Häusliche Lernzeit wird verlängert

Update 08.01.2021 14:36 Uhr

Die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Bundesländer haben sich bei ihrer Videoschalte mit Kanzlerin Angela Merkel am 05.01.2021 auf weitere Regeln im Kampf gegen die Corona-Pandemie verständigt.

Für Sachsens Schülerinnen und Schüler gibt es folgende Neuerungen:

  • Die häusliche Lernzeit wird mindestens bis zum 29. Januar fortgesetzt
  • Vor- und Abschlussklassen an Oberschulen (Klassenstufen 9 und 10), Gymnasien (Klassenstufen 11 und 12), Beruflichen Gymnasien (Klassenstufen 12 und 13) und Fachoberschulen können die Schulen ab dem 18. Januar wieder besuchen
  • Das SMK plant, Schnelltests durch professionelle Testteams für Schüler*innen und Lehrkräfte auf freiwilliger Basis durchführen zu lassen.
  • Die Winterferien werden gekürzt und sind vom 31.01. bis zum 06.02.2021
  • Schüler, deren Eltern langfristig für die Winterferien Urlaub gebucht haben, können sich mit einem begründeten Antrag bei der Schulleitung vom Schulbesuch befreien lassen.
  • Die Osterferien werden verlängert, beginnen am 27.03. und enden wie geplant am 10.04.2021
  • Für Schülerinnen und Schüler der Primarstufe (Grundschule und Förderschule Klassenstufe 1 – 4) sowie für Kita- und Hortkinder wird weiterhin eine Notbetreuung angeboten

Ab dem 8. Februar werden Grundschulen und Kindertageseinrichtungen im eingeschränkten Regelbetrieb geöffnet. Gruppen und Klassen müssen dann wie im Frühjahr voneinander getrennt werden. An weiterführenden Schulen ab der Klassenstufe 5 soll der Unterricht dann im Wechsel zwischen Präsenzzeit an der Schule und Lernzeit zu Hause erfolgen.

Kommentar des Kultusministers:

»Nur wenn es die Infektionslage erlaubt, werden die Bildungseinrichtungen nach der einen Woche Winterferien wieder geöffnet. Mir ist bewusst, dass wir den Kindern und Jugendlichen, ihren Eltern, aber auch den Pädagogen damit sehr viel abverlangen. Aber die anhaltend hohen Infektionszahlen erlauben derzeit keine Öffnung der Schulen und Kitas«, so Kultusminister Christian Piwarz.

Kommentar des Landesschülerrats:

Der Landesschülerrat Sachsen hält die Entscheidung, den Distanzunterricht um zwei weitere Wochen zu verlängern, für akzeptabel. Die Vorsitzende des LSR Joanna Kesicka dazu: „Die Schülerinnen und Schüler verlassen sich ab jetzt auf die Ankündigung, dass ab Februar tatsächlich flächendeckend Unterricht im Wechselmodell angeboten wird. Damit dies möglich wird, muss die Staatsregierung aber auch in anderen Bereichen mit ihren Corona-Maßnahmen erfolgreich sein, um die Infektionszahlen zu senken. Die Ankündigung des Wechselmodells ist auch eine Selbstverpflichtung: die Staatsregierung muss die Corona-Lage außerhalb der Schulen endlich in den Griff bekommen, und die Schulaufsicht muss sicherstellen, dass alle Schulen entsprechende Konzepte und Planungen bis Anfang Februar erarbeitet haben.“

Positiv bewertet der LSR, dass Sonderregeln für die Abschlussklassen gelten: „Jene Schülerinnen und Schüler, die bald Prüfungen schreiben, brauchen die bestmögliche Prüfungsvorbereitung. Deswegen ist es richtig, direkt ab 18. Januar Präsenzformate unter Beachtung der Infektionsschutzmaßnahmen in den sonst noch leeren Schulen stattfinden zu lassen. Dass es zudem ein Testkonzept geben wird, gibt den Schülerinnen und Schülern weitere Sicherheit – auch wenn wir uns im Nachhinein die Frage stellen, warum so etwas im Dezember noch nicht möglich war. Grundsätzlich ist dieser Weg aber zu begrüßen“, so Joanna Kesicka weiter.

Zudem weist der LSR auf den generellen, nach wie vor unverändert hohen Notendruck bei Schülerinnen und Schülern hin: „Je länger Distanzlernen und Wechselmodelle andauern, desto gewichtiger wird auch die Frage nach den Bewertungen. Hier sollte eine Lösung für alle Klassenstufen gefunden werden. Die Verringerung der Klausurenanzahl in der Sekundarstufe II wäre ein Anfang, aber auch für jüngere Klassenstufen muss für das zweite Schulhalbjahr eine Lösung gefunden werden“, so KESICKA abschließend.

Quellen: Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus 05.01.21 22:45 Uhr,
Pressemitteilung des LSR Sachsen 05.01.21 23:53

Probleme bei LernSax

UPDATE 17.12.2020/ 15:00 Uhr

Den dritten Tag in Folge lief LernSax auch gestern nicht einwandfrei. Die Ursachen dafür sind im Rechenzentrum in Karlsruhe zu suchen. Nachdem bereits in der Vorwoche DDoS-Attacken LernSax zeitweilig behinderten, haben nachfolgende technische Probleme im Rechenzentrum zu einer bisher dreitägigen eingeschränkten Verfügbarkeit von LernSax geführt. Mittlerweile ist es den Technikern gelungen, nicht nur die eigentliche Problemlage zu analysieren, sondern auch erste erfolgreiche Schritte zur Bewältigung zu unternehmen. Dies ist im laufenden Betrieb nicht ganz unkritisch umzusetzen, da es sich um einen Fehler auf Systemebene handelt.

