen Personen in den Einrichtungen wird erwartet, dass sie die bekannten Hygieneregeln, wie regelmäßiges Händewaschen und die Husten- und Niesetikette, beachten.

Regelungen zum Schulbetrieb

Für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 10) und für Schüler der Sekundarstufe II (Jahrgangsstufen 11 und 12) einschließlich der berufsbildenden Schulen, werden im Wechsel von Präsenzunterricht an der Schule und häuslicher Lernzeit unterrichtet. Die nähere Ausgestaltung dieses Wechsel-Modells obliegt der Schulleitung.

Während des Präsenzunterrichts in den Sekundarstufen ist sicherzustellen, dass im Klassenraum zwischen den anwesenden Schülerinnen und Schülern ein Mindestabstand von eineinhalb Metern besteht und die allgemeinen Hygiene-Richtlinien eingehalten werden. Dasselbe gilt für den Aufenthalt auf dem gesamten Schulgelände.

Die Klassenlehrerin bzw. der Klassenlehrer kann im Einvernehmen mit der Schulleitung für besondere Unterrichtssequenzen, insbesondere die Durchführung von Experimenten, anordnen, dass im Klassenraum während des Unterrichts eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen ist. Die Schulleitung kann zudem anordnen, dass außerhalb der Unterrichtsräume eine solche Bedeckung zu tragen ist. Die Schülerin bzw. der Schüler ist verpflichtet, auf dem Schulgelände stets eine Mund-Nasen-Bedeckung bei sich zu führen.

Diejenigen Schülerinnen und Schüler, die nicht am Präsenzunterricht teilnehmen, erfüllen die Schulpflicht im Rahmen der häuslichen Lernzeit. Die Schulbesuchspflicht wird insoweit ausgesetzt. Schülerinnen und Schülern in häuslicher Lernzeit ist es untersagt, das Schulgelände zu betreten oder in sonstiger Weise den persönlichen Kontakt mit der Schule oder den Lehrkräften zu suchen.

Stellungnahme zum Stufensystem der Schulöffnung

Stellungnahme zum Fahrplan des Kultusministeriums für die weitere Öffnung der Schulen

Als Pressemitteilung zum Download

Am 28.04.2020 stellte das Sächsische Ministerium für Kultus einen Fahrplan für die weitere Öffnung der Schulen vor. In diesem wird die Wiederaufnahme des Unterrichts in den Vorabschlussklassen (Stufe 2) ab dem 06. Mai geregelt, sowie ein Ausblick auf Stufe 3, die Wiedereingliederung aller Klassenstufen in den Schulbetrieb gegeben.

Jack Müller Vorsitzender StadtSchülerRat Dresden

Der StadtSchülerRat Dresden (SSR) begrüßt die Entscheidung des Kultusministeriums, jetzt den Fokus auf die Vorabschlussklassen zu legen. „In den Abschlussklassen 2021 wird gegenwärtig prüfungsrelevanter Unterrichtsstoff von den Schülerinnen und Schülern selbst erarbeitet, der im Präsenzunterricht mit einem Lehrer wiederholt und gefestigt werden muss“, so unser Vorsitzender Jack Müller, „Nur so kann eine Prüfungsfähigkeit 2021 gewährleistet werden.“

Stufe 2: Unterricht in den Vorabschlussklassen ab 06. Mai

Wir sprechen uns dafür aus, dass eine behutsame Wiederaufnahme des Unterrichts erfolgt, bei der das Reflektieren der selbst erarbeiteten Unterrichtsinhalte im Vordergrund steht. Insbesondere in den Leistungs- sowie Grundkursen Mathe und Deutsch an den Gymnasien und den Prüfungsfächern an der Oberschule, sollte so viel Präsenzunterricht stattfinden, wie unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes möglich ist.

