Wiederaufnahme des Unterrichts in allen Schulklassen

Präsenzunterricht in allen Klassenstufen ab 18.05.2020

Ein eingeschränkter Regelbetrieb von Schulen und Einrichtungen der Kindertagesbetreuung ist ab dem 18. Mai wieder möglich. Eine entsprechende Allgemeinverfügung hat das Sächsische Kabinett vergangene Woche beschlossen.

Was sich ändert:

  • Ab dem 18.05 gibt es Unterricht in der Schule für alle Klassenstufen
  • Allen Klasse sollen min. 1 Tag pro Woche in der Schule sein
  • In der restlichen Zeit ist weiterhin Homeoffice
  • es gibt in den Schulen besondere Hygienevorschriften und einen anderen Stundenplan

Was jetzt Wichtig ist:

  • Deine Schule legt fest, welche Klassen wann in der Schule Unterricht haben
  • Achte auf Infos Deiner Schulleitung und vom Klassenlehrer! Sie sagen Dir ob und wann du Unterricht hast und informieren Dich über Hygienemaßnahmen
  • Ein Großteil der Zeit wird weiterhin Unterricht im Homeoffice bleiben

Allgemeine Hygieneregeln

Zugang zu den Einrichtungen haben nur Personen ohne SARS-CoV-2-Infektion und ohne die bekannten Krankheitssymptome. Zeigt eine Person Symptome, die auf eine SARS-CoV-2-Infektion hindeuten, kann ihr der Zugang zur Einrichtung verweigert werden. Von allen Personen in den Einrichtungen wird erwartet, dass sie die bekannten Hygieneregeln, wie regelmäßiges Händewaschen und die Husten- und Niesetikette, beachten.

Regelungen zum Schulbetrieb

Für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 10) und für Schüler der Sekundarstufe II (Jahrgangsstufen 11 und 12) einschließlich der berufsbildenden Schulen, werden im Wechsel von Präsenzunterricht an der Schule und häuslicher Lernzeit unterrichtet. Die nähere Ausgestaltung dieses Wechsel-Modells obliegt der Schulleitung.

Während des Präsenzunterrichts in den Sekundarstufen ist sicherzustellen, dass im Klassenraum zwischen den anwesenden Schülerinnen und Schülern ein Mindestabstand von eineinhalb Metern besteht und die allgemeinen Hygiene-Richtlinien eingehalten werden. Dasselbe gilt für den Aufenthalt auf dem gesamten Schulgelände.

Die Klassenlehrerin bzw. der Klassenlehrer kann im Einvernehmen mit der Schulleitung für besondere Unterrichtssequenzen, insbesondere die Durchführung von Experimenten, anordnen, dass im Klassenraum während des Unterrichts eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen ist. Die Schulleitung kann zudem anordnen, dass außerhalb der Unterrichtsräume eine solche Bedeckung zu tragen ist. Die Schülerin bzw. der Schüler ist verpflichtet, auf dem Schulgelände stets eine Mund-Nasen-Bedeckung bei sich zu führen.

Diejenigen Schülerinnen und Schüler, die nicht am Präsenzunterricht teilnehmen, erfüllen die Schulpflicht im Rahmen der häuslichen Lernzeit. Die Schulbesuchspflicht wird insoweit ausgesetzt. Schülerinnen und Schülern in häuslicher Lernzeit ist es untersagt, das Schulgelände zu betreten oder in sonstiger Weise den persönlichen Kontakt mit der Schule oder den Lehrkräften zu suchen.

Stellungnahme zum Stufensystem der Schulöffnung

Stellungnahme zum Fahrplan des Kultusministeriums für die weitere Öffnung der Schulen

Als Pressemitteilung zum Download

Am 28.04.2020 stellte das Sächsische Ministerium für Kultus einen Fahrplan für die weitere Öffnung der Schulen vor. In diesem wird die Wiederaufnahme des Unterrichts in den Vorabschlussklassen (Stufe 2) ab dem 06. Mai geregelt, sowie ein Ausblick auf Stufe 3, die Wiedereingliederung aller Klassenstufen in den Schulbetrieb gegeben.

Jack Müller Vorsitzender StadtSchülerRat Dresden

Der StadtSchülerRat Dresden (SSR) begrüßt die Entscheidung des Kultusministeriums, jetzt den Fokus auf die Vorabschlussklassen zu legen. „In den Abschlussklassen 2021 wird gegenwärtig prüfungsrelevanter Unterrichtsstoff von den Schülerinnen und Schülern selbst erarbeitet, der im Präsenzunterricht mit einem Lehrer wiederholt und gefestigt werden muss“, so unser Vorsitzender Jack Müller, „Nur so kann eine Prüfungsfähigkeit 2021 gewährleistet werden.“

Stufe 2: Unterricht in den Vorabschlussklassen ab 06. Mai

Wir sprechen uns dafür aus, dass eine behutsame Wiederaufnahme des Unterrichts erfolgt, bei der das Reflektieren der selbst erarbeiteten Unterrichtsinhalte im Vordergrund steht. Insbesondere in den Leistungs- sowie Grundkursen Mathe und Deutsch an den Gymnasien und den Prüfungsfächern an der Oberschule, sollte so viel Präsenzunterricht stattfinden, wie unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes möglich ist.

Jack dazu: „Der persönliche Schüler-Lehrer Kontakt ist essenziell für die Wissensvermittlung. Es darf nicht passieren, dass gleich in den ersten Präsenzstunden Leistungserhebungen geschrieben werden, ohne dass der eigenständig erworbene Unterrichtsstoff rekapituliert wird.“

Stufe 2: Bewertung in den Vorabschlussklassen ab 06. Mai

Der SSR Dresden befürwortet die neuen, so geforderten Maßnahmen des Kultusministeriums zur Eindämmung des Leistungsdrucks. Dahingehend gibt es am Gymnasium nun die Möglichkeit, Leistungskurse mit nur einer Klausurleistung und Grundkurse auch ausschließlich auf Grundlage sonstiger erbrachten Leistungen zu bewerten. Zudem muss die Mindestanzahl an Klassenarbeiten an der Oberschule nicht erfüllt werden. Darüber entscheiden die Fachkonferenzen an den jeweiligen Schulen jedoch selbst.

Wir fordern hier eine einheitliche Regelung für Schulen der gleichen Schulart. Demnach soll es eine Festlegung von genau einer Klausurnote im Leistungskurs am Gymnasium geben und eine generelle Bewertung der Grundkurse ohne Klausurnoten in diesem betroffenen Halbjahr 2020. Auch an den Oberschulen bedeutet dies eine Festlegung von genau einer Klassenarbeit im 2. Halbjahr in den Hauptfächern. In allen sonstigen und mehrstündigen Fächern sollte die Bewertung ohne Klassenarbeiten und nur auf Grundlage sonstiger Noten erfolgen.

„Die Bedingung einer Vergleichbarkeit zwischen den Abschlüssen wurde durch den Kultusminister in den letzten Wochen immer wieder betont. Wir sehen diese Vergleichbarkeit insbesondere beim Abitur 2021 bedroht, wenn jede Schule eigene Klausuranzahlen festlegt“, so Jack Müller, „Das verändert und individualisiert das Zustandekommen der Kurshalbjahresnoten, welche in die Abiturdurchschnittsnote einfließen. An den Oberschulen hat diese Maßnahme des Kultusministeriums zwar keinen direkten Einfluss auf die Prüfungsnote, stellt aber eine Diskrepanz gegenüber Schülerinnen und Schülern verschiedener Schulen dar.“

Nur an den Berufsschulen, unter Ausnahme der beruflichen Gymnasien, ist unserer Ansicht nach eine flexible Notengebung zielführend, da dort auf die individuellen Gegebenheiten der Schulen in Bezug auf das Unterrichtssystem Rücksicht genommen werden muss.