In der Folge zeigte sich LernSax gestern über weite Strecken gut zugänglich, allerdings mit Problemen in der Hauptarbeitszeit von 9:00 – 11:30 Uhr. Weitere Maßnahmen bis in das kommende Wochenende hinein werden hoffentlich den gewünschten Effekt einer weiteren Normalisierung der Situation bewirken. Bis dahin kann es auch heute noch und in den nächsten Tagen zu Einschränkungen in der Nutzung von LernSax kommen.

»Ich bedauere, dass es ausgerechnet in dieser angespannten Situation zu diesem Zwischenfall gekommen ist. Ich kann immer nur wieder versichern, dass alles Erforderliche unternommen wird, um die Anfälligkeit des Systems weiter zu minimieren. Zwischenzeitlich wurde ein zusätzliches Sicherheitssystem beauftragt, um gegen Cyberattacken besser gewappnet zu sein. Außerdem wurden und werden die Zugänge und Verteilsysteme im Rechenzentrum so angepasst, dass auch unter extremer Belastung Engpässe und Ausfälle möglichst vermieden werden können«, so Kultusminister Christian Piwarz.

Die Vorgeschichte: Am 9. Dezember fand ein massiver DDOS-Angriff gegen LernSax statt. Dabei handelt es sich um Verbindungsanforderungen und ähnliche Pakete, die zum Ziel haben, das Netzwerk des Systems zu überlasten. Es wurden weder Daten vom eigentlichen System entwendet noch etwas beschädigt. Einzig die Erreichbarkeit war gestört. Dazu hat bereits eine Cybercrime-Einheit des Landeskriminalamts Baden- Württemberg Ermittlungen aufgenommen.

Auch gegen ein weiteres Lernmanagementsystem, welches im selben Rechenzentrum gehostet wird, gab es vom 6. Dezember bis zum 14. Dezember fortlaufende DDoS-Angriffe in mehreren täglichen Wellen, die mehrmals auch zu Einschränkungen bei LernSax führten. Dies wird so von der Digionline GmbH, welche LernSax in sächsischem Auftrag betreibt, berichtet und vom Betreiber des Rechenzentrums, der Bringe GmbH, ausdrücklich bestätigt.

Warum Lernsax bei lediglich 30.000 bis 60.000 gleichzeitigen Nutzern so komplett in die Knie ging, war zunächst nicht ersichtlich. Bei der weiteren Analyse des Vorfalls zeigte sich, dass nicht die Cyberangriffe das alleinige Problem waren, sondern die Hauptfehlerquelle in der Technik (NFC Clientkomponente des Linux-Kernels) des Rechenzentrums zu suchen ist. An der Behebung des Problems arbeitet das Rechenzentrum seitdem fieberhaft.

Fest steht, dass die Speicherkapazität für LernSax ausreichend ist: Insgesamt 20 Terabyte gespeicherten Daten stehen Reserven von 133 Terabyte gegenüber. Es wurden allein von gestern früh bis gestern Abend 130.000 Dateien hochgeladen. Die Auslieferung kann um ein Vielfaches höher sein. Ebenso laufen die Datenbankserver nicht unter Voll-Last, sondern haben ausreichend Leistungsreserven. Engpässe gibt es jedoch auf Grund des Softwarefehlers bei den Vermittlungsservern des Rechenzentrums, welche die eingehenden Anfragen verarbeiten. Dafür hat das Rechenzentrum zwischenzeitlich Abhilfe geschaffen. Mittlerweile verarbeiten 16 sogenannte Frontendserver und damit mehr als doppelt so viele wie vorher, die eingehenden Datenanfragen parallel und versuchen damit den Fehler zu umgehen. Für das Wochenende ist eine Maßnahme geplant, die das Problem an der Wurzel packen soll: LernSax wird auf ein neues System umziehen, welches nach anderen technischen Prinzipen arbeitet und für den festgestellten Fehler in der Software nicht anfällig ist. Der Betreiber des Rechenzentrums hat die notwendige Hardware bestellt und rechnet mit einer kurzfristigen Lieferung. Am kommenden Wochenende soll das neue Speichersystem eingerichtet werden.

Quelle: Medieninformation SMK 17.12.2020

Häusliche Lernzeit ab 14.12.

UPDATE 12.12.2020/ 11:00 Uhr

In der heutigen Kabinettssitzung wurde die neue Corona-Schutzverordung beschlossen, welche unter anderem die Schließung von Schulen, Schulinternaten und Einrichtungen der Kindertagesbetreuung bis einschließlich zum 8. Januar 2021 vorsieht.

Vom 14. bis 18. Dezember 2020 und vom 04. bis 08. Januar 2021 gehen demnach alle Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in die häusliche Lernzeit. Die Schulbesuchspflicht wird für diese Zeit aufgehoben. Für Schülerinnen und Schüler der Primarstufe (Grundschule und Förderschule Klassenstufe 1 – 4) wird eine Notbetreuung eingerichtet.

Eine Notbetreuung kann nur dann in Anspruch genommen werden, wenn beide Personensorgeberechtigten (oder der alleinige Personensorgeberechtigte) in einem systemrelevanten Beruf tätig und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Gründe an einer Betreuung des Kindes gehindert sind. Für bestimmte Berufsgruppen genügt es, wenn nur einer der Personensorgeberechtigten beruflich tätig ist und an einer Betreuung des Kindes gehindert ist. Eine Notbetreuung ist auch möglich, wenn das Jugendamt eine drohende Kindeswohlgefährdung feststellt.