Jack dazu: „Der persönliche Schüler-Lehrer Kontakt ist essenziell für die Wissensvermittlung. Es darf nicht passieren, dass gleich in den ersten Präsenzstunden Leistungserhebungen geschrieben werden, ohne dass der eigenständig erworbene Unterrichtsstoff rekapituliert wird.“

Stufe 2: Bewertung in den Vorabschlussklassen ab 06. Mai

Der SSR Dresden befürwortet die neuen, so geforderten Maßnahmen des Kultusministeriums zur Eindämmung des Leistungsdrucks. Dahingehend gibt es am Gymnasium nun die Möglichkeit, Leistungskurse mit nur einer Klausurleistung und Grundkurse auch ausschließlich auf Grundlage sonstiger erbrachten Leistungen zu bewerten. Zudem muss die Mindestanzahl an Klassenarbeiten an der Oberschule nicht erfüllt werden. Darüber entscheiden die Fachkonferenzen an den jeweiligen Schulen jedoch selbst.

Wir fordern hier eine einheitliche Regelung für Schulen der gleichen Schulart. Demnach soll es eine Festlegung von genau einer Klausurnote im Leistungskurs am Gymnasium geben und eine generelle Bewertung der Grundkurse ohne Klausurnoten in diesem betroffenen Halbjahr 2020. Auch an den Oberschulen bedeutet dies eine Festlegung von genau einer Klassenarbeit im 2. Halbjahr in den Hauptfächern. In allen sonstigen und mehrstündigen Fächern sollte die Bewertung ohne Klassenarbeiten und nur auf Grundlage sonstiger Noten erfolgen.

„Die Bedingung einer Vergleichbarkeit zwischen den Abschlüssen wurde durch den Kultusminister in den letzten Wochen immer wieder betont. Wir sehen diese Vergleichbarkeit insbesondere beim Abitur 2021 bedroht, wenn jede Schule eigene Klausuranzahlen festlegt“, so Jack Müller, „Das verändert und individualisiert das Zustandekommen der Kurshalbjahresnoten, welche in die Abiturdurchschnittsnote einfließen. An den Oberschulen hat diese Maßnahme des Kultusministeriums zwar keinen direkten Einfluss auf die Prüfungsnote, stellt aber eine Diskrepanz gegenüber Schülerinnen und Schülern verschiedener Schulen dar.“

Nur an den Berufsschulen, unter Ausnahme der beruflichen Gymnasien, ist unserer Ansicht nach eine flexible Notengebung zielführend, da dort auf die individuellen Gegebenheiten der Schulen in Bezug auf das Unterrichtssystem Rücksicht genommen werden muss.

Abstands- und Hygieneregeln bei Wiederaufnahme des Schulbetriebs

Als Leitfaden für Maßnahmen hinsichtlich des Infektionsschutzes an Schulen, nennt das Kultusministerium den Rahmenhygieneplan aus dem Jahr 2008 gemäß §36 Infektionsschutzgesetz. Darin vorgesehen sind unter anderem die Kontaktvermeidung durch Abstandsregelung, eine sinnvolle und intensive Händehygiene, die häufige Lüftung der Klassenräume und ein regelmäßiges Reinigen von Oberflächen, wie Tischen und Stühlen, sowie der Böden. Demnach müssen Schülerinnen und Schüler nach Betreten des Schulgebäudes gründlich die Hände waschen und darüber hinaus im Schulhaus einen Mundschutz tragen. Die Umsetzung dieser Maßnahmen sollte unter Berücksichtigung schulspezifischer Besonderheiten erfolgen, die Entscheidung über den Maßnahmenplan obliegt hierbei den Schulleitungen.

Dass vom Kultusministerium bewusst Möglichkeiten zur individuellen Umsetzung der Infektionsschutzmaßnahmen geschaffen werden, ist eine flexible Methode, damit Schulen unter anderem auf ihre baulichen Besonderheiten Rücksicht nehmen können. Sogleich betonen wir aber, dass der Schulbetrieb nur unter zwingender Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln stattfinden darf.

Jack dazu: „Wir konnten uns in der vergangenen Woche persönlich davon überzeugen, dass die Umsetzung der Maßnahmen zum Infektionsschutz an den Schulen gut und effektiv möglich ist. Hierbei appellieren wir sowohl an die Schulen, als auch an die Schülerinnen und Schüler, diese gewissenhaft einzuhalten. Kein Schüler oder Lehrer sollte Sorge um seine Gesundheit haben müssen. Bei entsprechenden Vorerkrankungen muss zudem die Möglichkeit bestehen, sich vom Präsenzunterricht freistellen zu lassen.“

