LandesSchülerRat: Sommerferien sind eine Erholungszeit für alle!

Position des LandesSchülerRats:

Der Präsident des Deutschen Bundestages, Wolfgang Schäuble, hat mit seinen Äußerungen die Diskussion zu den Sommerferien 2020 erneut angestoßen. Der Bundestagspräsident spricht sich hierbei für eine Kürzung der Sommerferien aus.

Joanna Kesicka, Vorsitzende Landesschülerrat Sachsen, ©LSR Sachsen

Wir sehen eine Kürzung der Ferien skeptisch. Ferien sind als Erholungs- und Regenerationszeiten gedacht, dieser Aspekte sollte nicht vergessen werden. Unsere Vorsitzende Joanna: „Die Wochen des Selbststudiums in Corona-Zeiten waren für alle Beteiligten anstrengend, auch die kommenden Wochen finden für viele Schülerinnen und Schüler nicht im normalen Schulbetrieb statt. Wir wollen klar sagen: Wir haben seit Mitte März Selbststudium, keinen Erholungsurlaub. Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich Inhalte, lösen Übungsaufgaben, verfassen Hausarbeiten. Schülerinnen und Schüler haben sich Ferien genauso verdient wie die Arbeitnehmer im Homeoffice ihren Urlaub.“

Natürlich werden die diesjährigen Sommerferien anders verbracht als 2019, vor allem, weil Urlaubsreisen nur eingeschränkt möglich sein dürften. „Auch 2020 sind die Sommerferien die Gelegenheit für Hobbys, Bewegung, Entspannung, im Rahmen dessen, was rechtlich möglich ist. Diese Zeit nach wochenlanger Quarantäne zu verkürzen, um den Unterricht, dessen Durchführung mit Blick auf den Infektionsschutz auch nicht einfach ist, zu verlängern, ist keine gute Idee“, so Joanna weiter.

„Auch uns sind die Probleme bewusst, die durch das Corona-Selbststudium entstanden sind. Dass Inhalte nachzuholen und zu festigen sind, steht außer Frage. Wir bezweifeln jedoch, dass einige Wochen verpflichtenden Unterrichts im Hochsommer bei 30° und wärmer die Lösung für alle sind.“, argumentiert Joanna.

Wir schlagen Alternativen vor: „Lehrkräfte aller Fächer sollten freiwillige Übungsaufgaben mit Lösungsvorschlägen für die Ferien verteilen“, so Joanna. Darüber hinaus halten wir eine freiwillige Teilnahme an einem verkürzten Sommerunterricht in den ersten beiden Ferienwochen für sinnvoll – wahlweise in der Schule oder Online. „Auch muss kritisch überprüft werden, welche Themen – gerade in den Nebenfächern – zwingend behandelt werden müssen, oder ob in dieser Sondersituation nicht auch die Stoffdichte verringert werden kann, insbesondere bei den Prüfungsjahrgängen 2021 und 2022.“, so unsere Vorsitzende abschließend.

Dennoch ist zu betonen, dass Lehrerinnen und Lehrer die Wiederholung und Evaluation von in der Quarantäne erlernten Unterrichtseinheiten in Betracht ziehen müssen, wenn die Schultore schrittweise wieder öffnen.

Pressemitteilung: Kein Notenstau für Schülerinnen und Schüler

Der StadtSchülerRat Dresden begrüßt die am 15. April getroffenen Entscheidungen der Sächsischen Staatsregierung zur Wiederöffnung der Schulen für alle Abschlussklassen und die Durchführung der Prüfungen. Es wurde eine suffiziente Lösung für alle Abschlussjahrgänge gefunden. Damit ist der Abschluss der “ersten Reihe” gesichert und es gilt nun den Fokus auf die “zweite Reihe”, die Abschlussjahrgänge 2021 zu richten. Wir sehen mit Sorge die zunehmend wachsende Anzahl an notwendigen Leistungserhebungen in anderen Klassenstufen.

„Selbst, wenn ein Teil der Schülerinnen und Schüler bereits ab 04. Mai wieder in die Schulen gehen kann, verbleiben ihnen gerade einmal elf Wochen bis zu den Sommerferien 2020. In dieser Zeit werden Klausuren, Klassenarbeiten, Tests und sonstige Leistungserhebungen für die Evaluierung der Zeugnisnoten fällig, welche eigentlich über 20 Wochen im 2. Halbjahr 19/20 verteilt gewesen wären“, so der Stadtschülersprecher Jack MÜLLER, „Das wird zu einem unverhältnismäßig hohen Leistungsdruck führen.“ 

Unsere Ausführliche Pressemitteilung dazu gibt es hier als PDF: Pressemitteilung 16.04.2020

Schulen für Abschlussklassen ab 22. April geöffnet/ Unterrichtsfreie Zeit bis mind. 3. Mai

Für die Schülerinnen und Schüler aller Abschlussklassen an den Gymnasien, Berufsbildenden Schulen, Oberschulen und Förderschulen werden die Schulen nach den Osterferien wieder öffnen. Das hat heute die Staatsregierung nach Abstimmung auf Bundesebene beschlossen. Für alle anderen Schülerinnen und Schüler gilt bis zum 03. Mai weiterhin die unterrichtsfreie Zeit. Ab 04. Mai wird es schrittweise eine Wiederaufnahme des normalen Schulbetriebs geben.

„Wir wollen damit den Schülerinnen und Schülern, die kurz vor ihren Prüfungen stehen, die Chance geben, sich auf ihren Abschluss gezielt vorzubereiten“, teilte Kultusminister Christian Piwarz mit. Ein regulärer Unterricht findet nicht statt. Im Vordergrund stehen die Vorbereitungen auf die Abschlussprüfungen. Die Schulen werden ab dem 20. April vorerst ausschließlich für das Personal geöffnet, welches zur Vorbereitung der Schüler auf ihre Prüfungen notwendig ist. Erst ab dem 22. April beginnt die eigentliche Prüfungsvorbereitung für die Schülerinnen und Schüler.

Auch die Abiturprüfungen finden wie geplant statt. Konsultationen sind hier schon ab dem 20. April möglich. „Die Abiturienten haben jahrelang auf den Moment ihres Abschlusses der Hochschulreife hingearbeitet. Wir sehen uns in der Pflicht, ihnen unter den schwierigen Bedingungen ein faires und bundesweit anerkanntes Verfahren für die Prüfungen zu ermöglichen. Im Interesse der Prüflinge, bieten wir die Möglichkeit, zwischen dem ersten und zweiten Prüfungstermin wählen zu können. Wer sich noch nicht ausreichend auf die Abiturprüfung vorbereitet sieht, kann somit auf den Zweittermin ausweichen und die zusätzliche Zeit für Konsultationen mit den Fachlehrern nutzen. Dass die diesjährigen Abiturprüfungen nicht nur für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch die Lehrerinnen und Lehrer eine besondere Herausforderung darstellen, ist uns bewusst“, so der Kultusminister. Die Abiturprüfungen in Sachsen starten nach den Osterferien am 22. April mit den schriftlichen Prüfungen in Evangelischer und Katholischer Religion. Es folgen die Prüfungen zum Graecum (23. April) und in Physik (24. April).

Alle weiteren Informationen zum Abitur 2020 und den Prüfungen an der Oberschule gibt es in unseren Beiträgen Sachsens Abitur 2020 und Prüfungen an den Oberschulen 

Der Minister machte zudem deutlich, dass für die Durchführung der Prüfungen und die Prüfungsvorbereitungen strenge Hygiene- und Abstandsregeln für Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler gelten, um den notwendigen Infektionsschutz zu gewährleisten. Dazu erhalten Schulen genaue Hinweise. „Wir haben auch die Risikogruppen im Blick und werden entsprechende Regelungen treffen und die Schulen darüber informieren“, betonte Piwarz.