Abstands- und Hygieneregeln bei Wiederaufnahme des Schulbetriebs

Als Leitfaden für Maßnahmen hinsichtlich des Infektionsschutzes an Schulen, nennt das Kultusministerium den Rahmenhygieneplan aus dem Jahr 2008 gemäß §36 Infektionsschutzgesetz. Darin vorgesehen sind unter anderem die Kontaktvermeidung durch Abstandsregelung, eine sinnvolle und intensive Händehygiene, die häufige Lüftung der Klassenräume und ein regelmäßiges Reinigen von Oberflächen, wie Tischen und Stühlen, sowie der Böden. Demnach müssen Schülerinnen und Schüler nach Betreten des Schulgebäudes gründlich die Hände waschen und darüber hinaus im Schulhaus einen Mundschutz tragen. Die Umsetzung dieser Maßnahmen sollte unter Berücksichtigung schulspezifischer Besonderheiten erfolgen, die Entscheidung über den Maßnahmenplan obliegt hierbei den Schulleitungen.

Dass vom Kultusministerium bewusst Möglichkeiten zur individuellen Umsetzung der Infektionsschutzmaßnahmen geschaffen werden, ist eine flexible Methode, damit Schulen unter anderem auf ihre baulichen Besonderheiten Rücksicht nehmen können. Sogleich betonen wir aber, dass der Schulbetrieb nur unter zwingender Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln stattfinden darf.

Jack dazu: „Wir konnten uns in der vergangenen Woche persönlich davon überzeugen, dass die Umsetzung der Maßnahmen zum Infektionsschutz an den Schulen gut und effektiv möglich ist. Hierbei appellieren wir sowohl an die Schulen, als auch an die Schülerinnen und Schüler, diese gewissenhaft einzuhalten. Kein Schüler oder Lehrer sollte Sorge um seine Gesundheit haben müssen. Bei entsprechenden Vorerkrankungen muss zudem die Möglichkeit bestehen, sich vom Präsenzunterricht freistellen zu lassen.“

Das Tragen einer Maske auf den Gängen im Schulgebäude erachten wir als sinnvoll, da hier die Abstandsregeln nicht immer zuverlässig eingehalten werden können. Allerdings stehen wir dafür ein, dass während des Unterrichts und auf dem Schulhof keine Maskenpflicht besteht, wenn der Sicherheitsabstand zwischen den Schülern gewährleistet werden kann. Schüler berichten, dass es beim Tragen einer Maske schwerer fällt, zu atmen und sich über einen längeren Zeitraum auf den Unterrichtsstoff zu konzentrieren. Des Weiteren ist es schwierig, durch eine Maske zu sprechen und Andere, wie bspw. den Lehrer über größere Distanz zu verstehen.

 

Konsultationen in den Sommerferien, Aufarbeiten der Lernbereiche und Nachteilsausgleich

In den vergangenen Wochen gab es immer wieder Diskussionen zu den Sommerferien 2020, angestoßen durch den Präsidenten des Deutschen Bundestages, Wolfgang Schäuble. In seiner Äußerung spricht er sich für eine Kürzung der Sommerferien 2020 aus und auch der sächsische Kultusminister hat bereits Überlegungen zur Nutzung der Sommerferien aufgestellt, um nicht behandelten Unterrichtsstoff aufzuarbeiten.

Joanna Kesicka Vorsitzende LandesSchülerRat Sachsen

Wir teilen hierzu die Position des LandesSchülerRats Sachsen, der sich klar für die Beibehaltung der Sommerferien 2020 positioniert. „Wir haben seit Mitte März Selbststudium, keinen Erholungsurlaub. Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich Inhalte, lösen Übungsaufgaben, verfassen Hausarbeiten. Schülerinnen und Schüler haben sich Ferien genauso verdient wie die Arbeitnehmer im Homeoffice ihren Urlaub“, so die Vorsitzende des LandesSchülerRats Joanna KESICKA.

Der SSR Dresden schlägt freiwillige Konsultations- und Übungsangebote in den Sommerferien vor, welche die Schülerinnen und Schüler individuell nutzen können. Jedoch dürfen keine Nachteile für Schüler entstehen, die diese Angebote nicht nutzen.

Zudem sollen Lernbereiche, welche in der verbleibenden Zeit nicht mehr behandelt werden können, im Schuljahr 2020/21 nachgeholt und vertieft werden. Bei den Abschlussklassen 2021 befürworten wir Überlegungen zu einem Nachteilsausgleich, da hier bereits das Schuljahr 2020/21 mit prüfungsrelevantem Unterrichtsstoff gefüllt ist. Eine gute Möglichkeit wäre, die Zweitkorrektur der Prüfungen an der gleichen Schule durchzuführen, wie es bereits bei den Abschlussjahrgängen 2020 der Fall ist oder das Verringern der prüfungsrelevanten Stoffdichte.

Stufe 3: Wiedereingliederung aller Klassenstufen in den Schulbetrieb

Laut Fahrplan des Kultusministeriums zur weiteren Öffnung der Schulen, ist voraussichtlich bis Ende des Schuljahres 2019/20 mit einem normalen Schulbetrieb nicht mehr zu rechnen. Vielmehr soll es einen Wechsel zwischen Präsenzunterricht und häuslicher Lernzeit geben, sodass jeder Schüler mindestens einmal pro Woche am Präsenzunterricht teilnehmen kann. Der Rhythmus aus Präsenzunterricht und häuslicher Lernzeit obliegt der Schule und orientiert sich dabei an den Maßnahmen zum Infektionsschutz. Ab wann Schülerinnen und Schüler, die nicht in Vorabschluss- oder Abschlussklassen sind, wieder Präsenzunterricht haben, steht noch nicht fest.

Wie bei den Abschlussklassen erachtet der SSR Dresden eine zeitnahe Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts als Notwendig, da dieser essenziell für die Wissensvermittlung ist. Auch in diesen Klassenstufen ist es notwendig, die selbst erarbeitete Unterrichtsinhalte zu wiederholen und zu festigen.

„Gerade jüngeren Schülern fällt es schwer, sich über einen längeren Zeitraum zu motivieren und sich eigenständig Unterrichtsstoff zu erschließen, weshalb der persönliche Schüler-Lehrer Kontakt unabdingbar ist“, so Jack, „Es sollten in den Schulen so viele Schülerinnen und Schüler, wie nach Raumkapazität und unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln möglich, am Präsenzunterricht teilnehmen. Denn auch wenn diesen Schülern noch einige Zeit bis zu ihrem Abschluss bevorsteht, müssen trotzdem Wissensgrundlagen geschaffen werden.“

Sobald feststeht, wann Stufe 3 startet, muss es eine Neubewertung der Lage geben, auf deren Grundlage Maßnahmen in Bezug auf Leistungsbewertung und inhaltliche Schwerpunktsetzung getroffen werden, die sich an den aktuellen Maßnahmen für Stufe 2 orientieren.

Zur häuslichen Lernzeit

Es gibt zwischen den Schulen und Schularten Unterschiede im Umfang der Unterrichtsinhalte zum Selbststudium, aber auch in Bezug auf die Art der Wissensvermittlung. Einige Lehrer legen den Fokus auf vollständige Tafelbilder im Hefter Ihrer Schülerinnen und Schüler, andere wiederum auf reine Übungsaufgaben.