Das Tragen einer Maske auf den Gängen im Schulgebäude erachten wir als sinnvoll, da hier die Abstandsregeln nicht immer zuverlässig eingehalten werden können. Allerdings stehen wir dafür ein, dass während des Unterrichts und auf dem Schulhof keine Maskenpflicht besteht, wenn der Sicherheitsabstand zwischen den Schülern gewährleistet werden kann. Schüler berichten, dass es beim Tragen einer Maske schwerer fällt, zu atmen und sich über einen längeren Zeitraum auf den Unterrichtsstoff zu konzentrieren. Des Weiteren ist es schwierig, durch eine Maske zu sprechen und Andere, wie bspw. den Lehrer über größere Distanz zu verstehen.

 

Konsultationen in den Sommerferien, Aufarbeiten der Lernbereiche und Nachteilsausgleich

In den vergangenen Wochen gab es immer wieder Diskussionen zu den Sommerferien 2020, angestoßen durch den Präsidenten des Deutschen Bundestages, Wolfgang Schäuble. In seiner Äußerung spricht er sich für eine Kürzung der Sommerferien 2020 aus und auch der sächsische Kultusminister hat bereits Überlegungen zur Nutzung der Sommerferien aufgestellt, um nicht behandelten Unterrichtsstoff aufzuarbeiten.

Joanna Kesicka Vorsitzende LandesSchülerRat Sachsen

Wir teilen hierzu die Position des LandesSchülerRats Sachsen, der sich klar für die Beibehaltung der Sommerferien 2020 positioniert. „Wir haben seit Mitte März Selbststudium, keinen Erholungsurlaub. Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich Inhalte, lösen Übungsaufgaben, verfassen Hausarbeiten. Schülerinnen und Schüler haben sich Ferien genauso verdient wie die Arbeitnehmer im Homeoffice ihren Urlaub“, so die Vorsitzende des LandesSchülerRats Joanna KESICKA.

Der SSR Dresden schlägt freiwillige Konsultations- und Übungsangebote in den Sommerferien vor, welche die Schülerinnen und Schüler individuell nutzen können. Jedoch dürfen keine Nachteile für Schüler entstehen, die diese Angebote nicht nutzen.

Zudem sollen Lernbereiche, welche in der verbleibenden Zeit nicht mehr behandelt werden können, im Schuljahr 2020/21 nachgeholt und vertieft werden. Bei den Abschlussklassen 2021 befürworten wir Überlegungen zu einem Nachteilsausgleich, da hier bereits das Schuljahr 2020/21 mit prüfungsrelevantem Unterrichtsstoff gefüllt ist. Eine gute Möglichkeit wäre, die Zweitkorrektur der Prüfungen an der gleichen Schule durchzuführen, wie es bereits bei den Abschlussjahrgängen 2020 der Fall ist oder das Verringern der prüfungsrelevanten Stoffdichte.

Stufe 3: Wiedereingliederung aller Klassenstufen in den Schulbetrieb

Laut Fahrplan des Kultusministeriums zur weiteren Öffnung der Schulen, ist voraussichtlich bis Ende des Schuljahres 2019/20 mit einem normalen Schulbetrieb nicht mehr zu rechnen. Vielmehr soll es einen Wechsel zwischen Präsenzunterricht und häuslicher Lernzeit geben, sodass jeder Schüler mindestens einmal pro Woche am Präsenzunterricht teilnehmen kann. Der Rhythmus aus Präsenzunterricht und häuslicher Lernzeit obliegt der Schule und orientiert sich dabei an den Maßnahmen zum Infektionsschutz. Ab wann Schülerinnen und Schüler, die nicht in Vorabschluss- oder Abschlussklassen sind, wieder Präsenzunterricht haben, steht noch nicht fest.

Wie bei den Abschlussklassen erachtet der SSR Dresden eine zeitnahe Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts als Notwendig, da dieser essenziell für die Wissensvermittlung ist. Auch in diesen Klassenstufen ist es notwendig, die selbst erarbeitete Unterrichtsinhalte zu wiederholen und zu festigen.