Weitere verbindliche Informationen erhalten die Schülerinnen und Schüler in den kommenden Tagen von ihren Schulen. 

 

Abschlussprüfungen in Sachsen: Fragen und Antworten zum Infektionsschutz

Mindestabstand, Händehygiene, regelmäßige Belüftung: Nach den Osterferien werden die sächsischen Schulen für alle Abschlussklassen wieder öffnen. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Infektionsschutz haben wir hier zusammengestellt.

Wie wird sichergestellt, dass keine Schülerinnen und Schüler mit Krankheitssymptomen an den Prüfungsvorbereitungen bzw. Prüfungen teilnehmen?

Nur Schülerinnen und Schüler ohne respiratorische Symptomatik dürfen die Schule betreten. Der Zugang wird kontrolliert. Nach Betreten des Gebäudes wird sichergestellt, dass sich jede Schülerin und jeder Schüler die Hände wäscht bzw. desinfiziert.

Wie werden die Schülerinnen und Schüler über allgemeine Maßnahmen des Infektionsschutzes informiert?

Die Schülerinnen und Schüler werden am ersten Tag des Betretens des Schulgebäudes aktenkundig über allgemeine Maßnahmen des Infektionsschutzes informiert:

  • Händehygiene
  • Abstand halten
  • Husten- und Schnupfenhygiene.

Erforderliche Aushänge werden an mehreren Stellen im Schulhaus platziert.

Welche Vorkehrungen werden getroffen, um das Infektionsrisiko für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte zu minimieren?

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler pro Raum wird reduziert. Dies wird im Regelfall nur durch Klassenteilung zu erreichen sein. Vor allem sind große Räume der Schulen zur Gewährleistung der nötigen Abstände zu nutzen.

Durch Aufsichten wird sichergestellt, dass es im Schulgelände sowie im Schulhaus und auch während der Pausen keine Gruppenbildung gibt und ausreichende Abstände eingehalten werden. Die Lehrinnen und Lehrer achten auf die Einhaltung der Mindestabstände.

Zwischen den Schülerarbeitsplätzen wird ein ausreichender Abstand gewährleistet. Dafür werden entsprechend viele Räume genutzt. Das Lernen kann damit nur in Gruppen erfolgen.

Während des Tages wird eine regelmäßige Belüftung der Arbeitsräume eingeplant und sichergestellt.

Was ist bei der Toilettenbenutzung zu beachten?

Für die Toilettenbenutzung werden Laufwege durch die Schule ausgewiesen, die Begegnungen verhindern. Die Toilettenräume werden vor und nach jeder Prüfung eingehend gereinigt. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass ausreichend Seife und Papierhandtücher vorhanden sind. Vor den Toiletten werden Wartebereiche eingerichtet. Eine Aufsichtsperson stellt sicher, dass sich Schülerinnen und Schüler bei den Toilettengängen nicht begegnen.

Wie werden praktisches Arbeiten und Experimente umgesetzt?

Praktisches Arbeiten und experimentelle Tätigkeiten stellen eine besondere Herausforderung an den Infektionsschutz dar. Bei der Abnahme der Experimentieraufbauten der Schülerin bzw. des Schülers bzw. bei der Begleitung praktischer Arbeiten ist der Sicherheitsabstand einzuhalten.

Hilfe bei der experimentellen bzw. praktischen Unterstützung ist nur mit beidseitigem Mundschutzund ausreichendem Abstand gestattet.

Auch bei empfohlener Verwendung von Einweghandschuhen ist eine umfassende Desinfektion des Arbeitsplatzes, der Gerätschaften, Werkzeuge und Materialien vor einer erneuten Nutzung erforderlich.

Wie werden Lehrinnen und Lehrer geschützt, die selbst zu den Risikogruppen zählen?

Der Einsatz von Lehrkräften, die selbst ein erhöhtes Risiko für eine Infektion tragen, ist möglichst zu vermeiden oder nur mit äußerster Sensibilität und unter strengster Einhaltung aller Sicherheitsvorkehrungen möglich. Die Lehrkräfte sind aufgefordert, dies bei der Schulleitung anzuzeigen.

Die Schulleitung wird gebeten, im Einvernehmen mit der betroffenen Lehrkraft, eigenverantwortlich geeignete Vorgehensweisen abzustimmen.

Prüfungen an den Oberschulen

Schulschließungen

Wie für alle Schularten gibt es auch für Oberschulen noch keine festen Daten, wann die Schulen wieder für alle geöffnet werden (Stand: 9.4.). Die Entscheidung dazu kommt nächste Woche. Das die Schule aber nach den Osterferien einfach so weitergeht wie vor der Schulschließung, ist sehr unwahrscheinlich.

Mehr können wir aber aktuell nicht sagen, weil die Entscheidungen dazu noch nicht getroffen wurden.

Bitte den nächsten Teil mitlesen, weil nicht alle Schüler von der Schulschließung gleich betroffen sind.

Prüfungsjahrgänge

Wichtig: am dem 20.4. (erster Schultag nach den Osterferien) werden die Schulen für die Abschlussjahrgänge geöffnet. Wer also dieses Schuljahr seine Prüfungen schreibt (Realschulabschluss, Hauptschulabschluss) hat wieder Unterricht. Das gilt also für die Hauptschüler der 9. Klassen und für die Realschüler der 10. Klassen.

Diese Schüler werden prüfungsorientierten Unterricht bekommen. Es wird also im Unterricht vor allem um Prüfungsthemen und Prüfungsvorbereitung gehen. Dass soll verhindern, dass noch mehr Lernstoff im Selbststudium beigebracht werden muss.

Dieser prüfungsbezogene Unterricht wird unter besondere Bedingungen stattfinden, der Hygiene wegen. So könnte es z.B. kleiner Klassen geben, um den Mindestabstand einzuhalten. Was die einzelne Schule konkret unternimmt, hängt auch davon ab, wie das Schulhaus gebaucht ist und wie viele Lehrer zum Dienst anwesend sind.

Abschlussprüfungen

Termine

An den Terminen der Abschlussprüfungen an der Oberschule hat sich bisher noch nichts geändert. Aktuell (Stand: 9.4.) geht man davon aus, dass die Prüfungen an den geplanten Terminen stattfinden werden. Die Termine findest du unten auf dieser Seite.

Verschiebung? Absage?

Beim Abitur wurde eine Verschiebung der Prüfungstermine oder sogar eine komplette Absage diskutiert. Oft gab es die Forderung nach einem „Durchschnittsabitur“, also ein Abitur, dass nur aus den Zeugnisnoten der 11. und 12. Klasse besteht, ohne Noten aus schriftlichen und mündlichen Prüfungen.

Wird sowas für die Oberschul-Prüfungen auch überlegt? Antwort: Ja und nein. Wichtig: aktuelle wurde weder eine Verschiebung noch eine Absage beschlossen, das heißt alles Folgende sind theoretische Gedanken.

Theoretisch wäre auch eine Verschiebung von Oberschul-Prüfungen oder ein „Durchschnittsabschluss“ für die Oberschule denkbar. Es gibt zwei Probleme.

