UPDATE 12.12.2020/ 11:00 Uhr

In der heutigen Kabinettssitzung wurde die neue Corona-Schutzverordung beschlossen, welche unter anderem die Schließung von Schulen, Schulinternaten und Einrichtungen der Kindertagesbetreuung bis einschließlich zum 8. Januar 2021 vorsieht.

Vom 14. bis 18. Dezember 2020 und vom 04. bis 08. Januar 2021 gehen demnach alle Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in die häusliche Lernzeit. Die Schulbesuchspflicht wird für diese Zeit aufgehoben. Für Schülerinnen und Schüler der Primarstufe (Grundschule und Förderschule Klassenstufe 1 – 4) wird eine Notbetreuung eingerichtet.

Eine Notbetreuung kann nur dann in Anspruch genommen werden, wenn beide Personensorgeberechtigten (oder der alleinige Personensorgeberechtigte) in einem systemrelevanten Beruf tätig und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Gründe an einer Betreuung des Kindes gehindert sind. Für bestimmte Berufsgruppen genügt es, wenn nur einer der Personensorgeberechtigten beruflich tätig ist und an einer Betreuung des Kindes gehindert ist. Eine Notbetreuung ist auch möglich, wenn das Jugendamt eine drohende Kindeswohlgefährdung feststellt.

Kultusminister Christian Piwarz warb dafür, während der häuslichen Lernzeit die Online-Angebote des Freistaates zu nutzen. »Wir haben die Zeit seit dem ersten Lockdown genutzt und sind mit unseren digitalen Diensten deutlich besser aufgestellt als im Frühjahr«, stellte der Minister klar.

So können sich Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler über das zentrale Identitätsmanagement Schullogin mit nur einem Login anmelden und direkt auf die Lernplattformen LernSaX, Opal Schule und Moodle zugreifen. Zudem stehen den Schulen mit MeSax und Mundo frei zugängliche Bildungsmediatheken zur Verfügung. Um Videokonferenzen schnell und einfach durchführen zu können, steht allen sächsischen Schulen der Videokonferenzdienst BigBlueButton ebenso zentral über Schullogin zur Verfügung. Als eines der wenigen Bundesländer bietet Sachsen zudem mit der Online-Lernplattform Sofatutor Zugang zu rund 11.000 Lernvideos, 43.000 interaktiven Übungen und 38.000 Arbeitsblättern für alle Jahrgangsstufen.

»Der Unterricht in häuslicher Lernzeit soll sich grundsätzlich weiter an den Lehrplänen orientieren. Wenn die Lehrplaninhalte nicht digital vermittelt werden können, müssen analoge Wege beschritten werden. In jedem Fall sollen die Schülerinnen und Schüler Rückmeldungen für ihre erbrachten Leistungen in häuslicher Lernzeit bekommen. Lehrerinnen und Lehrer sollen mit ihren Schülern regelmäßig in Kontakt bleiben und dafür die dienstliche E-Mail-Adresse nutzen. Wer immer noch nicht über eine E-Mail verfügt, kann diese problemlos bei Schullogin einrichten. Die Eltern können und sollen die Aufgaben der Lehrerinnen und Lehrer nicht übernehmen und den Unterricht in der Schule ersetzen«, unterstreicht Kultusminister Christian Piwarz.

Kommentar des StadtSchülerRats Dresden

Unser Vorsitzender Jack Müller dazu: „Die Meldung der allgemeinen Schulschließung kommt, wie bereits im Frühjahr, für Schülerinnen und Schüler sehr überraschend. Der erneute Übergang in die häusliche Lernzeit, ohne jeglichen Präsenzunterricht, bringt reihenweise Herausforderungen mit sich und trifft insbesondere die Abschlussklassen hart. Es bleibt abzuwarten, ob die für den digitalisierten Unterricht getroffenen Maßnahmen ausreichen, um eine vergleichbare Unterrichtsqualität zu gewährleisten. Wir als StadtSchülerRat verfolgen die Entwicklung in den nächsten Tagen und Wochen sehr genau und werden auf mögliche Problemfelder aufmerksam machen.“

Die vollständige Position des Stadtschülerrats Dresden zur Aussetzung des Präsenzunterrichts findest du in unserer neuen Pressemitteilung.