„Gerade jüngeren Schülern fällt es schwer, sich über einen längeren Zeitraum zu motivieren und sich eigenständig Unterrichtsstoff zu erschließen, weshalb der persönliche Schüler-Lehrer Kontakt unabdingbar ist“, so Jack, „Es sollten in den Schulen so viele Schülerinnen und Schüler, wie nach Raumkapazität und unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln möglich, am Präsenzunterricht teilnehmen. Denn auch wenn diesen Schülern noch einige Zeit bis zu ihrem Abschluss bevorsteht, müssen trotzdem Wissensgrundlagen geschaffen werden.“

Sobald feststeht, wann Stufe 3 startet, muss es eine Neubewertung der Lage geben, auf deren Grundlage Maßnahmen in Bezug auf Leistungsbewertung und inhaltliche Schwerpunktsetzung getroffen werden, die sich an den aktuellen Maßnahmen für Stufe 2 orientieren.

Zur häuslichen Lernzeit

Es gibt zwischen den Schulen und Schularten Unterschiede im Umfang der Unterrichtsinhalte zum Selbststudium, aber auch in Bezug auf die Art der Wissensvermittlung. Einige Lehrer legen den Fokus auf vollständige Tafelbilder im Hefter Ihrer Schülerinnen und Schüler, andere wiederum auf reine Übungsaufgaben.

Wir appellieren dabei an die Lehrer, dass sich das Aufgabenpensum an der übliche Unterrichtszeit orientieren muss und dies weder übersteigen, noch unterschreiten sollte, um einen optimalen Lernerfolg zu erzielen. Auch digitale Vermittlungsmöglichkeiten wie Videokonferenzen, können zielführend sein, wenn diese wie eine gewöhnliche Unterrichtsstunde strukturiert werden.

Darüber hinaus sollten Unterrichtsmaterialien immer wochenweise zum Zeitpunkt der Unterrichtsstunde an die Schüler verteilt und von diesen bearbeitet werden. Dadurch behalten die Schülerinnen und Schüler den Überblick und können sich den Tag entsprechend ihres regulären Stundenplans einteilen. Ein umfangreiches Feedback der Lehrer zu den erarbeiteten Aufgaben kann zudem hilfreich sein, um etwaige Lernfehler auszuschließen.

Rücksichtnahme auf sozial benachteiligte Schüler

In den vergangenen Tagen gab es den Vorschlag mehrerer Stadträte, darauf angewiesenen Familien Laptops und Internetzugänge seitens der Stadt Dresden für die häusliche Lernzeit zur Verfügung zu stellen.

Der Internetzugang, sowie der Besitz eines entsprechenden Endgeräts, wie Laptop oder Tablet, sind zurzeit die Grundlagen für einen schnellen Austausch von Unterrichtsmaterialien, Aufgaben, Fragen und Lösungen zwischen Schülern und Lehrern in der häuslichen Lernzeit. Zwar ist dies auch ohne Internetzugang z.B. über den Postweg möglich, aber bedeutend langsamer und umständlicher. Wir unterstützen diesen Vorschlag der Stadträte ausdrücklich und ziehen auch eine zunehmende Nutzung der digitalen Arbeitsplätze in den Dresdner Bibliotheken in Betracht, soweit hygienische Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden können.

Unser Vorsitzender dazu: „Auch in so einer schwierigen Situation, wie wir sie aktuell haben, muss die Bildungsgerechtigkeit in Deutschland und somit auch in Dresden gewährleistet sein. Für sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler dürfen durch die Corona-Krise keine Nachteile entstehen.“

Als Pressemitteilung zum Download

Stellenausschreibung: Foto-/ Videograf ab Juni 2020

Wir suchen dich!

Stellenbeschreibung:

Du bist Schülerin oder Schüler an einer Dresdner Schule oder angehende/r Student*in und hast eine Leidenschaft für Fotografie, Videodreh und Journalismus? Perfekt, denn wir suchen eine/n Foto- und Videografen*in auf ehrenamtlicher Basis, der oder die uns bei unseren zahlreichen Veranstaltungen begleitet und diese medial festhält und aufbereitet.

Der StadtSchülerRat Dresden ist die gewählte und gesetzlich legitimierte Vertretung der Dresdner Schülerinnen und Schüler gegenüber der Kommunalpolitik. Damit einhergehend sind wir Gast und Gastgeber von zahlreichen Veranstaltungen, die wir natürlich festhalten wollen.