  • Erstens. Das Abitur beginnt im April und hört ca. einen Monat vor den Sommerferien auf. Die Prüfungen an den Oberschulen fangen im Mai an und hören kurz vor den Sommerferien auf. Deswegen können sie nicht so einfach verschoben werden, wie beim Abitur überlegt.
  • Zweitens. Beim Realschulabschluss (nicht beim Hauptschulabschluss!) werden die Endnoten zu Hälfte aus Vornoten, zur Hälfte aus der Prüfungsnote gebildet. Im Vergleich dazu wird das Abitur aus zwei Drittel Vornoten und ein Drittel Prüfung gebildet. Beim Realschulabschluss ist die Prüfungsnote für viele Schüler also wichtiger als beim Abitur, was auch einen „Durchschnittsabschluss“ schwerer umsetzbar macht.

Ob sich bei den Prüfungen an den Oberschulen etwas ändert, kann jetzt noch keiner sagen. Weil jetzt noch keiner sagen kann, wie es mit Corona im Mai aussieht, wenn die Prüfungen losgehen.

Nachteilsausgleich

Beim Abitur gibt es einen Nachteilsausgleich wegen Corona und Schulschließungen. Gibt es sowas an Oberschulen auch? Auch hier wurde noch nichts beschlossen! Deswegen können wir nicht sagen, ob sich was ändert. Der LandesSchülerRat setzt sich dafür ein, dass auch Oberschüler wegen Corona einen Nachteilsausgleich bekommen. Ob dafür die gleichen Maßnahmen wie beim Abi genutzt werden oder andere Maßnahmen, hängt davon ab wie sich die Situation bezüglich Corona bis Mai ändert.

Ein Vorteil gibt es für Oberschüler jetzt schon: der prüfungsbezogenen Unterricht (siehe oben auf der Seite) soll eine möglichste gute Prüfungsvorbereitung sein. Diesen Vorteil haben Abiturienten nicht.

Hinweise für Oberschüler

  1. Wenn du zum diesjährigen Abschlussjahrgang gehörst: du wirst bald informiert, wie es für dich mit dem Unterricht ab 20.4. weitergeht – möglichweise kommt die Info bei deinen Eltern an. Wenn du schon Prüfungsvorbereitung machst/planst, kannst du damit erstmal weitermachen. Aktuell solltest du damit rechnen, dass deine Prüfungen wie geplant stattfinden.
  2. Wenn du nicht zum diesjährigen Abschlussjahrgang gehörst: Nächste Woche wird entschieden, wie es mit den Schulschließungen weitergeht. Du wirst also vermutlich Ende nächster Woche wissen ob du am 20.4. zur Schule musst.

Prüfungstermine für die Oberschulen

Realschulabschluss

Fach Termin Nachtermin
Schriftliche Prüfung Englisch 25. Mai 2020 22. Juni 2020
Schriftliche Prüfung Deutsch (und Sorbisch) 27. Mai 2020 24. Juni 2020
Schriftliche Prüfung Mathematik 29. Mai 2020 26. Juni 2020
Schriftliche Prüfung Physik/Chemie/Biologie 3. Juni 2020 30. Juni 2020

Zeitraum der Konsultationen für mündl. Prüfungen 4. Juni bis zum 19. Juni 2020.

Zeitraum der mündlichen Prüfungen und der zusätzlichen mündlichen Prüfungen: 22. Juni bis zum 9. Juli 2020

Hauptschulabschluss und qualifizierender Hauptschulabschluss

Fach Termin Nachtermin
Englisch 25. Mai 2020 22. Juni 2020
Deutsch und Sorbisch 27. Mai 2020 24. Juni 2020
Mathematik 29. Mai 2020 26. Juni 2020

Zeitraum der Konsultationen für mündl. Prüfungen 4. Juni bis zum 19. Juni 2020.

Zeitraum der mündlichen Prüfungen und der zusätzlichen mündlichen Prüfungen: 22. Juni bis zum 9. Juli 2020

Quelle: LandesSchülerRat Sachsen 

Sachsens Abitur 2020

Am 09.04.2020 hat das Kultusministerium einen Plan für das Abitur 2020 vorgelegt. Hier die wichtigsten Fakten (bitte Hinweis am Ende beachten).

Die Prüfungen finden statt.

Es wird kein „Durchschnittsabitur“ oder „Notabitur“ geben. Auch 2020 werden die schriftlichen und mündlichen Abiturprüfungen stattfinden. Es gelten die ursprünglich geplanten Prüfungstermine, die du am Seitenende ansehen kannst.

Beim Prüfungstermin gibt’s ne Auswahl.

Abiturienten können entscheiden, ob sie zum Ersttermin oder zum Zweittermin ihre schriftliche Prüfung schreiben. Die Zweittermine sind die ursprünglichen Nachtermine (Terminübersicht am Seitenende). Dieses Jahr kann jeder Abiturient wählen, ob er am Erst- oder Zweittermin antritt, man kann also auch gesund sein und trotzdem erst zum Nachtermin antreten. Wenn er sich für den Zweittermin entscheidet, muss folglich auch kein ärztliches Attest vorlegen.

Wichtig: eine Info an die Schule muss trotzdem rechtzeitig erfolgen – einfach am Ersttermin zu Hause bleiben kann eine Null-Punkte-Bewertung zur Folge haben! Auch wichtig: die Zweittermin sind erst einige Wochen nach dem Ersttermin. Keiner weiß, wie die Lage bzgl Corona etc. in einigen Wochen ist – siehe dazu unser Hinweis weiter unten.

Es gibt diesmal Dritttermine für Erkrankte.

Es wird dieses Jahr eine dritte Runde für die schriftlichen Prüfungen geben. Wenn du auch beim Zweittermin nicht mitschreiben kannst, dann wird es einen Dritttermin geben. Wichtig: am Dritttermin mitschreiben geht nur mit Bescheinigung von Arzt oder Behörde! Zum Ersttermin nicht mitschreiben: Info an die Schule, zum Zweittermin auch nicht mitschreiben: Attest vom Arzt oder Behörde, je nachdem ob krank oder Quarantäne.

Es gibt den vom LSR geforderten Nachteilsausgleich.

Wie vom LandesSchülerRat Sachsen gefordert wird die Korrektur der schriftl. Prüfungen nur schulintern stattfinden. Die Zweit- und Drittkorrekturen, die am allgemeinbildenden Gymnasium bisher von Lehrern anderer Schulen erfolgten, werden 2020 von Lehrer der eigenen Schule vorgenommen. Das ermöglicht den Korrektoren, auf die schulspezifischen Probleme (wegen Corona + Selbststudium) besser Rücksicht zu nehmen.

Am Beruflichen Gymnasium wird sich beim Thema Korrektoren nichts ändern.

Es wird besondere Hygienemaßnahmen geben.

Bei der Prüfung wird besonders auf die Hygiene geachtet. So werden z.B. möglichst wenige Leute in einem Raum sitzen, es wird gründlich desinfiziert und wo immer möglich Abstand gehalten.

Bei den praktischen Teilen der Prüfungen in den Fremdsprachen („mündlicher Teil“) wird bei Gruppenprüfungen besonders auf den Abstand geachtet. Das dies ein anderes Prüfungssetting ist als ggf. vorher im Unterricht geübt, wird bei der Bewertung berücksichtigt.

Bei den praktischen Prüfungsteilen der Naturwissenschaften (z.B. Physik-LK), von Kunst, Musik und Sport wird es ebenfalls besondere Hygienemaßnahmen geben, die den Besonderheiten der Fächer entsprechen.

