Ankündigung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

UPDATE 28.11.2020 13:43 Uhr

Ab fünf Tagen andauernder Überschreitung des Inzidenzwertes von 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und pro Woche (siehe Corona-Ampel Dresden), werden mit der neuen Corona-Schutz-Verordnung folgende Maßnahmen wirksam:

  • Weiterführende Schulen gehen in Absprache mit dem Kultusministerium in den Wechselunterricht. Grundsätzlich ausgenommen sind die Abschlussklassen.
  • Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auch im Unterricht wird ab Klassenstufe 7 für alle Schularten Pflicht.
  • An allen Förderschulen in Hochinzidenzgebieten wird das Prinzip der festen Klassen eingeführt

Alle bisherigen Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen gelten fort. Die Weihnachtsferien beginnen am 21. Dezember 2020. Das heißt, der letzte Schultag ist der 18. Dezember 2020.

»Wir werden je nach Lage vor Ort in Rücksprache mit den Schulleitungen zum Wechselunterricht Einzelfallentscheidungen treffen. Im Interesse jeder einzelnen Schülerin und jedes einzelnen Schülers müssen wir dafür sorgen, dass der Unterricht an Schulen, die nur wenig oder gar nicht von Infektionen betroffen sind, im Regelbetrieb weiterlaufen kann, solange es möglich ist. Außerdem ist mir wichtig, die Schulen bei dieser schwierigen Entscheidung nicht allein zu lassen« sagt Kultusminister Piwarz.

Quelle: https://www.bildung.sachsen.de/blog/index.php/2020/11/27/schule-und-kita-land-verschaerft-massnahmen-in-hochinzidenzgebieten/

Kommentar des StadtSchülerRats Dresden

Unser Vorsitzender Jack Müller dazu: „Wir stehen den neuen Maßnahmen für die Sächsischen und damit auch Dresdner Schulen grundsätzlich positiv gegenüber. Es ist erfreulich zu sehen, dass das SMK ähnliche Regelungen, zu denen von uns am 20.11.2020 geforderten Anpassungen des Unterrichtalltags an das aktuelle Infektionsgeschehen, getroffen hat. Insbesondere die Priorisierung der Abschlussklassen ist begrüßenswert, sollte aber zusätzlich noch um die Klassenstufen 5 und 6 erweitert werden.

Die verschärften Maßnahmen sind erforderlich, um weiterhin den allgemeinen Unterrichtsbetrieb an unseren Schulen für alle sicher aufrecht erhalten zu können. Dennoch sollte aus Sicht des SSR Dresden die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern im Unterricht primäres Ziel sein, damit der Präsenzunterricht auch künftig ohne Maske für Schülerinnen und Schüler fortgeführt werden kann.“

Kommentar des LandesSchülerRats Sachsen

Bei der derzeitigen Infektionslage in Sachsen hält der Landesschülerrat (LSR) die Einführung von Wechselunterricht in den Schulen für richtig. „Schulen sollten dabei die Freiheiten besitzen, für die konkreten Bedingungen – zum Beispiel die Häufigkeit der Wechsel – auf ihre jeweiligen Besonderheiten einzugehen, vor allem räumliche Situation und Klassenstärken“, sagte Landesschülersprecherin Joanna Kesicka laut einer Mitteilung vom Samstag. Die Formate sollten in Absprache mit den Schülervertretern gestaltet werden.

Generell begrüßte der Landesschülerrat die beschlossenen Maßnahmen der Landesregierung. Am Freitag lagen laut Gesundheitsministerium zehn der 13 Landkreise und kreisfreien Städte über der kritischen Grenze von 200 Infektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Der Landesschülerrat forderte bei der Einführung von Wechselunterricht entsprechende Nachteile für die Schüler auszugleichen. „Spätestens mit dem Wechselmodell wird auffällig, dass dieses Schuljahr kein normales Schuljahr ist. Deswegen können es auch nicht normale Maßstäbe sein, die für Zeugnisse und Abschlüsse angelegt werden“, erläuterte Kesicka. (dpa)