Deine Aufgabe als Foto-/Videograf ist es auf diesen Veranstaltungen hochwertige Bilder und Videos zu machen, welche den StadtSchülerRat und die Veranstaltung bestmöglich repräsentieren. Anschließend bearbeitest du diese für unsere Vertriebskanäle, wie Social Media, Pressemitteilungen und unsere Website.

Des weiteren bist du unser Ansprechpartner und Creator für kreativen Grafiken, wie Veranstaltungslogos oder Übersichten. Zusammen mit unserem Öffentlichkeitsbeauftragten bist du für die Außenwirkung des StadtSchülerRates Dresden verantwortlich.

Was wir von dir erwarten:

  • Erfahrungen im Bereich Fotografie und Videodreh
  • Kenntnisse im Umgang mit professioneller Grafikbearbeitung, z.B. Adobe
  • zeitliche Flexibilität im Schul-/Studienalltag (Freistellung für Veranstaltungen des StadtSchülerRats 1-2 mal im Monat)
  • nach Möglichkeit privates Hardware-Equipment
  • Du bist aufgeschlossen, kreativ, teamfähig und hast Spaß an dem was du machst

Was wir dir bieten:

  • einen umfassenden Einblick in die Arbeit des StadtSchülerRates, die Kommunalpolitik Dresdens und Landespolitik Sachsens
  • ein attraktives Anerkennungsschreiben für deine zukünftigen Bewerbungen
  • erhalt des bundesweit anerkannten Jugend-Presseausweis
  • das Zurverfügungstellen von professioneller Bearbeitungssoftware und ggf. Hardware (auch für private Projekte)
  • selbstständiges Arbeiten in einem jungen, dynamischen Team bestehend aus ausschließlich Schülerinnen und Schülern

Interesse geweckt? Deine Bewerbung:

Wir freuen uns auf deine Bewerbung bis zum 20.05.2020 an buero@ssr-dresden.de mit dem Betreff: Bewerbung Foto-/Videograf: Dein Name

Deine Bewerbung sollte enthalten:

  • ein kurzes persönliches Anschreiben (1 Seite)
  • eine Übersicht deiner Erfahrungen und Kenntnisse insbesondere im Bereich Fotografie, Videodreh und Grafikbearbeitung
  • ausgewählte Eigenproduktionen von Fotos (mind. 8), Videos (mind. 3) und ggf. Grafiken (mind. 2)

Fahrplan für weitere Öffnung der Schulen

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz hat heute einen Fahrplan zur weiteren Öffnung der Schulen vorgestellt. 

Das Wichtigste zusammengefasst:

Öffnung der Schulen ab dem 6. Mai für: 

  • 4. Klassenstufe an Grund- und Förderschulen
  • 8. Klassenstufe im Hauptschulbildungsgang der Oberschulen
  • 9. Klassenstufe im Realschulbildungsgang der Oberschulen
  • Klassenstufen 8 und H 9 an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen
  • Jahrgangsstufe 11 der allgemeinbindenden Gymnasien
  • Jahrgangsstufe 12 der berufsbildenden Gymnasien
  • Berufliche Bildungsgänge mit Prüfungen im nächsten Jahr

Ablauf an den Schulen ab dem 6. Mai

  • Klassen, Gruppen und Kurse werden räumlich und zeitlich voneinander getrennt
  • Hygieneregeln und Abstandsgebote müssen eingehalten werden
  • kein vollumfänglicher Präsenzunterricht an den Schulen möglich
  • Lernzeiten außerhalb der Schule vor allem zur Übung, Festigung und Vertiefung des Unterrichtstoffes weiterhin notwendig
  • Schulen könnten eigenverantwortlich die Präsenzzeiten mit Bezug zur Stundentafel festlegen
  • Von der Mindestanzahl der Klassenarbeiten und Klausuren kann abgewichen werden

Mitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus:

Schülerinnen und Schüler aller Vorabschlussklassen der Gymnasien, Berufsbildenden Schulen, Oberschulen und Förderschulen sollen ab dem 6. Mai wieder ihre Schulen besuchen. Ebenfalls geöffnet werden sollen zu diesem Termin die 4. Klassen an Grund- und Förderschulen.