Konsultationen werden möglich gemacht

Das Kultusministerium wird die Lehrerinnen und Lehrer auffordern, Konsultationen für die Abiturienten abzuhalten. Wie diese konkret ablaufen bzw. ob und wann sie stattfinden hängt von der jeweiligen Schule ab.

Wichtig: gemäß der Entscheidung der Staatsregierung dürfen Konsultationen mit Abiturienten auch persönlich in den Schulen stattfinden (solange man auf Hygienemaßnahmen achtet)!

Hinweise für Abiturienten

  1. Achte besonders auf die Informationen aus deiner Schule! Die Details zur Umsetzung erfährst du von der Schulleitung – ggf. auch über deine Eltern. Es ist rechtlich verpflichtend, dass du über die beschriebenen Änderungen belehrt wirst, dabei wird man dir verbindlich mitteilen was für dich wichtig ist.
  2. Überlege dir, ob du zum Erst- oder Zweittermin Prüfung schreiben willst, beachte dabei die Termine anderer Prüfungen! Die Zweittermine verschaffen dir jetzt mehr Zeit zum Lernen, sind aber auch näher an den mündlichen Prüfungen dran. Außerdem besteht ein Risiko, dass du am Zweittermin Probleme bekommst, wenn dieser Corona-bedingt nicht stattfinden kann. Kann sein, dass eine Prüfung am Ersttermin für dich mehr Sinn macht.
  3. Erkundige dich bei deinem Fachlehrer nach möglichen Konsultationen!
  4. Wenn du im Leistungskurs Musik oder Sport bist, wirst du informiert ob der praktische Teile deiner Prüfung durch eine mündliche Leistung ersetzt wird. Bleib dazu mit deinem Fachlehrer in Kontakt.

Prüfungstermine

Gymnasium, Abendgymnasium, Kolleg

Erstprüfung Nachprüfung
Evangelische Religion, Katholische Religion 22. April 2020 13. Mai 2020
Graecum 23. April 2020 25. Mai 2020
Physik 24. April 2020 15. Mai 2020
Geschichte, Geschichte bikulturell-bilingual 27. April 2020 14. Mai 2020
Biologie 28. April 2020 19. Mai 2020
Chemie 29. April 2020 20. Mai 2020
Deutsch, Sorbisch 30. April 2020 18. Mai 2020
Latinum, Hebraicum 4. Mai 2020 26. Mai 2020
Mathematik 5. Mai 2020 27. Mai 2020
Geographie, Gemeinschaftskunde/
Rechtserziehung/Wirtschaft
6. Mai 2020 28. Mai 2020
praktischer Prüfungsteil in Leistungskursfächern der neuen Fremdsprachen 7. Mai 2020 29. Mai 2020
Englisch, Russisch, Spanisch, Polnisch, Tschechisch, Italienisch, Latein, Griechisch 8. Mai 2020 2. Juni 2020
Kunst, Musik, Sport 11. Mai 2020 2. Juni 2020
Französisch 11. Mai 2020 2. Juni 2020

Die mündlichen Prüfungen (P4 und P5) werden vom 13. Mai bis zum 5. Juni 2020 durchgeführt.
Die zusätzlichen mündlichen Prüfungen sowie die mündliche Ergänzungsprüfung (Latinum oder Graecum oder Hebraicum) werden vom 24. Juni bis zum 30. Juni 2020 durchgeführt.

Berufliches Gymnasium

Fach
(G = Grundkurs,
L = Leistungskurs)
Termin Nachtermin
Schriftliche Prüfung
Deutsch (G/L) 30. April 2020 8. Juni 2020
Mathematik (G/L) 5. Mai 2020 9. Juni 2020
Englisch (L) 8. Mai 2020 10. Juni 2020
Technik/Maschinenbautechnik (L) DUBAS 8. Mai 2020 11. Juni 2020
Agrartechnik mit Biologie (L) 12. Mai 2020 11. Juni 2020
Biotechnik (L) 12. Mai 2020 11. Juni 2020
Ernährungslehre mit Chemie (L) 12. Mai 2020 11. Juni 2020
Gesundheit und Soziales (L) 12. Mai 2020 11. Juni 2020
Informatiksysteme (L) 12. Mai 2020 11. Juni 2020
Technik/Bautechnik (L) 12. Mai 2020 11. Juni 2020
Technik/Datenverarbeitungstechnik (L) 12. Mai 2020 11. Juni 2020
Technik/Elektrotechnik (L) 12. Mai 2020 11. Juni 2020
Technik/Maschinenbautechnik (L) 12. Mai 2020 11. Juni 2020
Volks- und Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen (L) 12. Mai 2020 11. Juni 2020
Geschichte/Gemeinschaftskunde (G) 14. Mai 2020 12. Juni 2020
Physik (G) 14. Mai 2020 12. Juni 2020
Praktischer Prüfungsteil
Englisch (L) 7. Mai 2020 11. Mai bis 29. Mai 2020
Mündliche Prüfung
viertes und fünftes Prüfungsfach 15. Mai bis 29. Mai 2020 15. Juni bis 17. Juni 2020
zusätzliche Prüfungen 18. Juni bis 1. Juli 2020

Mitteilung des Sächsischen Kultusministeriums:

Die schriftlichen Abiturprüfungen in Sachsen sollen wie geplant stattfinden. Für die Abiturientinnen und Abiturienten gibt es allerdings eine Wahlmöglichkeit.

„Wir haben uns die Entscheidung wahrlich nicht leichtgemacht. Die Prüfungssituation in diesem Jahr ist ohne Zweifel eine andere als in den Vorjahren. Dieses haben wir im Blick und reagieren darauf mit veränderten Regeln für die Zweitkorrektur und der Möglichkeit, auf die Nachtermine ausweichen zu können. Allen Abiturientinnen und Abiturienten werden wir somit eine Teilnahme an den bekannten Erstterminen der Abiturprüfung ermöglichen“, so Kultusminister Christian Piwarz. Damit beginnen die Abiturprüfungen an den allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien in Sachsen wie auch in sieben weiteren Bundesländern nach den Osterferien. Eine entsprechende Änderung der Rechtsverordnung, die Beschränkungen im Alltag regelt, soll nach Ostern verabschiedet werden und anschließend in Kraft treten. Damit wird den Prüflingen der Zugang zu den Schulen ermöglicht.

Die Abiturprüfungen in Sachsen starten nach den Osterferien am 22. April mit den schriftlichen Prüfungen in Evangelischer und Katholischer Religion. Es folgen die Prüfungen zum Graecum (23. April) und in Physik (24. April). Für die Durchführung der Prüfungen werden strenge Hygienevorgaben und Abstandsgebote für Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler gelten.

Schülerinnen und Schüler, die an den Erstterminen nicht teilnehmen wollen, können sich für die Nachtermine ab dem 13. Mai 2020 entscheiden. Auf ein ärztliches Attest wird beim Ersttermin in diesem Jahr verzichtet. Es genügt eine schriftliche Erklärung, dass eine Teilnahme nicht erfolgen kann. Diese Erklärung muss vor Beginn der Prüfungen beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses eingereicht werden. In diesem Fall sind die Nachschreibetermine verpflichtend.

„Bei unserer Entscheidung für diesen Abitur-Fahrplan haben wir den Infektionsschutz in besonderer Weise berücksichtigt. Die Prüflinge werden im gegebenen Fall auf mehrere Räume verteilt, um den Anforderungen des Infektionsschutzes zu genügen. Das gesundheitliche Risiko ist damit niedriger als in anderen Bereichen des Berufslebens. Schon allein aus Gründen des Infektionsschutzes empfehle ich den Abiturientinnen und Abiturienten sehr, die Haupttermine für die Prüfungen zu nutzen“, so Kultusminister Piwarz.