Wir appellieren dabei an die Lehrer, dass sich das Aufgabenpensum an der übliche Unterrichtszeit orientieren muss und dies weder übersteigen, noch unterschreiten sollte, um einen optimalen Lernerfolg zu erzielen. Auch digitale Vermittlungsmöglichkeiten wie Videokonferenzen, können zielführend sein, wenn diese wie eine gewöhnliche Unterrichtsstunde strukturiert werden.

Darüber hinaus sollten Unterrichtsmaterialien immer wochenweise zum Zeitpunkt der Unterrichtsstunde an die Schüler verteilt und von diesen bearbeitet werden. Dadurch behalten die Schülerinnen und Schüler den Überblick und können sich den Tag entsprechend ihres regulären Stundenplans einteilen. Ein umfangreiches Feedback der Lehrer zu den erarbeiteten Aufgaben kann zudem hilfreich sein, um etwaige Lernfehler auszuschließen.

Rücksichtnahme auf sozial benachteiligte Schüler

In den vergangenen Tagen gab es den Vorschlag mehrerer Stadträte, darauf angewiesenen Familien Laptops und Internetzugänge seitens der Stadt Dresden für die häusliche Lernzeit zur Verfügung zu stellen.

Der Internetzugang, sowie der Besitz eines entsprechenden Endgeräts, wie Laptop oder Tablet, sind zurzeit die Grundlagen für einen schnellen Austausch von Unterrichtsmaterialien, Aufgaben, Fragen und Lösungen zwischen Schülern und Lehrern in der häuslichen Lernzeit. Zwar ist dies auch ohne Internetzugang z.B. über den Postweg möglich, aber bedeutend langsamer und umständlicher. Wir unterstützen diesen Vorschlag der Stadträte ausdrücklich und ziehen auch eine zunehmende Nutzung der digitalen Arbeitsplätze in den Dresdner Bibliotheken in Betracht, soweit hygienische Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden können.

Unser Vorsitzender dazu: „Auch in so einer schwierigen Situation, wie wir sie aktuell haben, muss die Bildungsgerechtigkeit in Deutschland und somit auch in Dresden gewährleistet sein. Für sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler dürfen durch die Corona-Krise keine Nachteile entstehen.“

Als Pressemitteilung zum Download

Fahrplan für weitere Öffnung der Schulen

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz hat heute einen Fahrplan zur weiteren Öffnung der Schulen vorgestellt. 

Das Wichtigste zusammengefasst:

Öffnung der Schulen ab dem 6. Mai für: 

  • 4. Klassenstufe an Grund- und Förderschulen
  • 8. Klassenstufe im Hauptschulbildungsgang der Oberschulen
  • 9. Klassenstufe im Realschulbildungsgang der Oberschulen
  • Klassenstufen 8 und H 9 an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen
  • Jahrgangsstufe 11 der allgemeinbindenden Gymnasien
  • Jahrgangsstufe 12 der berufsbildenden Gymnasien
  • Berufliche Bildungsgänge mit Prüfungen im nächsten Jahr

Ablauf an den Schulen ab dem 6. Mai

  • Klassen, Gruppen und Kurse werden räumlich und zeitlich voneinander getrennt
  • Hygieneregeln und Abstandsgebote müssen eingehalten werden
  • kein vollumfänglicher Präsenzunterricht an den Schulen möglich
  • Lernzeiten außerhalb der Schule vor allem zur Übung, Festigung und Vertiefung des Unterrichtstoffes weiterhin notwendig
  • Schulen könnten eigenverantwortlich die Präsenzzeiten mit Bezug zur Stundentafel festlegen
  • Von der Mindestanzahl der Klassenarbeiten und Klausuren kann abgewichen werden

Mitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus:

Schülerinnen und Schüler aller Vorabschlussklassen der Gymnasien, Berufsbildenden Schulen, Oberschulen und Förderschulen sollen ab dem 6. Mai wieder ihre Schulen besuchen. Ebenfalls geöffnet werden sollen zu diesem Termin die 4. Klassen an Grund- und Förderschulen.

„Wir wollen damit den Schülerinnen und Schülern, die Chance geben, sich auf ihren Abschluss im kommenden Schuljahr vorzubereiten“, teilte Kultusminister Christian Piwarz am Dienstag, den 28. April mit. Eine entsprechende Allgemeinverfügung wird das Kabinett voraussichtlich am Donnerstag (30. April) beschließen.

Die Wiederaufnahme des Unterrichts in der Primarstufe zunächst in der 4. Klassenstufe ist damit begründet, dass die ältesten Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter am ehesten Abstands- und Hygieneregel einhalten können.

Die schrittweise Öffnung der Schulen betrifft neben der 4. Klassenstufe an Grund- und Förderschulen auch die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassenstufe im Hauptschulbildungsgang und der 9. Klassenstufe im Realschulbildungsgang der Oberschulen. Sie betrifft ferner an den Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen die Klassenstufen 8 und H 9 und an den Gymnasien die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11. An Beruflichen Gymnasien gilt dieses für die Jahrgangsstufe 12. Hinzukommen Schülerinnen und Schüler in beruflichen Bildungsgängen, die im nächsten Jahr ihre Prüfungen ablegen. Parallel finden für die Abschlussklassen weiterhin Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen statt.

Ausblick auf 3. Stufe der Öffnung

Mit der Aufnahme des Unterrichts in den vierten Klassen und den Abschluss- und Vorabschlussklassen ist es für den Kultusminister nicht getan. „Ich schätze zwar ein, dass mit einem Normalbetrieb bis zum Ende des Schuljahres nicht mehr zu rechnen ist, aber wir denken dennoch über eine weitere Öffnung der Schulen nach. In einer dritten Stufe wollen wir für die übrigen Schülerinnen und Schüler den Unterricht an den Schulen eröffnen. Dabei denken wir an einen Wechsel aus Präsenzzeiten an der Schule und häuslichen Lernzeiten. Wir streben an, dass alle Schülerinnen und Schüler, wenn die Lage es zulässt, möglichst mindestens einmal in der Woche im Unterricht an der Schule sein können. Um die Gesundheit aller zu schützen, müssen dabei zwingend die Maßgaben des Infektionsschutzes bedacht werden, um eine Ausbreitung des Virus weiter einzudämmen“, so Kultusminister Christian Piwarz.

Kultusminister Christian Piwarz stellte zudem klar, dass für die Schülerinnen und Schüler der Abschluss- und Vorabschlussklassen kaum vollumfänglich Präsenzunterricht stattfinden kann. „Klassen, Gruppen und Kurse müssten räumlich und zeitlich voneinander getrennt werden. Nur so können die strengen Hygieneregeln und Abstandsgebote eingehalten werden. Mit der schrittweisen Öffnung der Schulen wollen wir aber wenigstens wieder eine regelmäßige Interaktion zwischen Schülerinnen und Schülern sowie ihren Lehrerinnen und Lehrern ermöglichen.“ Jedoch sei eine zur Stundentafel adäquate Unterrichtspräsenz nicht immer möglich. „Deshalb werden auch künftig Lernzeiten außerhalb der Schule vor allem zur Übung, Festigung und Vertiefung des Unterrichtstoffes notwendig bleiben. Präsenzzeiten und Lernzeiten gut aufeinander abzustimmen, ist die Aufgabe, vor der jede einzelne Schule jetzt steht“, so der Minister. Die Unterschiede der konkreten Bedingungen an den Schulen seien so groß, dass letztendlich nur vor Ort der Wechsel zwischen Lernzeiten zu Hause und Präsenzzeiten an der Schule geplant werden könnten. Das Kultusministerium wird die Schulen dabei mit weiteren Hinweisen in der kommenden Woche unterstützen. „Bei der Planung des wiederbeginnenden Unterrichts sollten Lehrerinnen und Lehrer sensibel mit sozial-emotionalen Auswirkungen des Lernens zu Hause umgehen, um die Schülerinnen und Schüler behutsam wieder an den schulischen Alltag heranzuführen“, so Kultusminister Christian Piwarz.