Kultusminister Christian Piwarz warb dafür, während der häuslichen Lernzeit die Online-Angebote des Freistaates zu nutzen. »Wir haben die Zeit seit dem ersten Lockdown genutzt und sind mit unseren digitalen Diensten deutlich besser aufgestellt als im Frühjahr«, stellte der Minister klar.

So können sich Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler über das zentrale Identitätsmanagement Schullogin mit nur einem Login anmelden und direkt auf die Lernplattformen LernSaX, Opal Schule und Moodle zugreifen. Zudem stehen den Schulen mit MeSax und Mundo frei zugängliche Bildungsmediatheken zur Verfügung. Um Videokonferenzen schnell und einfach durchführen zu können, steht allen sächsischen Schulen der Videokonferenzdienst BigBlueButton ebenso zentral über Schullogin zur Verfügung. Als eines der wenigen Bundesländer bietet Sachsen zudem mit der Online-Lernplattform Sofatutor Zugang zu rund 11.000 Lernvideos, 43.000 interaktiven Übungen und 38.000 Arbeitsblättern für alle Jahrgangsstufen.

»Der Unterricht in häuslicher Lernzeit soll sich grundsätzlich weiter an den Lehrplänen orientieren. Wenn die Lehrplaninhalte nicht digital vermittelt werden können, müssen analoge Wege beschritten werden. In jedem Fall sollen die Schülerinnen und Schüler Rückmeldungen für ihre erbrachten Leistungen in häuslicher Lernzeit bekommen. Lehrerinnen und Lehrer sollen mit ihren Schülern regelmäßig in Kontakt bleiben und dafür die dienstliche E-Mail-Adresse nutzen. Wer immer noch nicht über eine E-Mail verfügt, kann diese problemlos bei Schullogin einrichten. Die Eltern können und sollen die Aufgaben der Lehrerinnen und Lehrer nicht übernehmen und den Unterricht in der Schule ersetzen«, unterstreicht Kultusminister Christian Piwarz.

Kommentar des StadtSchülerRats Dresden

Unser Vorsitzender Jack Müller dazu: „Die Meldung der allgemeinen Schulschließung kommt, wie bereits im Frühjahr, für Schülerinnen und Schüler sehr überraschend. Der erneute Übergang in die häusliche Lernzeit, ohne jeglichen Präsenzunterricht, bringt reihenweise Herausforderungen mit sich und trifft insbesondere die Abschlussklassen hart. Es bleibt abzuwarten, ob die für den digitalisierten Unterricht getroffenen Maßnahmen ausreichen, um eine vergleichbare Unterrichtsqualität zu gewährleisten. Wir als StadtSchülerRat verfolgen die Entwicklung in den nächsten Tagen und Wochen sehr genau und werden auf mögliche Problemfelder aufmerksam machen.“

Die vollständige Position des Stadtschülerrats Dresden zur Aussetzung des Präsenzunterrichts findest du in unserer neuen Pressemitteilung.

PM: Aussetzung des Präsenzunterrichts – gravierende Folgen für Schülerinnen und Schüler

Als Pressemitteilung zum Download 

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer kündigte in einer Pressekonferenz am 08.12.2020 die Häusliche Lernzeit für Schülerinnen und Schüler ab dem 14.12.2020 an. Entsprechend eines Entwurfs zur neuen Corona-Schutz-Verordnung, der dem StadtSchülerRat Dresden vorliegt, werden „Schulen, einschließlich der Schulinternate […] mit Ausnahme einer unter Voraussetzungen […] möglichen Notbetreuung geschlossen“. Diese und weitere Maßnahmen zur Bekämpfung der hohen Corona-Infektionszahlen, sollen am Freitag im Sächsischen Kabinett beschlossen werden. Der StadtSchülerRat erachtet die erweiterten Maßnahmen zum Infektionsschutz an Schulen zwar im Grundsatz für notwendig und richtig, verweist aber zugleich auf die enormen Herausforderungen, die mit einer pauschalen Schulschließung einhergehen.

„Die Meldung der allgemeinen Schulschließung kommt, wie bereits im Frühjahr, für Schülerinnen und Schüler sehr überraschend. Noch bis vor wenigen Wochen weigerte sich das Kultusministerium Wechelmodelle, wie vom StadtSchülerRat Dresden gefordert, anzuwenden und verwies dabei auf das geringe Infektionsgeschehen innerhalb der Schulen. Kultusminster Piwarz sagte damals: ‚Wer Wechselunterricht fordert, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, eine verlorene Schülergeneration heranzuziehen‘. Nicht einmal drei Wochen später stehen wir kurz vor einer Situation, die mit großer Sicherheit partiell tiefgreifende Wissenslücken und gefährdete Abschlüsse fordern wird, insbesondere wenn die Schulschließungen über den 08.01.2021 hinaus anhalten“, fasst unser Vorsitzender Jack MÜLLER zusammen, „Das frühere Ergreifen von Maßnahmen hätte möglicherweise die komplette Schließung von Schulen, wie es uns jetzt bevorsteht, verhindern können.“

Die Abschlussklassen sieht der StadtSchülerRat Dresden durch die Aussetzung des Präsenzunterrichts besonders gefährdet. An vielen Dresdner Schulen waren Schülerinnen und Schüler über mehrere Wochen in Quarantäne und haben infolge dessen zahlreiche Leistungskontrollen verpasst, die sie nun nachholen müssten. Hauptsächlich in den Abschlussklassen der Gymnasien, bei denen das erste Schulhalbjahr bereits am 18. Dezember endet, fehlen teils noch wichtige Noten für das Kurshalbjahr 12/I. Daher appelliert der StadtSchülerRat Dresden eindringlich, den Schulen bis zum Beginn der Weihnachtsferien freizustellen, Klausuren und Tests in Präsenz schreiben zu lassen und im Januar freiwillige Präsenzkonsultationen in den wichtigsten Fächern für Schüler der Abschlussklassen anzubieten. Insbesondere durch die Abwesenheit der anderen Klassenstufen, können die Abstands- und Hygieneregeln hierbei zuverlässig eingehalten werden.