Für Prüfungsteilnehmer, die auch zum Nachtermin nicht teilnehmen können, wird es einen dritten Prüfungstermin noch in diesem Schuljahr und damit anders als in den Vorjahren geben.

Um die besondere Prüfungssituation angemessen zu berücksichtigen, werden die Zweitkorrekturen in diesem Jahr ausnahmsweise an derselben Schule erfolgen. „Auf diese Weise können die Korrektoren durch die Corona-Pandemie aufgetretene schulinterne Probleme bei der Wissensvermittlung besser eingehen. Im Unterricht nicht vermitteltes Wissen wird bei der Bewertung im Sinne des Schülers berücksichtigt“, so Kultusminister Christian Piwarz.

Für besondere Härtefälle, die im Ergebnis der Abiturprüfungen auftreten, wird eine Beratungsstelle im Landesamt für Schule und Bildung eingerichtet. Dorthin können sich Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte im Streit- oder Beschwerdefall wenden.

Häufige Fragen zum Abitur 2020:

Wie werden in diesem Schuljahr die Abiturprüfungen organisiert?

Die Abiturprüfungen an den allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien in Sachsen beginnen nach den Osterferien. Eine entsprechende Änderung der Rechtsverordnung, die Beschränkungen im Alltag regelt, soll nach Ostern verabschiedet werden und anschließend in Kraft treten. Damit wird den zu prüfenden Schülerinnen und Schülern der Zugang zu den Schulen ermöglicht.

Nach welcher Zeitschiene wird geprüft?

Die schriftlichen Abiturprüfungen in Sachsen starten wie auch in sieben weiteren Bundesländern in der Woche nach den Osterferien.

  • 22. April: Evangelische und Katholische Religion
  • 23. April: Graecum
  • 24. April: Physik

Was passiert wenn ich am Ersttermin nicht teilnehmen kann?

Die Teilnahme am Ersttermin ist für die Prüfungsteilnehmer freiwillig. Schülerinnen und Schüler, die an den Erstterminen nicht teilnehmen wollen, können sich für die Nachtermine ab dem 13. Mai 2020 entscheiden. Auf ein ärztliches Attest wird beim Ersttermin in diesem Jahr verzichtet. Es genügt eine schriftliche Erklärung, dass eine Teilnahme nicht erfolgen kann. Diese Erklärung muss vor Beginn der Prüfungen beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses eingereicht werden. In diesem Fall sind die Nachschreibetermine verpflichtend.

Auch zum Nachtermin bin ich verhindert, was soll ich tun?

Für Prüfungsteilnehmer, die auch zum Nachtermin nicht teilnehmen können, wird es einen dritten Prüfungstermin noch in diesem Schuljahr geben. Anders als in den Vorjahren ist eine vollständige Wiederholung der letzten Jahrgangsstufe nicht erforderlich. Diese Prüfungsteilnehmer haben dies beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bis zum 18. Juni 2020 zu beantragen.

Schülerinnen und Schüler, die aus einem wichtigen Grund an der Prüfung zum Zweittermin nicht teilnehmen konnten und die Prüfung nicht nachholen möchten, können auf Antrag die Jahrgangsstufe wiederholen und die Abiturprüfung im Anschluss daran ablegen. Diese Prüfungsteilnehmer haben dies beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bis zum 18. Juni 2020 zu beantragen. Die Wiederholung dieser Jahrgangsstufe wird nicht auf die Verweildauer angerechnet.

Wie kann der Infektionsschutz gewährleistet werden?

Für die Durchführung der Prüfungen werden strenge Hygienevorgaben und Abstandsgebote für Lehrer und Schüler gelten. Die Prüflinge werden im gegebenen Fall auf mehrere Räume verteilt. Das gesundheitliche Risiko ist damit niedriger als in anderen Bereichen des Berufslebens. Schon allein aus Gründen des Infektionsschutzes sollten Abiturientinnen und Abiturienten die Haupttermine für die Prüfungen nutzen.

Gibt es Änderungen bei der Zweitkorrektur der schriftlichen Prüfungen?

Um die besondere Prüfungssituation angemessen zu berücksichtigen, werden die Zweitkorrekturen in diesem Jahr ausnahmsweise an derselben Schule erfolgen. Die Korrektoren können so die durch die Corona-Pandemie aufgetretenen schulinternen Besonderheiten bei der Wissensvermittlung besser eingehen. Im Unterricht nicht vermitteltes Wissen wird bei der Bewertung im Sinne des Schülers berücksichtigt.

Ich fühle mich bei der Bewertung meiner Prüfungsleistung benachteiligt. An wen kann ich mich wenden?

Für besondere Härtefälle, die im Ergebnis der Abiturprüfungen auftreten, wird eine Beratungsstelle im Landesamt für Schule und Bildung eingerichtet. Dorthin können sich Schülerinnen und Schüler , Eltern und Lehrkräfte im Streit- oder Beschwerdefall wenden.

Schüler der Abschlussklassen können nach den Osterferien wieder an die Schulen

Mitteilung des Sächsischen Kultusministeriums:

Das sächsische Kabinett hat am 09. April nicht nur eine Entscheidung zu den Abiturprüfungen getroffen. Auch Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen können nach den Osterferien die Schulen wieder besuchen.

Zu den Abschlussklassen zählen:

  • die 10. Klassen der Oberschulen und Förderschulen
  • die 12. Klasse der allgemeinbildenden Gymnasien
  • Klassen, die Abschlussprüfungen an Schulen des zweiten Bildungsweges und berufsbildenden Schulen schreiben

NICHT die 11. Klasse der Gymnasien

Sachsens Kabinett hat entschieden, dass unter besonderer Berücksichtigung des Infektionsschutzes nicht nur die Abiturprüfungen an den allgemeinbildenden und Beruflichen Gymnasien in öffentlicher und in freier Trägerschaft im Freistaat Sachsen wie geplant stattfinden. Gleichfalls wurde die Entscheidung getroffen, ab dem 20. April 2020 die Gymnasien sowie Ober- und Förderschulen (mit Ausnahme des Förderschwerpunktes geistige Entwicklung), die entsprechenden Bildungsgänge an den Schulen des zweiten Bildungsweges und die berufsbildenden Schulen für die Abschlussklassen zu öffnen.

Die Rechtsverordnung wird kommende Woche dahingehend geändert, dass der Unterricht in den Abschlussjahrgängen und eine Durchführung von Prüfungen an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen möglich wird. Insbesondere wird dabei berücksichtigt, dass sowohl für den Unterricht in den Abschlussjahrgängen als auch für Prüfungsvorbereitung und Prüfungsdurchführung die gesamten Schulgebäude genutzt werden können und sich nur die betreffenden Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie sonstiges erforderliches Personal in diesem Zeitraum im Schulgebäude aufhalten. Das Unterrichts- und Prüfungsgeschehen kann unter diesen Bedingungen räumlich so entzerrt werden, dass Infektionen nach menschlichem Ermessen weitestgehend vermieden werden können.