Die Schulen könnten eigenverantwortlich die Präsenzzeiten mit Bezug zur Stundentafel festlegen. Die Umsetzung der Lehrplanziele stehe nicht im Vordergrund. „Lehrerinnen und Lehrer entscheiden auf Grund der pädagogischen Situation, welche inhaltlichen Schwerpunkte sie für die in der verbleibenden Unterrichtszeit setzen (s. auch „Hinweise zum Lernen und Unterrichten“ im SMK-Blog unter www.bildung.sachsen.de/blog). Lehrkräfte sollten zudem besonders sensibel bei der Bewertung und Benotung von Leistungen vorgehen. Von der Mindestanzahl der Klassenarbeiten und Klausuren könne abgewichen werden.

LandesSchülerRat: Sommerferien sind eine Erholungszeit für alle!

Position des LandesSchülerRats:

Der Präsident des Deutschen Bundestages, Wolfgang Schäuble, hat mit seinen Äußerungen die Diskussion zu den Sommerferien 2020 erneut angestoßen. Der Bundestagspräsident spricht sich hierbei für eine Kürzung der Sommerferien aus.

Joanna Kesicka, Vorsitzende Landesschülerrat Sachsen, ©LSR Sachsen

Wir sehen eine Kürzung der Ferien skeptisch. Ferien sind als Erholungs- und Regenerationszeiten gedacht, dieser Aspekte sollte nicht vergessen werden. Unsere Vorsitzende Joanna: „Die Wochen des Selbststudiums in Corona-Zeiten waren für alle Beteiligten anstrengend, auch die kommenden Wochen finden für viele Schülerinnen und Schüler nicht im normalen Schulbetrieb statt. Wir wollen klar sagen: Wir haben seit Mitte März Selbststudium, keinen Erholungsurlaub. Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich Inhalte, lösen Übungsaufgaben, verfassen Hausarbeiten. Schülerinnen und Schüler haben sich Ferien genauso verdient wie die Arbeitnehmer im Homeoffice ihren Urlaub.“

Natürlich werden die diesjährigen Sommerferien anders verbracht als 2019, vor allem, weil Urlaubsreisen nur eingeschränkt möglich sein dürften. „Auch 2020 sind die Sommerferien die Gelegenheit für Hobbys, Bewegung, Entspannung, im Rahmen dessen, was rechtlich möglich ist. Diese Zeit nach wochenlanger Quarantäne zu verkürzen, um den Unterricht, dessen Durchführung mit Blick auf den Infektionsschutz auch nicht einfach ist, zu verlängern, ist keine gute Idee“, so Joanna weiter.

„Auch uns sind die Probleme bewusst, die durch das Corona-Selbststudium entstanden sind. Dass Inhalte nachzuholen und zu festigen sind, steht außer Frage. Wir bezweifeln jedoch, dass einige Wochen verpflichtenden Unterrichts im Hochsommer bei 30° und wärmer die Lösung für alle sind.“, argumentiert Joanna.

Wir schlagen Alternativen vor: „Lehrkräfte aller Fächer sollten freiwillige Übungsaufgaben mit Lösungsvorschlägen für die Ferien verteilen“, so Joanna. Darüber hinaus halten wir eine freiwillige Teilnahme an einem verkürzten Sommerunterricht in den ersten beiden Ferienwochen für sinnvoll – wahlweise in der Schule oder Online. „Auch muss kritisch überprüft werden, welche Themen – gerade in den Nebenfächern – zwingend behandelt werden müssen, oder ob in dieser Sondersituation nicht auch die Stoffdichte verringert werden kann, insbesondere bei den Prüfungsjahrgängen 2021 und 2022.“, so unsere Vorsitzende abschließend.

Dennoch ist zu betonen, dass Lehrerinnen und Lehrer die Wiederholung und Evaluation von in der Quarantäne erlernten Unterrichtseinheiten in Betracht ziehen müssen, wenn die Schultore schrittweise wieder öffnen.

Pressemitteilung: Kein Notenstau für Schülerinnen und Schüler

Der StadtSchülerRat Dresden begrüßt die am 15. April getroffenen Entscheidungen der Sächsischen Staatsregierung zur Wiederöffnung der Schulen für alle Abschlussklassen und die Durchführung der Prüfungen. Es wurde eine suffiziente Lösung für alle Abschlussjahrgänge gefunden. Damit ist der Abschluss der “ersten Reihe” gesichert und es gilt nun den Fokus auf die “zweite Reihe”, die Abschlussjahrgänge 2021 zu richten. Wir sehen mit Sorge die zunehmend wachsende Anzahl an notwendigen Leistungserhebungen in anderen Klassenstufen.

„Selbst, wenn ein Teil der Schülerinnen und Schüler bereits ab 04. Mai wieder in die Schulen gehen kann, verbleiben ihnen gerade einmal elf Wochen bis zu den Sommerferien 2020. In dieser Zeit werden Klausuren, Klassenarbeiten, Tests und sonstige Leistungserhebungen für die Evaluierung der Zeugnisnoten fällig, welche eigentlich über 20 Wochen im 2. Halbjahr 19/20 verteilt gewesen wären“, so der Stadtschülersprecher Jack MÜLLER, „Das wird zu einem unverhältnismäßig hohen Leistungsdruck führen.“ 

Unsere Ausführliche Pressemitteilung dazu gibt es hier als PDF: Pressemitteilung 16.04.2020

Schulen für Abschlussklassen ab 22. April geöffnet/ Unterrichtsfreie Zeit bis mind. 3. Mai

Für die Schülerinnen und Schüler aller Abschlussklassen an den Gymnasien, Berufsbildenden Schulen, Oberschulen und Förderschulen werden die Schulen nach den Osterferien wieder öffnen. Das hat heute die Staatsregierung nach Abstimmung auf Bundesebene beschlossen. Für alle anderen Schülerinnen und Schüler gilt bis zum 03. Mai weiterhin die unterrichtsfreie Zeit. Ab 04. Mai wird es schrittweise eine Wiederaufnahme des normalen Schulbetriebs geben.

„Wir wollen damit den Schülerinnen und Schülern, die kurz vor ihren Prüfungen stehen, die Chance geben, sich auf ihren Abschluss gezielt vorzubereiten“, teilte Kultusminister Christian Piwarz mit. Ein regulärer Unterricht findet nicht statt. Im Vordergrund stehen die Vorbereitungen auf die Abschlussprüfungen. Die Schulen werden ab dem 20. April vorerst ausschließlich für das Personal geöffnet, welches zur Vorbereitung der Schüler auf ihre Prüfungen notwendig ist. Erst ab dem 22. April beginnt die eigentliche Prüfungsvorbereitung für die Schülerinnen und Schüler.

Auch die Abiturprüfungen finden wie geplant statt. Konsultationen sind hier schon ab dem 20. April möglich. „Die Abiturienten haben jahrelang auf den Moment ihres Abschlusses der Hochschulreife hingearbeitet. Wir sehen uns in der Pflicht, ihnen unter den schwierigen Bedingungen ein faires und bundesweit anerkanntes Verfahren für die Prüfungen zu ermöglichen. Im Interesse der Prüflinge, bieten wir die Möglichkeit, zwischen dem ersten und zweiten Prüfungstermin wählen zu können. Wer sich noch nicht ausreichend auf die Abiturprüfung vorbereitet sieht, kann somit auf den Zweittermin ausweichen und die zusätzliche Zeit für Konsultationen mit den Fachlehrern nutzen. Dass die diesjährigen Abiturprüfungen nicht nur für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch die Lehrerinnen und Lehrer eine besondere Herausforderung darstellen, ist uns bewusst“, so der Kultusminister. Die Abiturprüfungen in Sachsen starten nach den Osterferien am 22. April mit den schriftlichen Prüfungen in Evangelischer und Katholischer Religion. Es folgen die Prüfungen zum Graecum (23. April) und in Physik (24. April).