Sollte sich die Häusliche Lernzeit über den 08.01.2021 hinaus erstrecken, so muss es aus Sicht des SSR Dresden eine deutliche Reduzierung der zu erbringenden Noten in allen Jahrgangsstufen der weiterführenden Schulen geben, wie es bereits gegen Ende des Schuljahres 2019/20 der Fall war. Zudem muss dann auch über weitere Nachteilsausgleiche für den Prüfungsjahrgang 2021 nachgedacht werden.

Grundsätzlich bleibt es abzuwarten, ob die für den digitalisierten Unterricht getroffenen Maßnahmen ausreichen, um eine vergleichbare Unterrichtsqualität zu gewährleisten. Sachsen hat sein Angebot an digitalen Unterrichtsinhalten und die Funktionen der Lernplattformen im Vergleich zum Frühjahr deutlich erweitert, was begrüßenswert ist. Zusätzlich wurden 4.300 Laptops durch die Landeshauptstadt Dresden für bedürftige Schülerinnen und Schüler bereitgestellt.

Trotz dieser ermutigenden Entwicklung ist die Umsetzung des digitalen Lernens noch sehr differenziert an Dresdner Schulen. Der Unterrichtsstoff wird auf verschiedenste Art und Weise vermittelt, mal mehr und mal weniger effektiv. Hierbei appelliert der StadtSchülerRat Dresden an die Schulleitungen ein schulinternes Konzept zu erstellen, das die Vermittlung von Unterrichtsinhalten einheitlich und genau regelt. Jede Schülerin und jeder Schüler sollte wissen, wann welche Aufgaben, aus welchem Fach und in welcher Form bearbeitet werden müssen und wo diese auffindbar sind. Inhalte des selbstständigen Arbeitens und interaktive Methoden, wie beispielweise Videokonferenzen, sollen dabei in einem ausgewogenen Verhältnis genutzt werden.

„Wir als StadtSchülerRat werden die Entwicklung in den nächsten Tagen und Wochen sehr genau verfolgen und auf mögliche Problemfelder weiter aufmerksam machen“, sagt Stadtschülersprecher Jack MÜLLER abschließend.

Erweiterte Maßnahmen in Hochinzidenzgebieten

Ankündigung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

UPDATE 28.11.2020 13:43 Uhr

Ab fünf Tagen andauernder Überschreitung des Inzidenzwertes von 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und pro Woche (siehe Corona-Ampel Dresden), werden mit der neuen Corona-Schutz-Verordnung folgende Maßnahmen wirksam:

  • Weiterführende Schulen gehen in Absprache mit dem Kultusministerium in den Wechselunterricht. Grundsätzlich ausgenommen sind die Abschlussklassen.
  • Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auch im Unterricht wird ab Klassenstufe 7 für alle Schularten Pflicht.
  • An allen Förderschulen in Hochinzidenzgebieten wird das Prinzip der festen Klassen eingeführt

Alle bisherigen Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen gelten fort. Die Weihnachtsferien beginnen am 21. Dezember 2020. Das heißt, der letzte Schultag ist der 18. Dezember 2020.

»Wir werden je nach Lage vor Ort in Rücksprache mit den Schulleitungen zum Wechselunterricht Einzelfallentscheidungen treffen. Im Interesse jeder einzelnen Schülerin und jedes einzelnen Schülers müssen wir dafür sorgen, dass der Unterricht an Schulen, die nur wenig oder gar nicht von Infektionen betroffen sind, im Regelbetrieb weiterlaufen kann, solange es möglich ist. Außerdem ist mir wichtig, die Schulen bei dieser schwierigen Entscheidung nicht allein zu lassen« sagt Kultusminister Piwarz.

Quelle: https://www.bildung.sachsen.de/blog/index.php/2020/11/27/schule-und-kita-land-verschaerft-massnahmen-in-hochinzidenzgebieten/

Kommentar des StadtSchülerRats Dresden

Unser Vorsitzender Jack Müller dazu: „Wir stehen den neuen Maßnahmen für die Sächsischen und damit auch Dresdner Schulen grundsätzlich positiv gegenüber. Es ist erfreulich zu sehen, dass das SMK ähnliche Regelungen, zu denen von uns am 20.11.2020 geforderten Anpassungen des Unterrichtalltags an das aktuelle Infektionsgeschehen, getroffen hat. Insbesondere die Priorisierung der Abschlussklassen ist begrüßenswert, sollte aber zusätzlich noch um die Klassenstufen 5 und 6 erweitert werden.