„Wir wollen damit den Schülerinnen und Schülern, die Chance geben, sich auf ihren Abschluss im kommenden Schuljahr vorzubereiten“, teilte Kultusminister Christian Piwarz am Dienstag, den 28. April mit. Eine entsprechende Allgemeinverfügung wird das Kabinett voraussichtlich am Donnerstag (30. April) beschließen.

Die Wiederaufnahme des Unterrichts in der Primarstufe zunächst in der 4. Klassenstufe ist damit begründet, dass die ältesten Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter am ehesten Abstands- und Hygieneregel einhalten können.

Die schrittweise Öffnung der Schulen betrifft neben der 4. Klassenstufe an Grund- und Förderschulen auch die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassenstufe im Hauptschulbildungsgang und der 9. Klassenstufe im Realschulbildungsgang der Oberschulen. Sie betrifft ferner an den Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen die Klassenstufen 8 und H 9 und an den Gymnasien die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11. An Beruflichen Gymnasien gilt dieses für die Jahrgangsstufe 12. Hinzukommen Schülerinnen und Schüler in beruflichen Bildungsgängen, die im nächsten Jahr ihre Prüfungen ablegen. Parallel finden für die Abschlussklassen weiterhin Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen statt.

Ausblick auf 3. Stufe der Öffnung

Mit der Aufnahme des Unterrichts in den vierten Klassen und den Abschluss- und Vorabschlussklassen ist es für den Kultusminister nicht getan. „Ich schätze zwar ein, dass mit einem Normalbetrieb bis zum Ende des Schuljahres nicht mehr zu rechnen ist, aber wir denken dennoch über eine weitere Öffnung der Schulen nach. In einer dritten Stufe wollen wir für die übrigen Schülerinnen und Schüler den Unterricht an den Schulen eröffnen. Dabei denken wir an einen Wechsel aus Präsenzzeiten an der Schule und häuslichen Lernzeiten. Wir streben an, dass alle Schülerinnen und Schüler, wenn die Lage es zulässt, möglichst mindestens einmal in der Woche im Unterricht an der Schule sein können. Um die Gesundheit aller zu schützen, müssen dabei zwingend die Maßgaben des Infektionsschutzes bedacht werden, um eine Ausbreitung des Virus weiter einzudämmen“, so Kultusminister Christian Piwarz.

Kultusminister Christian Piwarz stellte zudem klar, dass für die Schülerinnen und Schüler der Abschluss- und Vorabschlussklassen kaum vollumfänglich Präsenzunterricht stattfinden kann. „Klassen, Gruppen und Kurse müssten räumlich und zeitlich voneinander getrennt werden. Nur so können die strengen Hygieneregeln und Abstandsgebote eingehalten werden. Mit der schrittweisen Öffnung der Schulen wollen wir aber wenigstens wieder eine regelmäßige Interaktion zwischen Schülerinnen und Schülern sowie ihren Lehrerinnen und Lehrern ermöglichen.“ Jedoch sei eine zur Stundentafel adäquate Unterrichtspräsenz nicht immer möglich. „Deshalb werden auch künftig Lernzeiten außerhalb der Schule vor allem zur Übung, Festigung und Vertiefung des Unterrichtstoffes notwendig bleiben. Präsenzzeiten und Lernzeiten gut aufeinander abzustimmen, ist die Aufgabe, vor der jede einzelne Schule jetzt steht“, so der Minister. Die Unterschiede der konkreten Bedingungen an den Schulen seien so groß, dass letztendlich nur vor Ort der Wechsel zwischen Lernzeiten zu Hause und Präsenzzeiten an der Schule geplant werden könnten. Das Kultusministerium wird die Schulen dabei mit weiteren Hinweisen in der kommenden Woche unterstützen. „Bei der Planung des wiederbeginnenden Unterrichts sollten Lehrerinnen und Lehrer sensibel mit sozial-emotionalen Auswirkungen des Lernens zu Hause umgehen, um die Schülerinnen und Schüler behutsam wieder an den schulischen Alltag heranzuführen“, so Kultusminister Christian Piwarz.