Alle weiteren Informationen zum Abitur 2020 und den Prüfungen an der Oberschule gibt es in unseren Beiträgen Sachsens Abitur 2020 und Prüfungen an den Oberschulen 

Der Minister machte zudem deutlich, dass für die Durchführung der Prüfungen und die Prüfungsvorbereitungen strenge Hygiene- und Abstandsregeln für Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler gelten, um den notwendigen Infektionsschutz zu gewährleisten. Dazu erhalten Schulen genaue Hinweise. „Wir haben auch die Risikogruppen im Blick und werden entsprechende Regelungen treffen und die Schulen darüber informieren“, betonte Piwarz.

Weitere verbindliche Informationen erhalten die Schülerinnen und Schüler in den kommenden Tagen von ihren Schulen. 

 

Abschlussprüfungen in Sachsen: Fragen und Antworten zum Infektionsschutz

Mindestabstand, Händehygiene, regelmäßige Belüftung: Nach den Osterferien werden die sächsischen Schulen für alle Abschlussklassen wieder öffnen. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Infektionsschutz haben wir hier zusammengestellt.

Wie wird sichergestellt, dass keine Schülerinnen und Schüler mit Krankheitssymptomen an den Prüfungsvorbereitungen bzw. Prüfungen teilnehmen?

Nur Schülerinnen und Schüler ohne respiratorische Symptomatik dürfen die Schule betreten. Der Zugang wird kontrolliert. Nach Betreten des Gebäudes wird sichergestellt, dass sich jede Schülerin und jeder Schüler die Hände wäscht bzw. desinfiziert.

Wie werden die Schülerinnen und Schüler über allgemeine Maßnahmen des Infektionsschutzes informiert?

Die Schülerinnen und Schüler werden am ersten Tag des Betretens des Schulgebäudes aktenkundig über allgemeine Maßnahmen des Infektionsschutzes informiert:

  • Händehygiene
  • Abstand halten
  • Husten- und Schnupfenhygiene.

Erforderliche Aushänge werden an mehreren Stellen im Schulhaus platziert.

Welche Vorkehrungen werden getroffen, um das Infektionsrisiko für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte zu minimieren?

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler pro Raum wird reduziert. Dies wird im Regelfall nur durch Klassenteilung zu erreichen sein. Vor allem sind große Räume der Schulen zur Gewährleistung der nötigen Abstände zu nutzen.

Durch Aufsichten wird sichergestellt, dass es im Schulgelände sowie im Schulhaus und auch während der Pausen keine Gruppenbildung gibt und ausreichende Abstände eingehalten werden. Die Lehrinnen und Lehrer achten auf die Einhaltung der Mindestabstände.

Zwischen den Schülerarbeitsplätzen wird ein ausreichender Abstand gewährleistet. Dafür werden entsprechend viele Räume genutzt. Das Lernen kann damit nur in Gruppen erfolgen.

Während des Tages wird eine regelmäßige Belüftung der Arbeitsräume eingeplant und sichergestellt.

Was ist bei der Toilettenbenutzung zu beachten?

Für die Toilettenbenutzung werden Laufwege durch die Schule ausgewiesen, die Begegnungen verhindern. Die Toilettenräume werden vor und nach jeder Prüfung eingehend gereinigt. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass ausreichend Seife und Papierhandtücher vorhanden sind. Vor den Toiletten werden Wartebereiche eingerichtet. Eine Aufsichtsperson stellt sicher, dass sich Schülerinnen und Schüler bei den Toilettengängen nicht begegnen.

Wie werden praktisches Arbeiten und Experimente umgesetzt?

Praktisches Arbeiten und experimentelle Tätigkeiten stellen eine besondere Herausforderung an den Infektionsschutz dar. Bei der Abnahme der Experimentieraufbauten der Schülerin bzw. des Schülers bzw. bei der Begleitung praktischer Arbeiten ist der Sicherheitsabstand einzuhalten.

Hilfe bei der experimentellen bzw. praktischen Unterstützung ist nur mit beidseitigem Mundschutzund ausreichendem Abstand gestattet.

Auch bei empfohlener Verwendung von Einweghandschuhen ist eine umfassende Desinfektion des Arbeitsplatzes, der Gerätschaften, Werkzeuge und Materialien vor einer erneuten Nutzung erforderlich.

Wie werden Lehrinnen und Lehrer geschützt, die selbst zu den Risikogruppen zählen?

Der Einsatz von Lehrkräften, die selbst ein erhöhtes Risiko für eine Infektion tragen, ist möglichst zu vermeiden oder nur mit äußerster Sensibilität und unter strengster Einhaltung aller Sicherheitsvorkehrungen möglich. Die Lehrkräfte sind aufgefordert, dies bei der Schulleitung anzuzeigen.

Die Schulleitung wird gebeten, im Einvernehmen mit der betroffenen Lehrkraft, eigenverantwortlich geeignete Vorgehensweisen abzustimmen.

Prüfungen an den Oberschulen

Schulschließungen

Wie für alle Schularten gibt es auch für Oberschulen noch keine festen Daten, wann die Schulen wieder für alle geöffnet werden (Stand: 9.4.). Die Entscheidung dazu kommt nächste Woche. Das die Schule aber nach den Osterferien einfach so weitergeht wie vor der Schulschließung, ist sehr unwahrscheinlich.

Mehr können wir aber aktuell nicht sagen, weil die Entscheidungen dazu noch nicht getroffen wurden.

Bitte den nächsten Teil mitlesen, weil nicht alle Schüler von der Schulschließung gleich betroffen sind.

Prüfungsjahrgänge

Wichtig: am dem 20.4. (erster Schultag nach den Osterferien) werden die Schulen für die Abschlussjahrgänge geöffnet. Wer also dieses Schuljahr seine Prüfungen schreibt (Realschulabschluss, Hauptschulabschluss) hat wieder Unterricht. Das gilt also für die Hauptschüler der 9. Klassen und für die Realschüler der 10. Klassen.

Diese Schüler werden prüfungsorientierten Unterricht bekommen. Es wird also im Unterricht vor allem um Prüfungsthemen und Prüfungsvorbereitung gehen. Dass soll verhindern, dass noch mehr Lernstoff im Selbststudium beigebracht werden muss.

Dieser prüfungsbezogene Unterricht wird unter besondere Bedingungen stattfinden, der Hygiene wegen. So könnte es z.B. kleiner Klassen geben, um den Mindestabstand einzuhalten. Was die einzelne Schule konkret unternimmt, hängt auch davon ab, wie das Schulhaus gebaucht ist und wie viele Lehrer zum Dienst anwesend sind.

Abschlussprüfungen

Termine

An den Terminen der Abschlussprüfungen an der Oberschule hat sich bisher noch nichts geändert. Aktuell (Stand: 9.4.) geht man davon aus, dass die Prüfungen an den geplanten Terminen stattfinden werden. Die Termine findest du unten auf dieser Seite.

Verschiebung? Absage?

Beim Abitur wurde eine Verschiebung der Prüfungstermine oder sogar eine komplette Absage diskutiert. Oft gab es die Forderung nach einem „Durchschnittsabitur“, also ein Abitur, dass nur aus den Zeugnisnoten der 11. und 12. Klasse besteht, ohne Noten aus schriftlichen und mündlichen Prüfungen.