Gedenken zum 13. Februar

Gedenken anlässlich des 13. Februars

Der Februar hielt gleich zwei Higlights für den SSR bereit: Den Schülergipfel am 05.02 zum einen, und zum anderen den Empfang des Bundespräsidenten am 13.02. Während der Schülergipfel eine jährliche Veranstaltung ist, die in Kooperation mit der KAS organisiert wird, war der Empfang im Rathaus, mit dem Ziel eines würdevollen Gedenkens zum 75. Erinnerungstages der Bombenangriffe, ein ganz beonderes Ereignis. Sowohl das eine als auch das andere Event hielten große Überraschungen bereit, aber so viel sei schon gesagt, beide waren große Erfolge für die Dresdner Schülerschaft. Warum? Lest selbst …

Der Schülergipfel

Am 05. Februar 2020 fand der Schülergipfel im Deutschen Hygiene-Museum statt. Unter dem Motto: ,,Mein innerer Kompass – was sind Werte wert?“ erhielten alle Schüler*innen die Möglichkeit in verschiedenen Workshops über die Geschehnisse vom 13. Februar 1945 mit den Zeitzeugen Roland Brauckmann, Hanno Schmidt und Jo Flade Gespräche zu führen. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch unseren Vorsitzenden Jack Müller, den Finanzbürgermeister der Stadt Dr. Peter Lames und die Programmvorstellung von Lucas Fischer (Mitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung). Angekommen in den Workshops entstand schnell ein reger Austausch über Werte, Zivilcourage sowie über Meinungen von damals und heute. Nach einer Verschnaufpause und leckerem Mittagessen ging es dann in die Zukunftswerkstatt. Dort haben die Schüler*innen sich über die verloren Werte ausgetauscht und überlegt, welche noch immer aktuell sind und wie man diese Werte wieder in der Gesellschaft etablieren kann. Den Schluss bildeten eine kurze Auswertung und die Verabschiedung. Während der Veranstaltung war unser Vorstand omnipräsent, hat den Teilnehmer*innen über die Schulter gesehen und wichtige Anregungen für kommende Events gesammelt. Wir danken allen Teilnehmenden für ihr Engagement und freuen uns auf ein Wiedersehen im Jahr 2021.

Ellex Köhler

Der Empfang mit dem Bundespräsidenten

Die Bombenangriffe in der Nacht des 13. Februars 1945 jährten sich zum 75. Mal – angesichts dieses historischen Ereignisses war die Stadt Schauplatz einer der größten Gedenkveranstaltungen. Ehrengäste, wie Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (ehemalige Bundesjustizministerin), His Royal Highness Prince Edward, Duke of Kent (Cousin Queen Elisabeths II.) und natürlich Frank-Walter Steinmeier (Bundespräsident) waren anwesend. Und auch die Dresdner Schülerinnen und Schüler sollten während der Feierlichkeiten präsent sein – so meinte die Stadt Dresden. Mit großer Freude nahmen wir diese Chance entgegen. Neben den offiziellen Feierlichkeiten im und hinter dem Kulturpalast, erhielten wir Zugang zum Empfang im Rathaus; nicht nur, dass wir mit eben jenen namenhaften Persönlichkeiten in einem Raum sein durften, wir erhielten zusätzlich die Möglichkeit unsere Fragen an sie zu richten – je zwanzig Minuten mit dem Oberbürgermeister, dem Ministerpräsidenten und dem Bundespräsidenten. Das Gespräch mit den ersteren beiden eröffnete dem SSR ganz neue Möglichkeiten der Mitwirkung, es besteht nun die Möglichkeit unsere, also eure Anliegen nicht über Mittelsmänner, sondern direkt an die höchsten Instanzen der zuständigen Stellen zu tragen. Die Unterhaltung mit Herr Steinmeier und Frau Büdenbender war sogar noch fruchtbarer, es entwickelten sich Ideen zu bundesweiten Projekten und ungeahnten Schülermitwirkungsmöglichkeiten.

Malte Rehberg

Solltet ihr konkretere Fragen zu einem der Events haben, schreibt uns gern via Mail oder Instagram.

Fragen und Antworten zu Abschlussprüfungen und Leistungserhebungen

Häufige Fragen und Antworten zu Abschlussprüfungen und Leistungserhebungen

Stand: 09.04. 17:35 Uhr

Häufige Fragen zum Abitur 2020

Wie werden in diesem Schuljahr die Abiturprüfungen organisiert?

Die Abiturprüfungen an den allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien in Sachsen beginnen nach den Osterferien. Eine entsprechende Änderung der Rechtsverordnung, die Beschränkungen im Alltag regelt, soll nach Ostern verabschiedet werden und anschließend in Kraft treten. Damit wird den zu prüfenden Schülerinnen und Schülern der Zugang zu den Schulen ermöglicht.

Nach welcher Zeitschiene wird geprüft?

Die schriftlichen Abiturprüfungen in Sachsen starten wie auch in sieben weiteren Bundesländern in der Woche nach den Osterferien.

Was passiert wenn ich am Ersttermin nicht teilnehmen kann?

Die Teilnahme am Ersttermin ist für die Prüfungsteilnehmer freiwillig. Schülerinnen und Schüler, die an den Erstterminen nicht teilnehmen wollen, können sich für die Nachtermine ab dem 13. Mai 2020 entscheiden. Auf ein ärztliches Attest wird beim Ersttermin in diesem Jahr verzichtet. Es genügt eine schriftliche Erklärung, dass eine Teilnahme nicht erfolgen kann. Diese Erklärung muss vor Beginn der Prüfungen beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses eingereicht werden. In diesem Fall sind die Nachschreibetermine verpflichtend.

Auch zum Nachtermin bin ich verhindert, was soll ich tun?

Für Prüfungsteilnehmer, die auch zum Nachtermin nicht teilnehmen können, wird es einen dritten Prüfungstermin noch in diesem Schuljahr geben. Anders als in den Vorjahren ist eine vollständige Wiederholung der letzten Jahrgangsstufe nicht erforderlich. Diese Prüfungsteilnehmer haben dies beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bis zum 18. Juni 2020 zu beantragen.

Schülerinnen und Schüler, die aus einem wichtigen Grund an der Prüfung zum Zweittermin nicht teilnehmen konnten und die Prüfung nicht nachholen möchten, können auf Antrag die Jahrgangsstufe wiederholen und die Abiturprüfung im Anschluss daran ablegen. Diese Prüfungsteilnehmer haben dies beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bis zum 18. Juni 2020 zu beantragen. Die Wiederholung dieser Jahrgangsstufe wird nicht auf die Verweildauer angerechnet.

Wie kann der Infektionsschutz gewährleistet werden?

Für die Durchführung der Prüfungen werden strenge Hygienevorgaben und Abstandsgebote für Lehrer und Schüler gelten. Die Prüflinge werden im gegebenen Fall auf mehrere Räume verteilt. Das gesundheitliche Risiko ist damit niedriger als in anderen Bereichen des Berufslebens. Schon allein aus Gründen des Infektionsschutzes sollten Abiturientinnen und Abiturienten die Haupttermine für die Prüfungen nutzen.

Gibt es Änderungen bei der Zweitkorrektur der schriftlichen Prüfungen?

Um die besondere Prüfungssituation angemessen zu berücksichtigen, werden die Zweitkorrekturen in diesem Jahr ausnahmsweise an derselben Schule erfolgen. Die Korrektoren können so die durch die Corona-Pandemie aufgetretenen schulinternen Besonderheiten bei der Wissensvermittlung besser eingehen. Im Unterricht nicht vermitteltes Wissen wird bei der Bewertung im Sinne des Schülers berücksichtigt.

Ich fühle mich bei der Bewertung meiner Prüfungsleistung benachteiligt. An wen kann ich mich wenden?