Die Schulen könnten eigenverantwortlich die Präsenzzeiten mit Bezug zur Stundentafel festlegen. Die Umsetzung der Lehrplanziele stehe nicht im Vordergrund. „Lehrerinnen und Lehrer entscheiden auf Grund der pädagogischen Situation, welche inhaltlichen Schwerpunkte sie für die in der verbleibenden Unterrichtszeit setzen (s. auch „Hinweise zum Lernen und Unterrichten“ im SMK-Blog unter www.bildung.sachsen.de/blog). Lehrkräfte sollten zudem besonders sensibel bei der Bewertung und Benotung von Leistungen vorgehen. Von der Mindestanzahl der Klassenarbeiten und Klausuren könne abgewichen werden.

LandesSchülerRat: Sommerferien sind eine Erholungszeit für alle!

Position des LandesSchülerRats:

Der Präsident des Deutschen Bundestages, Wolfgang Schäuble, hat mit seinen Äußerungen die Diskussion zu den Sommerferien 2020 erneut angestoßen. Der Bundestagspräsident spricht sich hierbei für eine Kürzung der Sommerferien aus.

Joanna Kesicka, Vorsitzende Landesschülerrat Sachsen, ©LSR Sachsen

Wir sehen eine Kürzung der Ferien skeptisch. Ferien sind als Erholungs- und Regenerationszeiten gedacht, dieser Aspekte sollte nicht vergessen werden. Unsere Vorsitzende Joanna: „Die Wochen des Selbststudiums in Corona-Zeiten waren für alle Beteiligten anstrengend, auch die kommenden Wochen finden für viele Schülerinnen und Schüler nicht im normalen Schulbetrieb statt. Wir wollen klar sagen: Wir haben seit Mitte März Selbststudium, keinen Erholungsurlaub. Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich Inhalte, lösen Übungsaufgaben, verfassen Hausarbeiten. Schülerinnen und Schüler haben sich Ferien genauso verdient wie die Arbeitnehmer im Homeoffice ihren Urlaub.“

Natürlich werden die diesjährigen Sommerferien anders verbracht als 2019, vor allem, weil Urlaubsreisen nur eingeschränkt möglich sein dürften. „Auch 2020 sind die Sommerferien die Gelegenheit für Hobbys, Bewegung, Entspannung, im Rahmen dessen, was rechtlich möglich ist. Diese Zeit nach wochenlanger Quarantäne zu verkürzen, um den Unterricht, dessen Durchführung mit Blick auf den Infektionsschutz auch nicht einfach ist, zu verlängern, ist keine gute Idee“, so Joanna weiter.

„Auch uns sind die Probleme bewusst, die durch das Corona-Selbststudium entstanden sind. Dass Inhalte nachzuholen und zu festigen sind, steht außer Frage. Wir bezweifeln jedoch, dass einige Wochen verpflichtenden Unterrichts im Hochsommer bei 30° und wärmer die Lösung für alle sind.“, argumentiert Joanna.

Wir schlagen Alternativen vor: „Lehrkräfte aller Fächer sollten freiwillige Übungsaufgaben mit Lösungsvorschlägen für die Ferien verteilen“, so Joanna. Darüber hinaus halten wir eine freiwillige Teilnahme an einem verkürzten Sommerunterricht in den ersten beiden Ferienwochen für sinnvoll – wahlweise in der Schule oder Online. „Auch muss kritisch überprüft werden, welche Themen – gerade in den Nebenfächern – zwingend behandelt werden müssen, oder ob in dieser Sondersituation nicht auch die Stoffdichte verringert werden kann, insbesondere bei den Prüfungsjahrgängen 2021 und 2022.“, so unsere Vorsitzende abschließend.

Dennoch ist zu betonen, dass Lehrerinnen und Lehrer die Wiederholung und Evaluation von in der Quarantäne erlernten Unterrichtseinheiten in Betracht ziehen müssen, wenn die Schultore schrittweise wieder öffnen.

Pressemitteilung: Kein Notenstau für Schülerinnen und Schüler

Der StadtSchülerRat Dresden begrüßt die am 15. April getroffenen Entscheidungen der Sächsischen Staatsregierung zur Wiederöffnung der Schulen für alle Abschlussklassen und die Durchführung der Prüfungen. Es wurde eine suffiziente Lösung für alle Abschlussjahrgänge gefunden. Damit ist der Abschluss der “ersten Reihe” gesichert und es gilt nun den Fokus auf die “zweite Reihe”, die Abschlussjahrgänge 2021 zu richten. Wir sehen mit Sorge die zunehmend wachsende Anzahl an notwendigen Leistungserhebungen in anderen Klassenstufen.