Wird sowas für die Oberschul-Prüfungen auch überlegt? Antwort: Ja und nein. Wichtig: aktuelle wurde weder eine Verschiebung noch eine Absage beschlossen, das heißt alles Folgende sind theoretische Gedanken.

Theoretisch wäre auch eine Verschiebung von Oberschul-Prüfungen oder ein „Durchschnittsabschluss“ für die Oberschule denkbar. Es gibt zwei Probleme.

  • Erstens. Das Abitur beginnt im April und hört ca. einen Monat vor den Sommerferien auf. Die Prüfungen an den Oberschulen fangen im Mai an und hören kurz vor den Sommerferien auf. Deswegen können sie nicht so einfach verschoben werden, wie beim Abitur überlegt.
  • Zweitens. Beim Realschulabschluss (nicht beim Hauptschulabschluss!) werden die Endnoten zu Hälfte aus Vornoten, zur Hälfte aus der Prüfungsnote gebildet. Im Vergleich dazu wird das Abitur aus zwei Drittel Vornoten und ein Drittel Prüfung gebildet. Beim Realschulabschluss ist die Prüfungsnote für viele Schüler also wichtiger als beim Abitur, was auch einen „Durchschnittsabschluss“ schwerer umsetzbar macht.

Ob sich bei den Prüfungen an den Oberschulen etwas ändert, kann jetzt noch keiner sagen. Weil jetzt noch keiner sagen kann, wie es mit Corona im Mai aussieht, wenn die Prüfungen losgehen.

Nachteilsausgleich

Beim Abitur gibt es einen Nachteilsausgleich wegen Corona und Schulschließungen. Gibt es sowas an Oberschulen auch? Auch hier wurde noch nichts beschlossen! Deswegen können wir nicht sagen, ob sich was ändert. Der LandesSchülerRat setzt sich dafür ein, dass auch Oberschüler wegen Corona einen Nachteilsausgleich bekommen. Ob dafür die gleichen Maßnahmen wie beim Abi genutzt werden oder andere Maßnahmen, hängt davon ab wie sich die Situation bezüglich Corona bis Mai ändert.

Ein Vorteil gibt es für Oberschüler jetzt schon: der prüfungsbezogenen Unterricht (siehe oben auf der Seite) soll eine möglichste gute Prüfungsvorbereitung sein. Diesen Vorteil haben Abiturienten nicht.

Hinweise für Oberschüler

  1. Wenn du zum diesjährigen Abschlussjahrgang gehörst: du wirst bald informiert, wie es für dich mit dem Unterricht ab 20.4. weitergeht – möglichweise kommt die Info bei deinen Eltern an. Wenn du schon Prüfungsvorbereitung machst/planst, kannst du damit erstmal weitermachen. Aktuell solltest du damit rechnen, dass deine Prüfungen wie geplant stattfinden.
  2. Wenn du nicht zum diesjährigen Abschlussjahrgang gehörst: Nächste Woche wird entschieden, wie es mit den Schulschließungen weitergeht. Du wirst also vermutlich Ende nächster Woche wissen ob du am 20.4. zur Schule musst.

Prüfungstermine für die Oberschulen

Realschulabschluss

Fach Termin Nachtermin
Schriftliche Prüfung Englisch 25. Mai 2020 22. Juni 2020
Schriftliche Prüfung Deutsch (und Sorbisch) 27. Mai 2020 24. Juni 2020
Schriftliche Prüfung Mathematik 29. Mai 2020 26. Juni 2020
Schriftliche Prüfung Physik/Chemie/Biologie 3. Juni 2020 30. Juni 2020

Zeitraum der Konsultationen für mündl. Prüfungen 4. Juni bis zum 19. Juni 2020.

Zeitraum der mündlichen Prüfungen und der zusätzlichen mündlichen Prüfungen: 22. Juni bis zum 9. Juli 2020

Hauptschulabschluss und qualifizierender Hauptschulabschluss

Fach Termin Nachtermin
Englisch 25. Mai 2020 22. Juni 2020
Deutsch und Sorbisch 27. Mai 2020 24. Juni 2020
Mathematik 29. Mai 2020 26. Juni 2020

Zeitraum der Konsultationen für mündl. Prüfungen 4. Juni bis zum 19. Juni 2020.

Zeitraum der mündlichen Prüfungen und der zusätzlichen mündlichen Prüfungen: 22. Juni bis zum 9. Juli 2020

Quelle: LandesSchülerRat Sachsen 

Sachsens Abitur 2020

Am 09.04.2020 hat das Kultusministerium einen Plan für das Abitur 2020 vorgelegt. Hier die wichtigsten Fakten (bitte Hinweis am Ende beachten).

Die Prüfungen finden statt.

Es wird kein „Durchschnittsabitur“ oder „Notabitur“ geben. Auch 2020 werden die schriftlichen und mündlichen Abiturprüfungen stattfinden. Es gelten die ursprünglich geplanten Prüfungstermine, die du am Seitenende ansehen kannst.

Beim Prüfungstermin gibt’s ne Auswahl.

Abiturienten können entscheiden, ob sie zum Ersttermin oder zum Zweittermin ihre schriftliche Prüfung schreiben. Die Zweittermine sind die ursprünglichen Nachtermine (Terminübersicht am Seitenende). Dieses Jahr kann jeder Abiturient wählen, ob er am Erst- oder Zweittermin antritt, man kann also auch gesund sein und trotzdem erst zum Nachtermin antreten. Wenn er sich für den Zweittermin entscheidet, muss folglich auch kein ärztliches Attest vorlegen.

Wichtig: eine Info an die Schule muss trotzdem rechtzeitig erfolgen – einfach am Ersttermin zu Hause bleiben kann eine Null-Punkte-Bewertung zur Folge haben! Auch wichtig: die Zweittermin sind erst einige Wochen nach dem Ersttermin. Keiner weiß, wie die Lage bzgl Corona etc. in einigen Wochen ist – siehe dazu unser Hinweis weiter unten.

Es gibt diesmal Dritttermine für Erkrankte.

Es wird dieses Jahr eine dritte Runde für die schriftlichen Prüfungen geben. Wenn du auch beim Zweittermin nicht mitschreiben kannst, dann wird es einen Dritttermin geben. Wichtig: am Dritttermin mitschreiben geht nur mit Bescheinigung von Arzt oder Behörde! Zum Ersttermin nicht mitschreiben: Info an die Schule, zum Zweittermin auch nicht mitschreiben: Attest vom Arzt oder Behörde, je nachdem ob krank oder Quarantäne.

Es gibt den vom LSR geforderten Nachteilsausgleich.

Wie vom LandesSchülerRat Sachsen gefordert wird die Korrektur der schriftl. Prüfungen nur schulintern stattfinden. Die Zweit- und Drittkorrekturen, die am allgemeinbildenden Gymnasium bisher von Lehrern anderer Schulen erfolgten, werden 2020 von Lehrer der eigenen Schule vorgenommen. Das ermöglicht den Korrektoren, auf die schulspezifischen Probleme (wegen Corona + Selbststudium) besser Rücksicht zu nehmen.

Am Beruflichen Gymnasium wird sich beim Thema Korrektoren nichts ändern.

Es wird besondere Hygienemaßnahmen geben.

Bei der Prüfung wird besonders auf die Hygiene geachtet. So werden z.B. möglichst wenige Leute in einem Raum sitzen, es wird gründlich desinfiziert und wo immer möglich Abstand gehalten.