Die verschärften Maßnahmen sind erforderlich, um weiterhin den allgemeinen Unterrichtsbetrieb an unseren Schulen für alle sicher aufrecht erhalten zu können. Dennoch sollte aus Sicht des SSR Dresden die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern im Unterricht primäres Ziel sein, damit der Präsenzunterricht auch künftig ohne Maske für Schülerinnen und Schüler fortgeführt werden kann.“

Kommentar des LandesSchülerRats Sachsen

Bei der derzeitigen Infektionslage in Sachsen hält der Landesschülerrat (LSR) die Einführung von Wechselunterricht in den Schulen für richtig. „Schulen sollten dabei die Freiheiten besitzen, für die konkreten Bedingungen – zum Beispiel die Häufigkeit der Wechsel – auf ihre jeweiligen Besonderheiten einzugehen, vor allem räumliche Situation und Klassenstärken“, sagte Landesschülersprecherin Joanna Kesicka laut einer Mitteilung vom Samstag. Die Formate sollten in Absprache mit den Schülervertretern gestaltet werden.

Generell begrüßte der Landesschülerrat die beschlossenen Maßnahmen der Landesregierung. Am Freitag lagen laut Gesundheitsministerium zehn der 13 Landkreise und kreisfreien Städte über der kritischen Grenze von 200 Infektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Der Landesschülerrat forderte bei der Einführung von Wechselunterricht entsprechende Nachteile für die Schüler auszugleichen. „Spätestens mit dem Wechselmodell wird auffällig, dass dieses Schuljahr kein normales Schuljahr ist. Deswegen können es auch nicht normale Maßstäbe sein, die für Zeugnisse und Abschlüsse angelegt werden“, erläuterte Kesicka. (dpa)

Dresdner Schulen erhalten Laptops

Mitteilung der Landeshauptstadt Dresden

Im Rahmen der sogenannten „Mobile-Endgeräte-Förderverordnung“, welche während der aktuellen Corona-Situation durch die Bundesregierung ins Leben gerufen wurde, konnten insgesamt 4.300 Laptops für Dresdner Schulen angeschafft werden. Damit sollen die Bildungseinrichtungen die Herausforderungen während der Pandemie besser meistern können.

Bildungsbürgermeister Jan Donhauser sagt: „Dank des Förderprogrammes konnten wir die notwendigen Voraussetzungen dafür schaffen, Kindern und Jugendlichen die bestmögliche Förderung, Teilhabe und Chancengerechtigkeit zu ermöglichen. Ich danke vor allem dem Freistaat Sachsen für die Bereitstellung der zusätzlichen Finanzen aber auch meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Verwaltung. Innerhalb von drei Wochen konnten die 4.300 Geräte geliefert, geprüft, inventarisiert und verteilt werden. Die Schulen können nun individuell, schnell und unbürokratisch auf Bedürfnisse vor Ort reagieren. Ein großer Dank geht auch an die Firma CES für die gute Zusammenarbeit.“

Die Landeshauptstadt Dresden als Schulträger überlässt es den Schulen selbst zu entscheiden, welche Kinder Geräte erhalten. Im Fokus sollen jedoch Kinder und Jugendliche stehen, bei denen soziale Ungleichgewichte ausgeglichen werden müssen.

Kommentar des StadtSchülerRats Dresden

„Der StadtSchülerRat Dresden begrüßt diese Maßnahme der Landeshauptstadt Dresden ausdrücklich. Der Internetzugang, sowie der Besitz eines entsprechenden Endgeräts, wie Laptop oder Tablet, sind die Grundlagen für einen schnellen Austausch von Unterrichtsmaterialien, Aufgaben, Fragen und Lösungen zwischen Schülern und Lehrern im Homeschooling. Auch in so einer schwierigen Situation, wie wir sie aktuell haben, muss die Bildungsgerechtigkeit in Deutschland und somit auch in Dresden gewährleistet sein. Für sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler dürfen durch die Corona-Krise keine Nachteile entstehen. Die Bereitstellung von Laptops an Bedürftige ist ein deshalb ein wichtiger Schritt, auch hinsichtlich einer möglichen Rückkehr in die häusliche Lernzeit“, sagt Jack Müller, Vorsitzender des SSR Dresden.

Quelle: https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2020/11/pm_071.php

Flexibilität statt Regelbetrieb um jeden Preis

Flexibilität statt Regelbetrieb um jeden Preis – Notwendige Anpassung des Unterrichtalltags an das aktuelle Infektionsgeschehen

Als Pressemitteilung zum Download

Am 23. Oktober 2020 überschritt Dresden die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern und wurde wie zahlreiche andere kreisfreie Städte und Landkreise zum Risikogebiet erklärt. Die Ministerpräsidentenkonferenz beschloss am 28.10.2020 in Reaktion neue Maßnahmen zur Eindämmung der expandierenden Corona-Infektionszahlen. Schulen bleiben von den Maßnahmen indessen unberührt und sind weiterhin im Regelbetrieb. Der StadtSchülerRat Dresden (SSR Dresden) sieht erheblichen Handlungsbedarf bei der Anpassung des Unterrichtalltags an das aktuelle Infektionsgeschehen.

Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung

Die sächsische Landesregierung ergänzte in der Corona-Schutz-Verordnung vom 30.10.2020 die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht der Sekundarstufe II, wenn die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern nicht umsetzbar ist. Der SSR Dresden toleriert diese Regelung des SMK in Anbetracht des aktuellen Infektionsgeschehens. Zugleich fordern wir alle Dresdner Schulen nach individuellen Kapazitäten dazu auf, den Mindestabstand in den Klassenräumen wann immer es geht und insbesondere während der Leistungserhebungen zu ermöglichen.