„Selbst, wenn ein Teil der Schülerinnen und Schüler bereits ab 04. Mai wieder in die Schulen gehen kann, verbleiben ihnen gerade einmal elf Wochen bis zu den Sommerferien 2020. In dieser Zeit werden Klausuren, Klassenarbeiten, Tests und sonstige Leistungserhebungen für die Evaluierung der Zeugnisnoten fällig, welche eigentlich über 20 Wochen im 2. Halbjahr 19/20 verteilt gewesen wären“, so der Stadtschülersprecher Jack MÜLLER, „Das wird zu einem unverhältnismäßig hohen Leistungsdruck führen.“ 

Unsere Ausführliche Pressemitteilung dazu gibt es hier als PDF: Pressemitteilung 16.04.2020

Schulen für Abschlussklassen ab 22. April geöffnet/ Unterrichtsfreie Zeit bis mind. 3. Mai

Für die Schülerinnen und Schüler aller Abschlussklassen an den Gymnasien, Berufsbildenden Schulen, Oberschulen und Förderschulen werden die Schulen nach den Osterferien wieder öffnen. Das hat heute die Staatsregierung nach Abstimmung auf Bundesebene beschlossen. Für alle anderen Schülerinnen und Schüler gilt bis zum 03. Mai weiterhin die unterrichtsfreie Zeit. Ab 04. Mai wird es schrittweise eine Wiederaufnahme des normalen Schulbetriebs geben.

„Wir wollen damit den Schülerinnen und Schülern, die kurz vor ihren Prüfungen stehen, die Chance geben, sich auf ihren Abschluss gezielt vorzubereiten“, teilte Kultusminister Christian Piwarz mit. Ein regulärer Unterricht findet nicht statt. Im Vordergrund stehen die Vorbereitungen auf die Abschlussprüfungen. Die Schulen werden ab dem 20. April vorerst ausschließlich für das Personal geöffnet, welches zur Vorbereitung der Schüler auf ihre Prüfungen notwendig ist. Erst ab dem 22. April beginnt die eigentliche Prüfungsvorbereitung für die Schülerinnen und Schüler.

Auch die Abiturprüfungen finden wie geplant statt. Konsultationen sind hier schon ab dem 20. April möglich. „Die Abiturienten haben jahrelang auf den Moment ihres Abschlusses der Hochschulreife hingearbeitet. Wir sehen uns in der Pflicht, ihnen unter den schwierigen Bedingungen ein faires und bundesweit anerkanntes Verfahren für die Prüfungen zu ermöglichen. Im Interesse der Prüflinge, bieten wir die Möglichkeit, zwischen dem ersten und zweiten Prüfungstermin wählen zu können. Wer sich noch nicht ausreichend auf die Abiturprüfung vorbereitet sieht, kann somit auf den Zweittermin ausweichen und die zusätzliche Zeit für Konsultationen mit den Fachlehrern nutzen. Dass die diesjährigen Abiturprüfungen nicht nur für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch die Lehrerinnen und Lehrer eine besondere Herausforderung darstellen, ist uns bewusst“, so der Kultusminister. Die Abiturprüfungen in Sachsen starten nach den Osterferien am 22. April mit den schriftlichen Prüfungen in Evangelischer und Katholischer Religion. Es folgen die Prüfungen zum Graecum (23. April) und in Physik (24. April).

Alle weiteren Informationen zum Abitur 2020 und den Prüfungen an der Oberschule gibt es in unseren Beiträgen Sachsens Abitur 2020 und Prüfungen an den Oberschulen 

Der Minister machte zudem deutlich, dass für die Durchführung der Prüfungen und die Prüfungsvorbereitungen strenge Hygiene- und Abstandsregeln für Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler gelten, um den notwendigen Infektionsschutz zu gewährleisten. Dazu erhalten Schulen genaue Hinweise. „Wir haben auch die Risikogruppen im Blick und werden entsprechende Regelungen treffen und die Schulen darüber informieren“, betonte Piwarz.

Weitere verbindliche Informationen erhalten die Schülerinnen und Schüler in den kommenden Tagen von ihren Schulen.