Bei den praktischen Teilen der Prüfungen in den Fremdsprachen („mündlicher Teil“) wird bei Gruppenprüfungen besonders auf den Abstand geachtet. Das dies ein anderes Prüfungssetting ist als ggf. vorher im Unterricht geübt, wird bei der Bewertung berücksichtigt.

Bei den praktischen Prüfungsteilen der Naturwissenschaften (z.B. Physik-LK), von Kunst, Musik und Sport wird es ebenfalls besondere Hygienemaßnahmen geben, die den Besonderheiten der Fächer entsprechen.

Konsultationen werden möglich gemacht

Das Kultusministerium wird die Lehrerinnen und Lehrer auffordern, Konsultationen für die Abiturienten abzuhalten. Wie diese konkret ablaufen bzw. ob und wann sie stattfinden hängt von der jeweiligen Schule ab.

Wichtig: gemäß der Entscheidung der Staatsregierung dürfen Konsultationen mit Abiturienten auch persönlich in den Schulen stattfinden (solange man auf Hygienemaßnahmen achtet)!

Hinweise für Abiturienten

  1. Achte besonders auf die Informationen aus deiner Schule! Die Details zur Umsetzung erfährst du von der Schulleitung – ggf. auch über deine Eltern. Es ist rechtlich verpflichtend, dass du über die beschriebenen Änderungen belehrt wirst, dabei wird man dir verbindlich mitteilen was für dich wichtig ist.
  2. Überlege dir, ob du zum Erst- oder Zweittermin Prüfung schreiben willst, beachte dabei die Termine anderer Prüfungen! Die Zweittermine verschaffen dir jetzt mehr Zeit zum Lernen, sind aber auch näher an den mündlichen Prüfungen dran. Außerdem besteht ein Risiko, dass du am Zweittermin Probleme bekommst, wenn dieser Corona-bedingt nicht stattfinden kann. Kann sein, dass eine Prüfung am Ersttermin für dich mehr Sinn macht.
  3. Erkundige dich bei deinem Fachlehrer nach möglichen Konsultationen!
  4. Wenn du im Leistungskurs Musik oder Sport bist, wirst du informiert ob der praktische Teile deiner Prüfung durch eine mündliche Leistung ersetzt wird. Bleib dazu mit deinem Fachlehrer in Kontakt.

Prüfungstermine

Gymnasium, Abendgymnasium, Kolleg

Erstprüfung Nachprüfung
Evangelische Religion, Katholische Religion 22. April 2020 13. Mai 2020
Graecum 23. April 2020 25. Mai 2020
Physik 24. April 2020 15. Mai 2020
Geschichte, Geschichte bikulturell-bilingual 27. April 2020 14. Mai 2020
Biologie 28. April 2020 19. Mai 2020
Chemie 29. April 2020 20. Mai 2020
Deutsch, Sorbisch 30. April 2020 18. Mai 2020
Latinum, Hebraicum 4. Mai 2020 26. Mai 2020
Mathematik 5. Mai 2020 27. Mai 2020
Geographie, Gemeinschaftskunde/
Rechtserziehung/Wirtschaft
6. Mai 2020 28. Mai 2020
praktischer Prüfungsteil in Leistungskursfächern der neuen Fremdsprachen 7. Mai 2020 29. Mai 2020
Englisch, Russisch, Spanisch, Polnisch, Tschechisch, Italienisch, Latein, Griechisch 8. Mai 2020 2. Juni 2020
Kunst, Musik, Sport 11. Mai 2020 2. Juni 2020
Französisch 11. Mai 2020 2. Juni 2020

Die mündlichen Prüfungen (P4 und P5) werden vom 13. Mai bis zum 5. Juni 2020 durchgeführt.
Die zusätzlichen mündlichen Prüfungen sowie die mündliche Ergänzungsprüfung (Latinum oder Graecum oder Hebraicum) werden vom 24. Juni bis zum 30. Juni 2020 durchgeführt.

Berufliches Gymnasium

Fach
(G = Grundkurs,
L = Leistungskurs)
Termin Nachtermin
Schriftliche Prüfung
Deutsch (G/L) 30. April 2020 8. Juni 2020
Mathematik (G/L) 5. Mai 2020 9. Juni 2020
Englisch (L) 8. Mai 2020 10. Juni 2020
Technik/Maschinenbautechnik (L) DUBAS 8. Mai 2020 11. Juni 2020
Agrartechnik mit Biologie (L) 12. Mai 2020 11. Juni 2020
Biotechnik (L) 12. Mai 2020 11. Juni 2020
Ernährungslehre mit Chemie (L) 12. Mai 2020 11. Juni 2020
Gesundheit und Soziales (L) 12. Mai 2020 11. Juni 2020
Informatiksysteme (L) 12. Mai 2020 11. Juni 2020
Technik/Bautechnik (L) 12. Mai 2020 11. Juni 2020
Technik/Datenverarbeitungstechnik (L) 12. Mai 2020 11. Juni 2020
Technik/Elektrotechnik (L) 12. Mai 2020 11. Juni 2020
Technik/Maschinenbautechnik (L) 12. Mai 2020 11. Juni 2020
Volks- und Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen (L) 12. Mai 2020 11. Juni 2020
Geschichte/Gemeinschaftskunde (G) 14. Mai 2020 12. Juni 2020
Physik (G) 14. Mai 2020 12. Juni 2020
Praktischer Prüfungsteil
Englisch (L) 7. Mai 2020 11. Mai bis 29. Mai 2020
Mündliche Prüfung
viertes und fünftes Prüfungsfach 15. Mai bis 29. Mai 2020 15. Juni bis 17. Juni 2020
zusätzliche Prüfungen 18. Juni bis 1. Juli 2020

Mitteilung des Sächsischen Kultusministeriums:

Die schriftlichen Abiturprüfungen in Sachsen sollen wie geplant stattfinden. Für die Abiturientinnen und Abiturienten gibt es allerdings eine Wahlmöglichkeit.

„Wir haben uns die Entscheidung wahrlich nicht leichtgemacht. Die Prüfungssituation in diesem Jahr ist ohne Zweifel eine andere als in den Vorjahren. Dieses haben wir im Blick und reagieren darauf mit veränderten Regeln für die Zweitkorrektur und der Möglichkeit, auf die Nachtermine ausweichen zu können. Allen Abiturientinnen und Abiturienten werden wir somit eine Teilnahme an den bekannten Erstterminen der Abiturprüfung ermöglichen“, so Kultusminister Christian Piwarz. Damit beginnen die Abiturprüfungen an den allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien in Sachsen wie auch in sieben weiteren Bundesländern nach den Osterferien. Eine entsprechende Änderung der Rechtsverordnung, die Beschränkungen im Alltag regelt, soll nach Ostern verabschiedet werden und anschließend in Kraft treten. Damit wird den Prüflingen der Zugang zu den Schulen ermöglicht.

Die Abiturprüfungen in Sachsen starten nach den Osterferien am 22. April mit den schriftlichen Prüfungen in Evangelischer und Katholischer Religion. Es folgen die Prüfungen zum Graecum (23. April) und in Physik (24. April). Für die Durchführung der Prüfungen werden strenge Hygienevorgaben und Abstandsgebote für Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler gelten.

Schülerinnen und Schüler, die an den Erstterminen nicht teilnehmen wollen, können sich für die Nachtermine ab dem 13. Mai 2020 entscheiden. Auf ein ärztliches Attest wird beim Ersttermin in diesem Jahr verzichtet. Es genügt eine schriftliche Erklärung, dass eine Teilnahme nicht erfolgen kann. Diese Erklärung muss vor Beginn der Prüfungen beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses eingereicht werden. In diesem Fall sind die Nachschreibetermine verpflichtend.