Stadtschülersprecher Jack MÜLLER dazu: „Wir sind weiterhin der festen Überzeugung, dass die Maske im Unterricht eine beträchtliche Einschränkung für Schülerinnen und Schüler mit sich bringt und keine Dauerlösung sein darf. Jedoch ist es für die älteren Schüler vorrübergehend eine akzeptable Einschränkung, damit diese an dem zur Prüfungsvorbereitung essentiellen Präsenzunterricht lückenlos teilnehmen können. In der Sekundarstufe I sprechen wir uns aber weiterhin gegen eine Maskenpflicht im Unterricht aus und plädieren stattdessen für anderweitige Infektionsschutzmaßnahmen.“

Hybrider Unterricht für ausgewählte Klassenstufen

Das aktuelle Pandemiegeschehen erfordert nach Einschätzung des StadtSchülerRats flexiblere Lösungen für die Aufrechterhaltung des Unterrichts. Weder der vollumfängliche Regelbetrieb noch flächendeckende Schulschließungen sind angesichts der aktuellen Lage tragbar. Demnach setzen wir uns für einen Wechsel aus Präsenzunterricht und häuslicher Lernzeit für Schülerinnen und Schüler der Förderschulen, der Oberschulen und der allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien bis zu den Winterferien im Februar 2021 ein. Lediglich die 5. und 6. Klassen und Abschlussklassen aller genannten Schularten, sowie zusätzlich die Vorabschlussklassen der allgemeinbildenden und der beruflichen Gymnasien im Kurssystem sollten weiterhin im vollständigen Präsenzunterricht lernen.

„Die Erfahrungen aus dem vergangenen Schuljahr haben uns gezeigt, dass ein Großteil der Schülerinnen und Schüler mit einer hybriden Unterrichtsform gut zurechtkommt. Neue Lerninhalte können während des Präsenzunterrichts aufgenommen und in der häuslichen Lernzeit selbstständig geübt und gefestigt werden. Übungsaufgaben für Zuhause kann man bereits in der Schule austeilen und später im Gruppenverband besprechen, sodass digitale Unterrichtsmethoden und damit einhergehend die Diskrepanz von unterschiedlichen familiären, sozialen und technischen Voraussetzungen nicht signifikant für den Lernfortschritt sind“, sagt Jack MÜLLER,  „Die jüngeren Schüler der 5. und 6. Klasse sowie die Abschlussklassen haben jedoch ein besonderes Betreuungsbedürfnis, welches unserer Auffassung nach nur durch einen lückenlosen Präsenzunterricht abgesichert werden kann.“

Die genannten Maßnahmen sind erforderlich, um weiterhin den allgemeinen Unterrichtsbetrieb an unseren Schulen aufrecht erhalten zu können. Zwar gibt es prozentual nur wenige Schülerinnen und Schüler, die sich derzeit in den Schulen mit Covid-19 infizieren, doch ist mit jeder auftretenden Infektion eine umfassende Schülerzahl betroffen, die sich vorsorglich in Quarantäne begeben muss. Hier muss es das Ziel sein, die Infektionsgruppen mithilfe des hybriden Unterrichts in feste Klassen einzugrenzen und zu verringern. Das gibt den Schulen, Lehrern und Schülern darüber hinaus eine zusätzliche Planungssicherheit und Stabilität in der Unterrichtsorganisation.

„Wir müssen in den Klassen die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern erreichen, damit der Präsenzunterricht in der Sekundarstufe I auch weiterhin ohne Maske sicher für Schülerinnen und Schüler fortgeführt werden kann. Das ist aus unserer Sicht derzeit nur mit einem hybriden Unterrichtssystem erreichbar und wir appellieren an den Sächsischen Kultusminister Piwarz dies entsprechend unserer Empfehlungen zeitnah einzuführen“, ergänzt MÜLLER abschließend.

Hinweis: Der StadtSchülerRat Dresden ist die gewählte und gesetzlich legitimierte Interessenvertretung der Dresdner Schülerinnen und Schüler und spricht in deren Namen.

Maskenpflicht im Unterricht – was jetzt?

Die neue Sächsische Corona-Schutz-Verordnung (SächsCoronaSchVo) vom 30.10.2020 sieht ab Montag, den 02.11.2020 das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Unterricht der Sekundarstufe 2 vor. Die Pflicht besteht jedoch nicht „wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird“ (§3 Abs. 1 (6a)).

Der StadtSchülerRat Dresden spricht sich weiterhin gegen eine Maskenpflicht im Unterricht aus, welche die Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit der Schülerinnen und Schüler nachhaltig eingeschränkt. Wir prüfen derzeit unser weiteres Vorgehen gegen diese neue Anordnung und diskutieren alternative Maßnahmen zur Infektionsbekämpfung an Schulen.

Der Mindestabstand kann aufgrund baulicher Gegebenheiten der Dresdner Schulen in der Regel nicht eingehalten werden. Demzufolge muss ein Großteil der Jahrgangsstufen 11/12 an Gymnasien sowie Schülerinnen und Schüler der BSZs ab dem 02.11.2020 eine Maske während des Unterrichts und bei Leistungserhebungen tragen.

Was könnt ihr an Eurer Schule tun?

Wichtig ist insbesondere folgende Einschränkung der Maskenpflicht im Unterricht: Die Pflicht besteht nicht „wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird“ (§3 Abs. 1 (6a)).

Das bedeutet um eine Maskenpflicht an eurer Schule zu umgehen solltet ihr gemeinsam mit eurer Schulleitung die Raumplanung besprechen. Der Kursunterricht der Sekundarstufe 2 wird in kleineren Gruppen unterrichtet als der übliche Klassenverband. Setzt euch bei eurer Schulleitung dafür ein, dass je nach Kapazität möglichst viele Kursstunden in Klassenräumen unterrichtet werden, die in der Regel für 30 Schülerinnen und Schüler ausgelegt sind und in denen der Mindestabstand  von 1,5 Metern im Kursverband eingehalten werden kann.