Für besondere Härtefälle, die im Ergebnis der Abiturprüfungen auftreten, wird eine Beratungsstelle im Landesamt für Schule und Bildung eingerichtet. Dorthin können sich Schülerinnen und Schüler , Eltern und Lehrkräfte im Streit- oder Beschwerdefall wenden.

Werden die Prüfungen stattfinden?

Die zentralen Prüfungen werden nach jetzigem Stand stattfinden. So wurde es durch die Kultusministerkonferenz am 25. März beschlossen.

  • Schülerinnen und Schülern werden keine Nachteile aus der jetzigen Ausnahmesituation erwachsen. Noch in diesem Schuljahr können sie ihre Abschlüsse erwerben.
  • Die Prüfungen, insbesondere die schriftlichen Abiturprüfungen, finden zum geplanten bzw. zu einem Nachholtermin bis Ende des Schuljahres statt, soweit dies aus Infektionsschutzgründen zulässig ist. Schülerinnen und Schüler müssen eine ausreichende Zeit zur Vorbereitung erhalten. Die Prüfungen können auch in geschlossenen Schulen stattfinden, sofern es keine entgegenstehenden Landesregelungen gibt.

Speziell zur Vorbereitung und Durchführung der Abiturprüfungen hat sich Sachsens Kultusminister Christian Piwarz am 27. März in einem Brief an alle Abiturientinnen und Abiturienten gewandt.

Sonstige Fragen

Da nicht vorhersagbar ist, wie sich die Ausbreitung des Virus in den nächsten Wochen und Monaten entwickeln wird, gehen die untenstehenden Antworten von der aktuellen Lageeinschätzung aus. Sie werden entsprechend durch das Sächsische Staatsministerium für Kultus bei einer Änderung der Situation umgehend aktualisiert.

Der Geltungsbereich der folgenden Antworten bezieht sich auf

  • Abiturprüfung an allgemeinbildenden Gymnasien, Abendgymnasien und Kollegs, beruflichen Gymnasien,
  • Abschlussprüfung an Fachoberschulen/Prüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife in beruflichen Bildungsgängen (Zusatzbaustein Fachhochschulreife an Fachschulen) und Abschlussprüfung an Förder- und Oberschulen.

Wie erfolgt die regelmäßige Kommunikation zwischen Schulen und Prüfungsteilnehmern?

Da jede Schule inzwischen bereits eigene digitale und analoge Kommunikationswege, z. B. über die Homepage der Schule und entsprechende Schülerzugänge praktiziert, wird das Sächsische Staatsministerium für Kultus keine Regeln vorgeben. Prüfungsteilnehmer müssen in geeigneter Form über aktuelle Entwicklungen informiert werden.

Wie erfahre ich, dass ich zur Prüfung zugelassen wurde?

Die eventuelle Nichtzulassung zur Prüfung teilen die allgemeinen und beruflichen Gymnasien schriftlich den betreffenden Schülern mit. Die Zulassung erfolgt im Regelfall mündlich. Das kann in diesem Jahr auch telefonisch, per Mail, schriftlich oder über andere Kommunikationswege der Schule erfolgen. Schüler können gegebenenfalls auch selbst telefonisch oder elektronisch nachfragen.

Was passiert, wenn eine Schule im Prüfungszeitraum geschlossen ist, Schüler erkrankt oder in Quarantäne sind?

Natürlich können nur gesunde Schüler eine Prüfung absolvieren. Deshalb gibt es grundsätzlich – wie in den Vorjahren – auch 2020 zentrale Nachtermine für Schüler, die wegen Krankheit nicht an der Prüfung teilnehmen können. Da eine Quarantäne i. d. R. für 14 Tage angeordnet wird, die Zeit bis zum Nachtermin aber länger ist, besteht durchaus eine gute Chance, dass das auch 2020 funktioniert.

Möglicherweise werden deutlich mehr Schüler am Nachtermin teilnehmen. Für Schüler, die zu beiden Terminen verhindert sind, wird es einen weiteren Termin geben.

Wenn die Schließzeit der Schulen so lange andauern müsste, dass die Prüfungen ganz verschoben werden, was wird dann z. B. mit der Bewerbung für ein Hochschulstudium bzw. die Aufnahme einer Berufsausbildung?

Da es sich hier um eine deutschlandweit bisher einmalige Ausnahmesituation handelt, werden die Kultusministerkonferenz und die Stiftung Studienzulassung sowie die Einrichtungen der Berufsausbildung hier gemeinsam Lösungen finden.

Wie wird sichergestellt, dass der gesamte Stoff bis zur Prüfung behandelt wurde?

Grundsätzlich ist die jetzige Situation durch höhere Gewalt bedingt und stellt in allen Bundesländern eine hohe Herausforderung für Schüler und Lehrer dar.

Der zur Prüfung benötigte Unterrichtsstoff sollte jetzt weitestgehend behandelt worden sein. Die Lehrpläne für die Jahrgangsstufe 12 an allgemeinbildenden Gymnasien bzw. 13 an beruflichen Gymnasien und Klassenstufe 12 an Fachoberschulen sind z. B. für insgesamt „nur“ ca. 22 Unterrichtswochen ausgelegt, um Zeit und Freiraum für die Prüfungsvorbereitung zu haben. In den Lehrplänen der Förder- und Oberschulen ist in Klassenstufe 10 für 20 Wochen Unterrichtstoff ausgewiesen, damit auch hier ausreichend Zeit für Wiederholung und Übung zur Verfügung steht.

Lehrer werden jetzt Aufgaben zur Übung und Lernaufträge für das Selbststudium/Selbstlernen so zusammenstellen, dass die Schüler sich unter den gegebenen Bedingungen bestmöglich auf die Prüfungen vorbereiten können. Dabei wird dafür Sorge getragen, dass noch nicht behandelter Stoff im Selbststudium/durch Selbstlernen nachzuholen ist bzw. erarbeitet werden kann. Bei Rückfragen sollten die Schüler die in der Schule vorhandenen Kommunikationsmöglichkeiten nutzen, so bspw. Chaträume, Lernplattformen. Letztlich sind auch klassische Wege wie das Telefon denkbar, um seinen Lehrer zu konsultieren. (Außerdem müssen auch telefonische oder digitale Wege der Kommunikation zwischen Schule und Prüfungsteilnehmern sowie digitale Lernplattformen genutzt werden. Auch Konsultationen sind über digitale Medien denkbar.)

Gibt es Auswirkungen auf die mündlichen Prüfungen?

Hier sind die Auswirkungen am geringsten, da man nicht an landeseinheitliche Termine gebunden ist und die Schulen die Prüfungstermine individuell festlegen können.

Wie erfolgt die regelmäßige Kommunikation zwischen Schulen und Prüfungsteilnehmern?

Da jede Schule inzwischen bereits eigene digitale und analoge Kommunikationswege, z. B. über die Homepage der Schule und entsprechende Schülerzugänge praktiziert, wird das Sächsische Staatsministerium für Kultus keine Regeln vorgeben. Prüfungsteilnehmer müssen in geeigneter Form über aktuelle Entwicklungen informiert werden.

Wie erfahre ich, dass ich zur Prüfung zugelassen wurde?

Die eventuelle Nichtzulassung zur Prüfung teilen die allgemeinen und beruflichen Gymnasien am 3. April 2020 schriftlich den betreffenden Schülern mit. Die Zulassung erfolgt im Regelfall mündlich. Das kann in diesem Jahr auch telefonisch, per Mail, schriftlich oder über andere Kommunikationswege der Schule erfolgen. Schüler können gegebenenfalls auch selbst telefonisch oder elektronisch nachfragen.