„Bei unserer Entscheidung für diesen Abitur-Fahrplan haben wir den Infektionsschutz in besonderer Weise berücksichtigt. Die Prüflinge werden im gegebenen Fall auf mehrere Räume verteilt, um den Anforderungen des Infektionsschutzes zu genügen. Das gesundheitliche Risiko ist damit niedriger als in anderen Bereichen des Berufslebens. Schon allein aus Gründen des Infektionsschutzes empfehle ich den Abiturientinnen und Abiturienten sehr, die Haupttermine für die Prüfungen zu nutzen“, so Kultusminister Piwarz.

Für Prüfungsteilnehmer, die auch zum Nachtermin nicht teilnehmen können, wird es einen dritten Prüfungstermin noch in diesem Schuljahr und damit anders als in den Vorjahren geben.

Um die besondere Prüfungssituation angemessen zu berücksichtigen, werden die Zweitkorrekturen in diesem Jahr ausnahmsweise an derselben Schule erfolgen. „Auf diese Weise können die Korrektoren durch die Corona-Pandemie aufgetretene schulinterne Probleme bei der Wissensvermittlung besser eingehen. Im Unterricht nicht vermitteltes Wissen wird bei der Bewertung im Sinne des Schülers berücksichtigt“, so Kultusminister Christian Piwarz.

Für besondere Härtefälle, die im Ergebnis der Abiturprüfungen auftreten, wird eine Beratungsstelle im Landesamt für Schule und Bildung eingerichtet. Dorthin können sich Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte im Streit- oder Beschwerdefall wenden.

Häufige Fragen zum Abitur 2020:

Wie werden in diesem Schuljahr die Abiturprüfungen organisiert?

Die Abiturprüfungen an den allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien in Sachsen beginnen nach den Osterferien. Eine entsprechende Änderung der Rechtsverordnung, die Beschränkungen im Alltag regelt, soll nach Ostern verabschiedet werden und anschließend in Kraft treten. Damit wird den zu prüfenden Schülerinnen und Schülern der Zugang zu den Schulen ermöglicht.

Nach welcher Zeitschiene wird geprüft?

Die schriftlichen Abiturprüfungen in Sachsen starten wie auch in sieben weiteren Bundesländern in der Woche nach den Osterferien.

  • 22. April: Evangelische und Katholische Religion
  • 23. April: Graecum
  • 24. April: Physik

Was passiert wenn ich am Ersttermin nicht teilnehmen kann?

Die Teilnahme am Ersttermin ist für die Prüfungsteilnehmer freiwillig. Schülerinnen und Schüler, die an den Erstterminen nicht teilnehmen wollen, können sich für die Nachtermine ab dem 13. Mai 2020 entscheiden. Auf ein ärztliches Attest wird beim Ersttermin in diesem Jahr verzichtet. Es genügt eine schriftliche Erklärung, dass eine Teilnahme nicht erfolgen kann. Diese Erklärung muss vor Beginn der Prüfungen beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses eingereicht werden. In diesem Fall sind die Nachschreibetermine verpflichtend.

Auch zum Nachtermin bin ich verhindert, was soll ich tun?

Für Prüfungsteilnehmer, die auch zum Nachtermin nicht teilnehmen können, wird es einen dritten Prüfungstermin noch in diesem Schuljahr geben. Anders als in den Vorjahren ist eine vollständige Wiederholung der letzten Jahrgangsstufe nicht erforderlich. Diese Prüfungsteilnehmer haben dies beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bis zum 18. Juni 2020 zu beantragen.

Schülerinnen und Schüler, die aus einem wichtigen Grund an der Prüfung zum Zweittermin nicht teilnehmen konnten und die Prüfung nicht nachholen möchten, können auf Antrag die Jahrgangsstufe wiederholen und die Abiturprüfung im Anschluss daran ablegen. Diese Prüfungsteilnehmer haben dies beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bis zum 18. Juni 2020 zu beantragen. Die Wiederholung dieser Jahrgangsstufe wird nicht auf die Verweildauer angerechnet.

Wie kann der Infektionsschutz gewährleistet werden?

Für die Durchführung der Prüfungen werden strenge Hygienevorgaben und Abstandsgebote für Lehrer und Schüler gelten. Die Prüflinge werden im gegebenen Fall auf mehrere Räume verteilt. Das gesundheitliche Risiko ist damit niedriger als in anderen Bereichen des Berufslebens. Schon allein aus Gründen des Infektionsschutzes sollten Abiturientinnen und Abiturienten die Haupttermine für die Prüfungen nutzen.

Gibt es Änderungen bei der Zweitkorrektur der schriftlichen Prüfungen?

Um die besondere Prüfungssituation angemessen zu berücksichtigen, werden die Zweitkorrekturen in diesem Jahr ausnahmsweise an derselben Schule erfolgen. Die Korrektoren können so die durch die Corona-Pandemie aufgetretenen schulinternen Besonderheiten bei der Wissensvermittlung besser eingehen. Im Unterricht nicht vermitteltes Wissen wird bei der Bewertung im Sinne des Schülers berücksichtigt.

Ich fühle mich bei der Bewertung meiner Prüfungsleistung benachteiligt. An wen kann ich mich wenden?

Für besondere Härtefälle, die im Ergebnis der Abiturprüfungen auftreten, wird eine Beratungsstelle im Landesamt für Schule und Bildung eingerichtet. Dorthin können sich Schülerinnen und Schüler , Eltern und Lehrkräfte im Streit- oder Beschwerdefall wenden.

Schüler der Abschlussklassen können nach den Osterferien wieder an die Schulen

Mitteilung des Sächsischen Kultusministeriums:

Das sächsische Kabinett hat am 09. April nicht nur eine Entscheidung zu den Abiturprüfungen getroffen. Auch Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen können nach den Osterferien die Schulen wieder besuchen.

Zu den Abschlussklassen zählen:

  • die 10. Klassen der Oberschulen und Förderschulen
  • die 12. Klasse der allgemeinbildenden Gymnasien
  • Klassen, die Abschlussprüfungen an Schulen des zweiten Bildungsweges und berufsbildenden Schulen schreiben

NICHT die 11. Klasse der Gymnasien

Sachsens Kabinett hat entschieden, dass unter besonderer Berücksichtigung des Infektionsschutzes nicht nur die Abiturprüfungen an den allgemeinbildenden und Beruflichen Gymnasien in öffentlicher und in freier Trägerschaft im Freistaat Sachsen wie geplant stattfinden. Gleichfalls wurde die Entscheidung getroffen, ab dem 20. April 2020 die Gymnasien sowie Ober- und Förderschulen (mit Ausnahme des Förderschwerpunktes geistige Entwicklung), die entsprechenden Bildungsgänge an den Schulen des zweiten Bildungsweges und die berufsbildenden Schulen für die Abschlussklassen zu öffnen.

Die Rechtsverordnung wird kommende Woche dahingehend geändert, dass der Unterricht in den Abschlussjahrgängen und eine Durchführung von Prüfungen an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen möglich wird. Insbesondere wird dabei berücksichtigt, dass sowohl für den Unterricht in den Abschlussjahrgängen als auch für Prüfungsvorbereitung und Prüfungsdurchführung die gesamten Schulgebäude genutzt werden können und sich nur die betreffenden Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie sonstiges erforderliches Personal in diesem Zeitraum im Schulgebäude aufhalten. Das Unterrichts- und Prüfungsgeschehen kann unter diesen Bedingungen räumlich so entzerrt werden, dass Infektionen nach menschlichem Ermessen weitestgehend vermieden werden können.