Selbstverständlich stehen keiner Schule unbegrenzte Raumkapazitäten zur Verfügung. Hier solltet ihr gegenüber der Schulleitung Prioritäten setzen. Zum Beispiel sollten zunächst Klausuren oder andere Leistungserhebungen für die jeweilige Zeit in ausreichend große Räume verlegt werden. Stehen nicht ausreichend Klassenräume zur Verfügung, wäre auch eine zeitweise Nutzung von Gemeinschaftsräumen, wie z.B. Aula, Mensa oder Sporthallen für Leistungserhebungen unter Einhaltung des Mindestabstands denkbar.

Sucht gemeinsam mit eurer Schulleitung nach Möglichkeiten und Lösungen zur Einhaltung des Mindestabstands, damit ihr nicht generell mit einer Mund-Nasen-Bedeckung arbeiten müsst.

Neue Schutzmaßnahmen für Unterricht unter Pandemiebedingungen

Auszug aus dem SMK-Blog:

Änderungen in der Schule ab 2. November

  • Der Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen bleibt für alle Schularten.
  • Das Tragen einer Mund-Nasenbedeckung: siehe grafische Darstellung
  • Exkursionen zu außerschulischen Lernorten, Veranstaltungen mit externen Partnern, wie z. B. Elternabende oder auch GTA, sind abzusagen. GTA durch Lehrer kann weitergeführt werden.
  • Schülerpraktika sind abzusagen
  • Klassenfahrten sind nicht durchzuführen.
  • Schwimmunterricht kann aufgrund der Schließung der Schwimmhallen nicht stattfinden.

  1. Mund-Nasenbedeckung bei Schülerinnen und Schülern
    Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung außerhalb und im Unterricht für Schüler der berufsbildenden Schulen und die Schüler der Sekundarstufe 2 des allgemeinbildenden Gymnasiums (11. und 12. Klasse) wird Pflicht, solange Abstände untereinander nicht eingehalten werden können. In unteren Klassen spielen Ansteckungen zwischen den Schülern kaum eine Rolle. Meist werden die Infektionen von außen hereingetragen.
    Zukünftig sind Schülerinnen und Schüler ab der Klassenstufe 5 aller Schularten verpflichtet, außerhalb des Unterrichts eine Mund-Nasenbedeckung im Schulgebäude und auf dem Schulgelände zu tragen, wenn Abstände untereinander nicht eingehalten werden können. Im Unterricht besteht keine Maskenflicht.An Grundschulen, Horte sowie die Förderschulen (Primarbereich) besteht im Unterricht und außerhalb des Unterrichts keine Maskenpflicht. Hier wird das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf dem Schulgelände und dem Gebäude weiterhin empfohlen.
  2. Lehrer erhalten auf Wunsch FFP2-Masken
    Lehrerinnen und Lehrer erhalten auf Wunsch im Laufe der kommenden Woche FFP2-Masken. Kultusminister Piwarz an die Lehrkräfte gewandt: „Wir befinden uns in einer schwierigen Situation und ich kann die Sorgen nachvollziehen. Wir gehen nicht leichtfertig mit dem Schutz unserer Lehrer um. Wir arbeiten mit den Erkenntnissen aus der Wissenschaft, haben ein Blick auf die Zahlen und achten auf die Hygienekonzepte. Lehrer, die trotz der Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe unterrichten, haben wir auf Wunsch mit FFP2-Masken ausgestattet. In der nächsten Woche werden wir zusätzlich FFP2-Masken für alle Lehrer ausreichen, die das wünschen.“ Er appellierte aber auch an die Lehrer „Bitte halten Sie untereinander Abstand. Wenn dies in zu kleinen Lehrerzimmern nicht möglich ist, dann bitte setzen Sie die Maske auf oder nutzen Sie andere Räume. Nutzen Sie bitte auch die Testmöglichkeiten, die wir einmal wöchentlich kostenlos für Lehrer zur Verfügung stellen.“
  3. Konzentration auf das Kerngeschäft von Schule – den Unterricht
    Der Unterricht soll an den Schulen stattfinden; Besuche außerschulischer Lernorte und Schülerbetriebspraktika der Schüler allgemeinbildender Schulen finden bis Ende November nicht statt. Die Absolvierung der berufspraktischen Ausbildungsabschnitte in Betrieben und Einrichtungen bleibt unter Beachtung der Hygienevorschriften möglich. Ganztagesangebote (GTA) mit externen Partnern müssen für November entfallen. Die Ganztagesangebote, die durch Lehrer erfolgen, können weiter stattfinden.

Dresdens Schulalltag mit Corona – eine Zwischenbilanz

Pressemitteilung: Dresdens Schulalltag mit Corona – eine Zwischenbilanz

Als Pressemitteilung zum Download

Das Schuljahr 2019/20 endete angesichts der Corona Pandemie unter besonders erschwerten Bedingungen für Schüler, Lehrer und Eltern. Eine wochenlange Schulschließung und ein anschließender Wechsel aus Präsenzunterricht und häuslicher Lernzeit erforderte von allen Beteiligten ein außergewöhnliches Engagement. Dank des schülerorientierten Agierens des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus konnten jedoch die Auswirkungen der Pandemie auf Schülerinnen und Schüler weitgehend eingedämmt werden. Nun gilt es den Fokus auf das neue Schuljahr zu legen, Zurückgebliebenes aufzuarbeiten und den Regelbetrieb unter zumutbaren Bedingungen wieder aufzunehmen.