Wie läuft die BLF am allgemeinbildenden Gymnasium?

Die Ersttermine sind abgeschlossen. Die Nachtermine werden abgesagt. Sollten Schulen am 16. März 2020 schon Nachtermine im Fach Deutsch geschrieben haben, so werden diese bewertet und bei der Festlegung der Fachnote als Klassenarbeit mit doppelter Wichtung berücksichtigt.

Wie verhält es sich mit den Nachterminen zum Aufnahmeverfahren an den allgemeinbildenden Gymnasien mit vertiefter Ausbildung?

Grundsätzlich werden diese Termine abgesagt. Die Gymnasien mit vertiefter Ausbildung vereinbaren individuelle Nachtermine mit den betreffenden Schülern bzw. deren Eltern.

Wie werden die Noten für das Kurshalbjahr 12/II an allgemeinbildenden Gymnasien bzw. 13/II an beruflichen Gymnasien und die Jahresnoten an Oberschulen ermittelt?

Die Ermittlung der Noten erfolgt auf der Grundlage der in diesen Kurshalbjahren bereits erfolgten oder ggf. noch bis zur Ausgabe des Kurshalbjahreszeugnisses am 18. Juni 2020 erfolgenden Leistungsbewertungen. Näheres regelt ein spezieller Erlass des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus.

Wie geht man mit den Fehlzeiten um?

Die jetzt auflaufenden Fehlzeiten sind keine Schulferien, sondern Lernzeiten unter besonderen Bedingungen. Sie werden weder als entschuldigte noch als unentschuldigte Fehlzeiten erfasst. Auf den Abschluss- und Abiturzeugnissen werden ohnehin keine Fehlzeiten ausgewiesen.

Welche Besonderheiten gelten für die Prüfungen an der Fachschule, Fachbereich Sozialwesen, Fachrichtung Sozialpädagogik und Heilerziehungspflege?

Die schriftlichen Prüfungen an der Fachschule, Fachbereich Sozialwesen, Fachrichtung Sozialpädagogik und Heilerziehungspflege werden im vorgesehenen Zeitraum vom 23. März bis zum 3. April 2020 nicht durchgeführt.

Voraussichtlich wird die schriftliche Prüfung im Prüfungszeitraum vom 10. Juni bis 26. Juni 2020 stattfinden.

Keine Nachteile für sächsische Schülerinnen und Schüler bei Abschlussprüfungen

Position des LandesSchülerRats Sachsen

©LSR Sachsen

Wir verfolgen stetig die aktuelle Situation und die neu getroffen Entscheidungen über die Ausbreitung des „SARS-CoV-2“-Erregers (Umgangssprachlich: Coronavirus). Insbesondere über die Abschlussprüfungen ist in den vergangenen Tagen und Wochen viel diskutiert wurden, mit
unterschiedlichen Ergebnissen je nach Bundesland.

Zu einem Entfallen oder Verschieben der Prüfungen:

Joanna Kesicka, Vorsitzende Landesschülerrat Sachsen, ©LSR Sachsen

„Es muss darauf geachtet werden, dass die Chancengleichheit zwischen den Abschlussjahrgängen
gegeben ist, insbesondere denen welche ab 2021 kein ′Corona-Abitur′ erhalten“, so unsere Vorsitzende Joanna. Ein Abitur ohne schriftliche und mündliche Prüfungen für das Abschlussjahr 2020
widerspricht dem. Bei einem solchen Notabitur wäre aus unserer Sicht keine faire Behandlung im Vergleich zu folgenden Jahrgängen möglich. Zudem besteht die Sorge, dass so ein Abitur nicht überall im In- und Ausland anerkannt wird und dem aktuellen Jahrgang damit Wahlmöglichkeiten in Bezug auf Ausbildung, Studium und Beruf nimmt.

Falls es dazu kommen sollte, dass die Prüfungen von den Gesundheitsbehörden untersagt werden, muss man zwar über ein Notabitur nachdenken, so sehen wir es auch .. Solange die notwendigen Schutzmaßnahmen in den Schulen aber möglich sind, sollten die Prüfungen stattfinden.

„Die Verschiebung der Termine in Sachsen ist eine ungünstige Variante, aber ein Schritt vor der Maßnahme eines Notabiturs. Jede Verschiebung heißt auch, dass das Zeugnis später vorliegt. Dies kann wiederum für Bewerbungsfristen o.Ä. Nachteile schaffen, was von keinem gewollt wäre. Ob eine Verschiebung wirklich hilft, ist dementsprechend fraglich. Sie wäre trotzdem sinnvoller als eine komplette Absage der Prüfungen“, so Joannaweiter.

Zu einem möglichen Nachteilsausgleich:

In jedem Fall ist festzustellen, dass die Prüfungssituation in diesem Jahr eine andere ist als in den vorherigen Jahrgängen. Folglich sollte zeitnah über einen Nachteilsausgleich entschieden werden, nach dem Vorbild der vergangenen Woche in Baden-Württemberg getroffenen Entscheidung. Dort wurde vereinbart, die Erst- und Zweitkorrektur dieses Jahr jeweils schulintern durchzuführen, im Falle einer Drittkorrektur soll, statt durch einen weiteren Prüfer, im Dialog zwischen Erst- und Zweitkorrektor eine Note festgelegt werden. Joanna dazu: „Eine solche rein schulinterne Korrektur wäre auch für Sachsen eine sinnvolle Entscheidung. Insbesondere die Regelung zur Drittkorrektur würde als eine Art Auffangnetz für alle kritischen Fälle wirken, für Schülerinnen und Schüler die wegen des Corona-Selbststudiums große Defizite haben. Zudem kann ein schulinterner Zweitkorrektor, im Rahmen der Erwartungsbilder, auf mögliche schulinterne Probleme, z.B. technischer Natur, während der Quarantäne-Zeit eingehen. Hier würde auf schwierigere Vorbereitung mit milderer Bewertung reagiert, für uns ein guter Nachteilsausgleich“, so unsere Vorsitzende.

Auch über eine weitere Maßnahme sollte zumindest nachgedacht werden, Joanna dazu: „Für den Fall, dass die Prüfungsergebnisse tatsächlich deutlich negativ von den Vorjahren abweichen, sollte man eine generelle Notenanhebung diskutieren. Nicht zwingend um ganze Noten, eher im Bereich von Zehnteln einer Note. Am Beispiel Hamburg haben wir in den vergangenen Jahren gesehen, dass so etwas aus anderen Gründen möglich war, im Ernstfall sollte auch Sachsen so etwas prüfen.“

Für Schülerinnen und Schüler, welche zu regulären Prüfungsterminen verhindert sind, stehen zusätzliche Nachholtermine zur Verfügung. Diese Entscheidung unterstützen wir.

Zur bundesweiten Vergleichbarkeit:

„Sachsenweit gibt es aktuell ca. 13.000 Abiturienten, selbstverständlich sind die Meinungen untereinander nicht gleich, ABER alle sind sich darin einig: Es darf keine Nachteile für Sachsen geben.“, so Joanna. „Wir wollen eine vergleichbare Behandlung der Schülerinnen und Schüler aller Bundesländer, dies ist nicht gegeben, wenn einzelne Länder auf Abschlussprüfungen verzichten würden und andere nicht. Wir wollen deutlich sagen: Sollten einzelne Länder erneut versuchen ohne Zwang auf Prüfungen zu verzichten, während die Mehrheit daran festhält, muss die KMK einschreiten.“, so unsere Vorsitzende.