Der Rückblick

Kultusminister Piwarz hat von Beginn an der Krise immer wieder betont, dass die Abschlussprüfungen unverändert stattfinden sollen und so für klare Verhältnisse gesorgt. Schulen bekamen durch die kostenlose und unbürokratische Bereitstellung von „LernSax“ Unterstützung in der Umsetzung der häuslichen Lernzeit. Mit der Vorstellung des Drei-Stufen-Plans im April wurde allen Schülern eine Perspektive gegeben und eine zeitnahe Rückkehr zum unverzichtbaren Präsenzunterricht ermöglicht. Die darauffolgende Sonderregelung zur Notenvergabe, schulindividuelle Hygienemaßnahmen und die Möglichkeit zum Aufarbeiten von Lernbereichen in freiwilligen Konsultationen in den Sommerferien sorgten dafür, dass dies kein verlorenes Halbjahr war.

„Sachsen hat seine Schülerinnen und Schüler nicht im Stich gelassen – im Gegenteil. Das Kultusministerium hat die Schülerinteressen in den Vordergrund seiner teils kritisierten Entscheidungen gestellt und damit dem Prüfungsjahrgang 2020 einen vollwertigen Abschluss gesichert. Die zeitnahe Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts in allen Klassenstufen war keine einfache, aber die richtige Entscheidung und verhinderte größere Wissenslücken in der häuslichen Lernzeit. Der Präsenzunterricht fand an Dresdner Schulen unter höchstmöglichem Infektionsschutz und im größtmöglichen Umfang statt. Dafür danken wir allen Beteiligten“, so der Stadtschülersprecher Jack MÜLLER.

Festgestellte Defizite

Trotz des beispielgebenden Krisenmanagements des Kultusministeriums zeigt die Corona Pandemie wesentliche Defizite bei der Digitalisierung von Dresdner Schulen auf. Gerade zu Beginn der häuslichen Lernzeit war es vielen Schulen nur unzureichend oder gar nicht möglich, Unterrichtsinhalte digital zu vermitteln. Es fehlten technische Voraussetzungen und IT-Kenntnisse, sowohl bei Schülerinnen und Schülern als auch bei Schulen und Lehrern. MÜLLER dazu: „Es gibt Dresdner Schulen, die nicht einmal eine eigene Website oder E-Mail-Adressen für die Lehrer besitzen. Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch einige, die bereits seit Jahren mit eigens entwickelter Software und mobilen Apps arbeiten. Diese Diskrepanz wirkte sich sehr auf die Qualität des Lernens im Homeoffice aus.“

Ferner gilt es nun, schülerindividuell Wissensrückstände aufzuspüren und aufzuarbeiten. Denn trotz frühzeitiger Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts, gibt es eine nicht zu vernachlässigende Anzahl von Schülern, die im Homeoffice keine optimalen Lernerfolge erzielen konnten.

Der Ausblick

Im Laufe des nächsten Schuljahres muss darauf geachtet werden, ob alle prüfungsrelevanten Themen entsprechend des im Lehrplan festgelegten Umfangs behandelt werden können. Sollte sich dabei herausstellen, dass es insbesondere in den Prüfungsjahrgängen schulübergreifend bedeutende Wissensrückstände gibt, so muss es aus Sicht des SSR Dresden einen verhältnismäßigen Nachteilsausgleich bei den Abschlussprüfungen 2021 geben. Das Schuljahr 2020/21 bietet jedoch noch einige Zeit, um zu kurz gekommene Lernbereiche zu festigen. Demzufolge sehen wir im Moment keine Notwendigkeit, Maßnahmen zu treffen. Entscheidend dafür sollte aber der Wissensstand der Schülerinnen und Schüler am Ende des 1. Halbjahres sein.

Mit der Umsetzung des Vier-Stufen-Plans wurde eine adäquate Lösung für die Wiederaufnahme des Normalbetriebs gefunden. Dass vom Kultusministerium bewusst Möglichkeiten zur individuellen Umsetzung der Infektionsschutzmaßnahmen geschaffen werden, ist eine flexible Methode, damit Schulen unter anderem auf ihre baulichen Besonderheiten Rücksicht nehmen können. Jedoch lehnen wir zugleich eine Mas- kenpflicht während des Unterrichts strikt ab.

„Die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Unterricht, wie sie derzeit beispielsweise in Nordrhein-Westfalen besteht, ist lebensfern. Schüler werden in ihrer Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit nachhaltig eingeschränkt und erzielen folglich weniger Lernerfolge. Auch unter Beachtung der Sächsi- schen Corona-Schulstudie und den aktuellen Infektionszahlen in Dresden, wäre eine Maskenpflicht im Unterricht unverhältnismäßig und überreagiert. Wir fordern die Dresdner Schulleitungen deshalb eindringlich dazu auf, von einer Maskenpflicht im Unterricht abzusehen“, so MÜLLER, „Es ist effektiver, es sitzt nur die halbe Anzahl an Schülern ohne Masken im Unterricht, statt die Ganze mit Maske.“

Sollten die Infektionszahlen wieder steigen und verschärfte Hygienemaßnahmen erforderlich werden, wäre zunächst eine Rückkehr zum zeitweisen Wechsel aus Präsenzunterricht und Homeoffice an betroffenen Schulen sinnvoll, wie es bereits vor den Sommerferien der Fall war. Um auf eine mögliche Rückkehr in die häusliche Lernzeit besser vorbereitet zu sein, sollten Schulen, Schulträger und Land ihr Angebot an digitalen Unterrichtsmöglichkeiten und technischer Ausstattung von Schülern und Lehrern erweitern.